KINOPLAN für Monat März 2010
Woche vom 25. 02. bis 03. 03. 2009
Do 25.2. - Mi 3.3. um 21.30 Uhr Großer Saal
Nord
78 min.
Norwegen 2009 Regie: Rune Denstad Langlo
„Nord“ erzählt von einem depressiven Ex-Skisportler und seiner, durch verschneite und einsame norwegische Landstriche führenden Reise. Ein bisschen im Stil von David Lynchs „Straight Story“, ein wenig auch in der Tradition von Bent Hamers lakonischen Filmen wie „Kitchen Stories“ und „O’Horten“, überzeugt das Spielfilmdebüt voll und ganz. Ein absurdes, schneeblindes Roadmovie voll skurriler Situationskomik und ein wunderbares Antidepressivum auf Eis.- Für einen brummeligen Faulpelz mit einer Vorliebe fürs Rauchen, Trinken und Schlafen ändern sich die Dinge mit einem Schlag. Von einem Freund erfährt Jomar, seit mittlerweile vier Jahren Vater zu sein. Als seine Skihütte aus Unachtsamkeit abbrennt, nimmt er dies als Zeichen und macht sich auf den über 1000 Kilometer langen Weg zu seinem Sohn nach Norden. So macht er sich mit seinem Schneemobil auf einen abenteuerlichen Weg durch fast menschenleere Gebiete und trift auf ziemlich skurrile Gestalten
Fr 26.2. - Sa 27.2. um 16.30 Uhr Großer Saal
So 27.2 um 16.30 Uhr Kleiner Saal
Der Fuchs und das Mädchen
92 min.
Frankreich 2007 Regie: Luc Jacquet
Kinderkino
Unter goldenen Sonnenstrahlen hüpft eine sommersprossige Zehnjährige mit fuchsrotem Haarschnecken durch die große weite Bergwelt. Ganz allein mit ihrem Rad fühlt sich die Kleine hier offenbar zuhause. Ein Rascheln lässt sie aufhorchen, dann taucht das hübsche Profil eines kleinen Fuchses aus dem hohen Gras. Das Mädchen ist schier verzaubert. Fortan sucht sie auf ihren Wegen zur Schule den Fuchs.- In dem prachtvoll bebilderten, märchenhaften Kinderabenteuer spielt die üppige Flora und Fauna eine tragende Rolle
Do 25.2. - So 28.2. um 19.00 Uhr Großer Saal
Die Schachspielerin
97 min.
Frankreich/ D 2008 Regie: Caroline Bottaro
Mit viel Feingefühl schafft es Regisseurin Caroline Bottaro in ihrem Regiedebüt eine einfache Frau unter der mediterranen Sonne in eine moderne Heldin zu verwandeln. Die Profilstudie eines Frauenlebens nach dem erfolgreichen Roman von Bertina Henrich. Nicht zuletzt durch die Ikone des französischen Kinos Sandrine Bonnaire in der Hauptrolle avanciert diese Kleine Rochade des Lebens zum Kinovergnügen.- Dass seine Putzfrau Schach spielen will und er sie auch noch unterrichten soll geht dem verschrobenen Arzt Dr. Kröger nicht in den Kopf. Doch längst ist die Mutter einer 15jährigen Tochter der Magie des Königspiels verfallen. Nächtelang übt sie heimlich allein in ihrer kleinen Küche am Schachcomputer. Ihr monotoner Berufs- und Ehealltag in einem Dorf auf Korsika beginnt sich langsam zu verändern. Darsteller: Kevin Kline, Sandrine Bonnaire, Valerie Lagrange, Francis Renaud, Alexandra Gentil, Jennifer Beals
Do 25.2. - So 28.2. um 20.00 Uhr Kleiner Saal
Buddha's Lost Children
96 min.
Niederlande 2006 Regie: Mark Verkerk
Der besondere Film
Im Herzen des Goldenen Dreiecks zwischen Thailand und Myanmar, einer unzugänglichen, von Armut geprägten Bergregion ist der buddhistische Mönch Phra Khru Bah eine Berühmtheit. Im „Tempel des Goldenen Pferdes“ nimmt der ehemalige Thai-Boxer verlassene Kinder auf, die von skrupellosen Rauschgifthändlern zum Drogenschmuggel missbraucht wurden und die Verfolgung durch die Junta in Myanmar überlebt haben. Phra Khru Bahs einzige Waffen im
Kampf gegen die Drogenmafia sind dabei sein Charisma, sein Glaube und der Kampfsport. Durch sein Mitgefühl, Meditation und Martial-Arts-Übungen finden die Novizen im Alter von sieben bis sechzehn neuen Halt und werden zu selbstsicheren und tatkräftigen Menschen. In überwältigenden, zugleich einfühlsamen Bildern ist BUDDHA'S LOST CHILDREN das intime Porträt einer ungewöhnlichen Tempelgemeinschaft und eine Reise in eine verborgene Welt.
So 28.2. um 17.00 Uhr Großer Saal
Reisebeschreibung-Hurtigruten
90 min.
D 2009
Die Seeverbindung von Bergen im Süden des Landes nach Kirkenes im Norden. Auf ihrer Reise legen die komfortablen Schiffe der „Hurtigruten“ in Städten an, die viele Facetten Norwegens widerspiegeln und skandinavische Geschichte geschrieben haben: Trondheim und Tromsø; Nordkap; Geirangerfjord; Svartisen-Gletscher und der Saltstraumen; Gipfelpanorama der Lofoten- Inselgruppe mit ihrem Zentrum Vesterålen.
Mo 1.3. - Mi 3.3. um 20.00 Uhr Kleiner Saal
Tulpan
100 min.
O.m.dt.U.
D/CH/KAZ/RUS 2008 Regie: Sergey Dvortsevoy
Der besondere Film
Während überall von Globalisierung und Urbanisierung die Rede ist, führt diese im Herzen Asiens angesiedelte, preisgekrönte Wüstenkömödie vor, wie ein Bauernleben auf dem Mars aussehen könnte. Die faszinierenden Bilder beweisen, dass Kino ein Fenster in neue Welten aufstoßen kann. - Bis zu allen Horizonten nur Sand. Anfangs wirbelt eine gewaltige Kamelherde Staub auf. Kühe, Schafe, Pferde, Hunde, Esel kommen dazu. Dann erst tauchen ein paar Menschen im Rundzelt auf, vertieft in Heiratsverhandlungen. Der aus dem Dienst entlassene Matrose Asa sucht eine Frau für den Traum vom Paradies in der Steppe: Eine Jurte mit Strom, Wassertank und Schafsherde. Weit und breit steht nur ein Mädchen zur Auswahl: Tulip, die Tochter grimmiger Nachbarn. Doch weder Asas Brautwerbegeschenk aus einem Kristallüster und zehn Schafen noch seine Erzählungen von Riesenkraken und uniformierten Seepferdchen fruchten. Denn: Tulip findet Asas Ohren zu sehr abstehend!
Mo 1.3. - Mi 3.3. um 18.30 Uhr Großer Saal
Wo die wilden Kerle wohnen
101 min.
USA 2009 Regie: Spike Jonze
Was 1963 als kleines Kinderbuch begann, entwickelte sich schnell zum Generationenübergreifenden Kult. „Wo die wilden Kerle wohnen“ von Maurice Sendak, ist eines der erfolgreichsten Kinderbücher aller Zeiten, wurde als Oper adaptiert und inspirierte zahlreiche Nachahmer. Aus den kaum mehr als 300 Wörtern von Sendaks Kinderbuch, macht Spike Jonze weniger einen Film für Kinder, als einen Film über die Vorstellung einer bestimmten Sorte Erwachsener von Kindheit. Eine interessante Mischung aus Hollywood-Großproduktion und fast experimentell gedrehtem Autorenfilm.“ - Der kleine junge Max ist wütend und träumt sich eine urwaldartige Welt, in der wilde, aber doch liebe Kerle hausen, deren König er wird. Am Ende jedoch kehrt er in sein Zimmer zurück, wo sein heißes Essen auf ihn wartet.
Woche vom 04. 03. bis 10. 03. 2009
Fr 5.3. - So 7.3. um 16.30 Uhr Großer Saal
Küss den Frosch
97 min.
USA 2009 Regie:John Musker
Kinderkino
Prinz Naveen aus dem Land Maldonien wird vom bösen Dr. Facilier in einen Frosch verwandelt. Der Frosch bittet das Mädchen Tiana ihn zu küssen, um den Zauber zu brechen. Der Kuss löst den Bann jedoch nicht und verwandelt Tiana ebenfalls in einen Frosch. Mit der Erwartung, dass sie sie zurückverwandeln kann, suchen sie die Voodoo-Priesterin Mama Odie in den Bayous auf. Dazu machen sie sich auf eine abenteuerliche Reise, auf der sie sich mit einem Trompete spielenden Alligator namens Louis und dem romantischen Cajun-Glühwürmchen Ray anfreunden. Disney-Spaß für Groß und Klein.
Do 4.3. - So 7.3. um 19.00 Uhr und
Mo 8.3. - Mi 10.3. um 18.30 Uhr Großer Saal
Nanga Parbat
104 min.
D 2009 Regie: Joseph Vilsmaier
„Schicksalsberg der Deutschen“ wird der Nanga Parbat, mit 8125 Metern der neunthöchste Gipfel der Erde, mitunter auch genannt. Die Bergsteigerlegende Reinhold Messner hat hier 1970 bei einer Expedition seinen Bruder Günther verloren. Joseph Vilsmaier („Comedian Harmonists“, „Schlafes Bruder“) erzählt nun die dramatischen Momente der Tragödie in einem sehenswerten und spannenden Drama nach. Schon in den ersten Szenen steckt Joseph Vilsmaier die Bandbreite dieses Bergsteigerabenteuers ab: der Kindheits- und Jugendtraum, das Abenteuer als solches und der Konflikt zwischen Reinhold Messner und dem Expeditionsleiter Karl Maria Herrligkoffer, der die Tragödie dazwischen bereits erahnen lässt. Nicht zu vergessen die Schuldfrage am Tod von Messners verunglücktem Bruder.- Darsteller: Florian Stetter, Andreas Tobias, Karl Markovics, Jule Ronstedt
Do 4.3. - So 7.3. um 21.30 Uhr Großer Saal
Die Affäre
85 min.
Frankreich 2009 Regie: Catherine Corsini
Das Portrait einer radikal entschlossenen Frau, die sich in der zweiten Hälfte ihres Lebens keinen gesellschaftlichen Konventionen mehr beugt. Konsequent arbeitet die Regisseurin die sinnlich-erotischen Aspekte ihrer klassischen „Amour fou“- Geschichte heraus und beschreibt intensiv das Begehren, die Lust und die Schmerzen dieses emotionalen Ausbruchs. Vor allem ihre Hauptdarstellerin Kristin Scott Thomas, einer der besten Schauspielerinnen unserer Zeit, überzeugt durch ihr authentisch-verletzliches leidenschaftliches Spiel. Als verheiratete Frau und Mutter zweier fast erwachsener Kinder lebt sie eine chancenlose, unvernünftige, rauschhafte Liebe, maßlos, unkontrollierbar. Rückhaltlos opfert sie ihrer Liebe alles, ihren Status, ihre Privilegien, ihre ganze wohlsituierte bürgerliche Existenz. - Darsteller: Kristin Scott Thomas, Sergi López, Yvan Attal
Do 4.3. - So 7.3. um 20.00 Uhr Kleiner Saal
Bright Star - Meine Liebe. Ewig
120 min.
Großbritannien / Frankreich / USA 2009 Regie: Jane Campion
Mit ihrem elegischen Kostümdrama gelingt Oscarpreisträgerin Jane Campion eine betörende Ode an die romantische Liebe. Ihr sensibles Kinogedicht in poetischen Bildern elektrisiert durch die heftige Intimität der bewegend tiefen Liebesgeschichte zwischen dem englischen Dichter John Keats und der phantasievollen Modistin Fanny Brawne im England Anfang des 19. Jahrhunderts. Die durch einen innigen Briefwechsel sowie zahlreichen einzigartigen Gedichten dokumentierte tragische Romanze der beiden, wird nicht zuletzt durch die beeindruckende Präsenz der Hauptdarstellerin Abbie Cornish getragen. Darsteller: Ben Whishaw, Abbie Cornish, Paul Schneider, Kerry Fox
Mo 8.3. - Mi 10.3. um 20.00 Uhr Kleiner Saal
Ruhen in der Zeit- Das Kloster Waldsassen
88 min.
D 2009 Regie: Eberhard Görner
Der besondere Film
Im Herzen Europas haben vor fast 900 Jahren Zisterzienser-Mönche das Kloster Waldsassen errichtet. Das Kloster, eines der schönsten Barockklöster Deutschlands, liegt an der Grenze zu Böhmen und hält enge Verbindungen zu seinem Tochterkloster Osek in Tschechien. Von September 2007 bis September 2008 konnte der Alltag dieser beeindruckenden Abtei dokumentiert werden. In unserer unruhigen Zeit will dieser Film von Lebensalternativen erzählen: Glauben macht Freude und vermittelt Werte!
Mo 8.3. - Mi 10.3. um 21.00 Uhr Großer Saal
Gigante
84 min.
Uruguay 2008 Regie: Adrian Biniez
Schwer und etwas unbeholfen wirkt Jara, Wachmann in einem Supermarkt. Auf den Monitoren der Überwachungskameras verfolgt er das Geschehen im Supermarkt, sieht Kunden und Angestellte, die nicht ahnen, dass sie fortwährend beobachtet werden. Selbst als er die neue Putzfrau Julia sieht und sich sofort in sie verguckt, kann er nicht aus seiner Haut. Was ihm bleibt sind die Monitore, die ihn in eine Gott-gleiche Position versetzen. Wenn er sieht, dass Julia von einem Kollegen dumm angemacht wird, drückt er den Feueralarm. Bald verfolgt Jara Julia auch nach Dienstschluss, agiert als eine Art Schutzengel. Dass es schließlich doch zu einer Eskalation der Ereignisse kommt, ist unausweichlich. -Ein zärtlicher, amüsanter Liebesfilm, mit wunderbar trockenem Humor und ohne große Worte, auf der Berlinale unter anderem mit dem Großen Preis der Jury bedacht.
Woche vom 11. 03. bis 17. 03. 2009
Fr 12.3. - So 14.3. um 16.30 Uhr Großer Saal
Küss den Frosch
97 min.
USA 2009 Regie:John Musker
Kinderkino
Prinz Naveen aus dem Land Maldonien wird vom bösen Dr. Facilier in einen Frosch verwandelt. Der Frosch bittet das Mädchen Tiana ihn zu küssen, um den Zauber zu brechen. Der Kuss löst den Bann jedoch nicht und verwandelt Tiana ebenfalls in einen Frosch. Mit der Erwartung, dass sie sie zurückverwandeln kann, suchen sie die Voodoo-Priesterin Mama Odie auf. Dazu machen sie sich auf eine abenteuerliche Reise, auf der sie sich mit einem Trompete spielenden Alligator namens Louis und dem romantischen Cajun-Glühwürmchen Ray anfreunden. Disney-Spaß für Groß und Klein.
Do 11.3. - So 14.3. um 19.00 Uhr und
Mo 15.3. - Mi 17.3. um 18.30 Uhr Großer Saal
Dinosaurier- Gegen uns seht ihr alt aus
105 min.
D 2009 Regie: Leander Haußmann
Faustdick haben sie es hinter den Ohren, die Senioren in Leander Haußmanns neuer Komödie. Mit einer Riege altbekannter deutscher Komiker wie Nadja Tiller, Walter Giller, Ralf Wolter und als Hauptdarstellerin Eva-Maria Hagen hat er Bernhard Sinkels preisgekrönten Film „Lina Braake“ aus dem Jahr 1974 neu inszeniert. Ganz um altersgebrechliche Klischees kommt das einer profitgierigen Investorengruppe ein Schnippchen schlagende Schelmenstück nicht herum. Der Eigentümerin eines mit noch ein paar wenigen Hypotheken belasteten Häuschens wird selbiges von Daniel Brühl als Karrierebanker nach einem Beratungsverwirrspiel abgeluchst. Eine Kritik am oft undurchsichtigen Vertragswesen von Banken ist da offensichtlich. Nicht das Wohl des Kunden steht im Vordergrund, sondern das der Geldinstitute. An diesem Verhalten rächt sich die „Dinosaurier“ nun.
Do 11.3. - So 14.3. um 21.30 Uhr und
Mo 15.3. - Mi 17.3. um 21.00 Uhr Großer Saal
Friendship
110 min.
D 2009 Regie: Markus Goller
Deutschland im Jahre 1989: Die Berliner wird brüchig. Für Veit, der in der DDR aufgewachsen ist, bietet sich nun endlich die Chance,mit einem Freund seinen Vater besuchen. Der ist vor Jahren in die Vereinigten Staaten ausgewandert. Das Geld reicht nur für einen Flug. Ausgestattet mit einem fast unerschütterlichen Optimismus und einer guten Portion jugendlichem Leichtsinn entschließen sich beide für die Anhalter-Variante. Dass sie kaum ein Wort Englisch verstehen, schreckt die kontaktfreudigen DDRler nicht weiter ab. Auf ihrer Reise quer durch die USA werden sie ohne es zu merken plötzlich zu gesamtdeutschen Botschaftern, die den verdutzten Amis erklären müssen, dass es vierzig Jahre lang tatsächlich zwei deutsche Staaten gab. Darsteller: Friedrich Mücke, Matthias Schweighöfer, Alicja Bachleda, Todd Stashwick, Chris Browning Ein Feel-Good-Movie mit nostalgischer Einfärbung und ernsten Untertönen.
Do 11.3. - So 14.3. um 20.00 Uhr Kleiner Saal
Helen
136 min.
D / USA 2008 Regie: Sandra Nettelbeck
Wunschfilm
Sandra Nettelbeck („Bella Martha“) wagt sich in ihrem neuen Film an ein bis heute aktuelles gesellschaftliches Tabu. Depressionen sind wie die meisten psychischen Krankheiten noch immer etwas, über das man nur selten wirklich offen spricht. In „Helen“ erliegt die Protagonistin, eine angesehene Musik-Professorin, schweren Depressionen, die sie brutal aus ihrem sorgsam aufgebauten Familien-Idyll entreißen. Ohne Vorwarnung wird Helen der Boden unter den Füßen weggezogen. Auf einmal fühlt sie sich unsicher, antriebslos und schwach. Eine zunächst unerklärliche Traurigkeit erfasst ihre Seele, die dazu führt, dass das Leben für sie jeglichen Sinn verliert. Nettelbecks Film zeichnet den Krankheitsverlauf mit viel Sensibilität und ohne Rückgriff auf melodramatische Klischees nach. Das ist bisweilen schwere Kost, aber nicht zuletzt dank der Hauptdarstellerin Ashley Judds couragierter Leistung immer sehenswert.
Mo 15.3. - Mi 17.3. um 20.00 Uhr Kleiner Saal
Eine Perle Ewigkeit
94 min.
Oscarnominierung
Spanien, Peru 2009 Regie: Claudia Llosa
Tipp
Die märchenhafte Tragikomödie von Claudia Llosa, erhielt auf der letzten Berlinale den Goldenen Bären. Der leise, poetische Ton der Geschichte in Verbindung mit einer ausdrucksstarken Bildsprache machen den Reiz dieser an Symbolen reichen Produktion aus.- Als ihre Mutter stirbt, ist Fausta gezwungen, die Geborgenheit ihrer Hütte in einem Vorort von Lima zu verlassen. Um der Mutter ein würdevolles Begräbnis zu ermöglichen, muss die öffentlichkeitsscheue Fausta Geld verdienen. Sie kommt als Hausangestellte bei einer reichen und berühmten Pianistin in der Hauptstadt unter. Diese hört Fausta eines Tages zufällig alte, indianische Volkslieder singen und bittet sie daraufhin, sie ihr persönlich vorzusingen. Für jeden Vortrag verspricht sie ihr eine Perle einer gerissenen Halskette. - Leichthändig erzählt Llosa von den Sagen und Mythen ihres Landes und von dessen gewalttätiger Geschichte, die seine Bewohner bis heute prägt. Ein Film von großer Zartheit... DER SPIEGEL
Woche vom 18. 03. bis 24. 03. 2009
Fr 19.3. - So 21.3. um 16.30 Uhr Großer Saal
Das Geheimnis der Flamingos
75 min.
USA / Großbritannien 2008 Regie: Matthew Aeberhard, Leander Ward
Kinderkino
Der Tierfilm boomt. Diesmal sind es riesige Schwärme von Flamingos, die im Mittelpunkt einer visuell umwerfenden Dokumentation stehen. Die amerikanischen Dokumentarfilmer Matthew Aeberhard und Leander Ward verbrachten Monate in Afrika und brachten atemberaubende Bilder zurück, die in typischer Disney-Manier mit bombastischer Musik und kindgerechter Aufbereitung zu einem beeindruckenden Film verarbeitet wurden.
Do 18.3. - So 21.3. um 19.00 Uhr und
Mo 22.3. - Mi 24.3. um 18.30 Uhr Großer Saal
Ein russischer Sommer
112 min.
D / Russland 2009 Regie: Michael Hoffman
Tipp
Pünktlich zum 100. Todesjahr von Leonid Tolstoi kommt ein Biopic in unsere Kinos, das vom letzten Sommer des russischen Dichters auf seinem Landgut ‚Jasnaja Poljana‘ bei Tula erzählt und den tragischen Konflikt zwischen Tolstois bedingungsloser Liebe zu seiner Frau Sofia und seinen nicht minder bedingungslosen Prinzipien bezüglich der Regelung seines Nachlasses thematisiert.-Grandios spielt Helen Mirren die 'Gräfin' als kluge, emotionale Frau, die verzweifelt um ihre Ehe kämpft... "Ein russischer Sommer" ist großes Schauspielerkino, sehr bewegend, authentisch und sehenswert./ZDF Heute Journal - Darsteller: Christopher Plummer, Helen Mirren, James McAvoy, Paul Giamatti, Anne-Marie Duff u.a.
Do 18.3. - So 21.3. um 21.30 Uhr und
Mo 22.3. - Mi 24.3. um 21.00 Uhr Großer Saal
Mensch Kotschie
98 min.
D 2009 Regie:Norbert Baumgarten
Männer stecken ja bekanntlich häufiger mal in der Krise! Besonders wenn sie sich der Lebensmitte nähern. Der Regisseur Norbert Baumgarten begleitet seinen Protagonisten in der Tragikomödie „Mensch, Kotschie“ durch einen Alltag, der in seiner Banalität geradezu surreale Züge annimmt. Zumindest in den Augen Kotschies, der plötzlich aus seiner Stellung mitten im Leben heraustritt und zum verdutzten Beobachter wird. Diesen staunenden bis verständnislosen Blick auf die Welt setzt der Film in ausdrucksstarke Bilder um, die für sich sprechen. -Als Architekt hat Jürgen Kotschie seine Projekte stets auf ein solides Fundament gestellt: Als sein 50. Geburtstag naht, hat er ein Haus gebaut, seine Frau geehelicht und ein Kind in die Welt gesetzt. Nur einen Baum hat er nicht gepflanzt. Er hat viel erreicht in seinem Leben, wie ihm die Kollegen bei der Geburtstagsfeier versichern - doch all das scheint Kotschie selbst plötzlich hochgradig suspekt. Geplagt von Schlaflosigkeit und Konfusion gleiten ihm berufliche Projekte und familiäre Konstellationen zunehmend aus den Händen.

Do 18.3. - So 21.3. um 20.00 Uhr Kleiner Saal
Das Orangenmädchen
84 min.
D/Norwegen/Spanien 2009 Regie: Eva Dahr
Naheliegend, dass in einem „Das Orangenmädchen“ betitelten Film Apfelsinen und Orangetöne eine wichtige Rolle spielen. Als optischer wie poetischer Baustein und Symbol für die Lust am Leben ebenso wie für Sinnlichkeit spielt die leuchtende Farbe in dieser auf Jostein Gaarders gleichnamigem Buch basierenden Verfilmung über zwei parallel erzählte Liebesgeschichten eine wichtige Rolle.-Die zufälligen Begegnung des Studenten Jan Olav und der aufgrund ihres orangeroten Mantels sowie einer Tüte Apfelsinen auf dem Arm Orangenmädchen genannten jungen Frau in einer Straßenbahn. Der Junge verliebt sich, doch just im Moment, wo er glaubt, ihr näher zu kommen, verabschiedet sie sich ohne große Erklärungen, dafür mit der Bitte, er möge sechs Monate auf ihre Rückkehr warten.
Mo 22.3. - Mi 24.3. um 19.00 Uhr Kleiner Saal
Oscar Niemeyer- Das Leben ist ein Hauch
85 min.
Brasilien 2007 Regie: Fabiano Maciel
Der besondere Film
Oscar Niemeyer ist der letzte noch lebende Vertreter der klassischen Architektur-Moderne des letzten Jahrhunderts. Entstanden 2007 zu seinem 100. Geburtstag lässt der Dokumentarfilm den Stararchitekten selbst die Geschichte seiner großen Bauprojekte erzählen. In der modernen Architektur hat Oscar Niemeyer revolutionäre Veränderungen initiiert - seine Erweiterungen der Baupraxis u.a. durch die Verwendung von Stahlbeton sind legendär. Außerdem ist der Architekt auch mit über hundert Jahren immer noch eine der wichtigsten intellektuellen Stimmen seines Landes. Der in über zehnjähriger Arbeit entstandene Dokumentarfilm besucht die verschiedenen Stationen der Karriere von Oscar Niemeyer, folgt der Spur seiner Bauwerke von Rio über São Paulo, Paris, bis nach New York. Und er besucht natürlich auch die brasilianische Hauptstadt Brasília, die nach Niemeyers Plänen zwischen 1956 und 1960 im bis dahin kaum erschlossenen brasilianischen Hinterland entstand.
Woche vom 25. 03. bis 31. 03. 2009
Fr 26.3. - So 28.3. um 16.30 Uhr Großer Saal
Alvin und die Chipmunks 2
88 min.
USA 2009
Kinderkino
Alvin und seine Freunde - die Chipmunks - sind zurück! Mehr Streifen – mehr Musik – mehr Spaß für die ganze Familie. Mittlerweile leben Alvin, Theodore und Simon zusammen mit Dave (Jason Lee) bei dessen Cousin Toby, der total cool ist. Und wie alle Kids müssen natürlich auch die Chipmunks zur Schule gehen. Dort warten auf die drei Rockstars ganz neue Herausforderungen wie z.B. Gruppendruck, Sport und natürlich Mädchen!
Do 25.3. - So 28.3. um 18.30 Uhr und
Mo 29.3. - Mi 31.3. um 21.00 Uhr Großer Saal
Das weiße Band
145 min.
Oscarnominierung
D / Österreich / Frankreich 2009 Regie: Michael Haneke
Tipp
Er gehört zu den ganz Großen, zu den verlässlich Rigorosen des europäischen Autorenfilms. Mit neun seiner zehn Kinoproduktionen ging Michael Haneke nach Cannes, sechsmal war er im Wettbewerb – und nun gelang dem Österreicher der Coup: Goldene Palme für „Das weiße Band“. Erzählt wird von seltsamen Ereignissen in einem Dorf, kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Ein Mikrokosmos aus subtiler Gewalt und ständiger Schuld. Kinder als unschuldige Opfer, (v)erzogen zu späteren Tätern. Darsteller: Christian Friedel, Ulrich Tukur, Burghart Klaußner, Josef Bierbichler, Detlev Buck - Michael Hanekes Parabel über die Ursachen des Faschismus ist ein Meilenstein der Filmgeschichte./ Cinema
Do 25.3. - So 28.3. um 21.30 Uhr Großer Saal
Mo 29.3. - Mi 31.3. um 20.00 Uhr Kleiner Saal
Plastic Planet
99 min.
D / Österreich 2009 Regie: Werner Boote
Regisseur Werner Boote hat jahrelang an diesem verdienstvollen Film gearbeitet. Es geht um Plastik, um Kunststoff, ein Material, das die ganze Welt beherrscht. Der Planet ist überschwemmt davon. Dafür bereiste er die ganze Welt, besonders Orte mit hohen Produktions- oder Müllkonzentrationen. Er wurde von der Plastik-Industrie oft abgewiesen, sprach dafür mit zahlreichen Wissenschaftlern und Forschern. Und was dabei ans Tageslicht kam, ist erschreckend. Was immer in Lebensmitteln enthalten ist, muss inzwischen angegeben werden. Doch was befindet sich in den Kunststoffverpackungen? Niemand weiß es, und die erzeugende Industrie denkt gar nicht daran, es öffentlich zu machen. All das wird in diesem Film drastisch vor Augen geführt. Boote weiß und sagt natürlich auch, dass das „Plastikzeitalter“ unendliche Vorteile in sich birgt – Eines aber ist sicher: Wir sollten umdenken.
Do 25.3. - So 28.3. um 20.00 Uhr Kleiner Saal
Ein Sommer in New York
104 min.
USA 2007 Regie: Tom McCarthy
Ein verwitweter Universitätsprofessor, der seit Jahren denselben Kurs hält und längst auf Autopilot lebt. Er ist ein durchschnittlicher Mensch, an seiner Umgebung, den Nöten anderer Personen desinteressiert. Dann muss er für einen Vortrag nach New York fahren und alles ändert sich. In seinem kaum genutzten Appartement findet er zwei Einwanderer vor. Tarek aus Syrien und seine Freundin Zainab aus dem Senegal. Erst setzt Walter das Pärchen vor die Tür, dann erwacht die Menschlichkeit in ihm. Er bietet dem Paar das Gästezimmer an, geht seinen Erledigungen nach und beginnt, den Fremden näher zu kommen. Mit ihnen muß er aber erleben, wie sich New York, wie sich Amerika verändert hat, wie die Anschläge vom 11. September die Angst vor dem vermeintlich Fremden geschürt hat, Gesetze restriktiver, Behörden noch bürokratischer geworden sind. - Darsteller: Richard Jenkins, Haaz Sleiman, Danai Jekesai Gurira
Mo 29.3. - Mi 31.3. um 19.00 Uhr Großer Saal
Auf der anderen Seite des Bettes
93 min.
Frankreich 2008 Regie: Pascale Pouzadoux
Um ihre Ehe zu retten, tauschen Ariane und Hugo die Rollen: Sie übernimmt die Leitung seiner Firma, er schmeißt den Haushalt. Mit neuen, frischen Ideen geht sie das Geschäft an und nimmt sich – ganz der Mann – einen Geliebten. Hugo hingegen entdeckt seine „weibliche“ Seite. Was in diesem Fall ein Faible für Pastelltöne und das charmante Anpreisen der Schmuck-Kollektion bedeutet. Sowohl Ariane als auch Hugo entdecken sehr schnell, dass sie die Rolle ihres Ehepartners unterschätzt hatten, leben sich auseinander, bevor sie wieder zueinander finden. - Eine leichte Komödie mit amüsanten Verwicklungen,in den Hauptrollen Sophie Marceau und Dany Boon ("Willkommen bei den Sch'tis").