KINOPLAN für Monat September 2010
Woche vom 26. 08. bis 01. 09. 2010
Do 26.8. - So 29.8. um 19.00 Uhr und
Mo 30.8. - Mi 1.9. um 21.30 Uhr Großer Saal
The Doors: When You’re Strange
90 min.
USA 2010 Regie: Tom DiCillo
Die erste Kino-Doku über die legendäre Band aus Los Angeles ist vor allem ein Film für Fans, die sich an allerhand Archivmaterial satt sehen können. Im Mittelpunkt steht natürlich Sänger Jim Morrison, den Regisseur Tom DiCillo zum größten und geheimnisvollen Star der ausklingenden 60er hochjubelt. Zu sehen, wie Jim Morrison bei einem Miami-Konzert im LSD-Rausch von der Polizei abgeführt wird (angeblich, weil er auf der Bühne sein Geschlechtsteil präsentiert hat) inklusive dem Aufbegehren der Zuschauer, ist mehr als erstaunlich. Als heutiger Konzertgänger und Zeuge routinierter 90-minütiger Rockshows, bekommt man eine ziemlich genaue Vorstellung davon, welch radikales Potenzial doch Rock-Konzerte einst hatten, wo Hippies und Beatniks zu gleichen Teilen von freier Liebe sangen und sich mit ähnlichem Engagement den knüppelnden Gesetzeshütern stellten. In der Originalversion ist Johnny Depp als Erzähler zu hören.
Do 26.8. - So 29.8. um 20.00 Uhr Kleiner Saal
Mr. Nobody
138 min.
Frankreich/ Kanada/ Belgien 2009 Regie: Jaco van Dormael
Die Lebens-Erinnerungen von Nemo Nobody, dem letzten Sterblichen der Erde im Jahre 2092, führen in ein faszinierendes Labyrinth aus Liebes-Möglichkeiten und Enttäuschungen. Nach „Toto der Held“ (1991) und „Am achten Tag“ (1996) präsentiert der Belgier Jaco van Dormael wieder einen sensationellen Film.- Alle Menschen sind unsterblich im Jahr 2092. Mit Ausnahme eines 118 Jahre alten Mannes, dem letzten Sterblichen der Erde. Die ganze Welt will wissen, wie das Leben, wie die Vergangenheit dieses Mr. Nobody war. Darauf hat der Nemo genannte nur einen Scherz als Antwort: „Die meiste Zeit ist nichts passiert - wie in einem französischen Film.“ Doch die Ärzte lassen nicht nach und versetzen den Greis unter Hypnose, damit er sich erinnere. Im Alter von acht Jahren begegnet Nemo drei Mädchen, die er später heiraten und gänzlich verschiedene Leben mit ihnen führen könnte. Damit beginnt ein Weg voller Entscheidungen. Mit: Jared Leto, Diane Kruger, Sarah Polley, Rhys Ifans

Do 26.8. - So 29.8. um 21.30 Uhr Großer Saal
The Doors
140 min.
KULTFILM
USA 1990 Regie: Oliver Stone
Das Porträt der Kultband der 60er Jahre mit ihrem Leadsänger Jim Morrison, der zum Idol einer Jugend wurde. Selten wurde eine so grandiose Einheit zwischen Musik, Darstellern und Bildumsetzung geschaffen. Darsteller : Val Kilmer, Meg Ryan u.a.- Nach langer Zeit wieder bei uns im Kino - zur Doku „The Doors: When You’re Strange“.
Mo 30.8. - Mi 1.9. um 18.00 Uhr Großer Saal
Das weiße Band
145 min.
Wunschfilm
D / Österreich / Frankreich 2009 Regie: Michael Haneke
Er gehört zu den ganz Großen, zu den verlässlich Rigorosen des europäischen Autorenfilms. Mit neun seiner zehn Kinoproduktionen ging Michael Haneke nach Cannes, sechsmal war er im Wettbewerb – und nun gelang dem Österreicher der Coup: Goldene Palme für „Das weiße Band“. Erzählt wird von seltsamen Ereignissen in einem Dorf, kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Ein Mikrokosmos aus subtiler Gewalt und ständiger Schuld. Kinder als unschuldige Opfer, (v)erzogen zu späteren Tätern. Darsteller: Christian Friedel, Ulrich Tukur, Burghart Klaußner, Josef Bierbichler, Detlev Buck - Michael Hanekes Parabel über die Ursachen des Faschismus ist ein Meilenstein der Filmgeschichte./ Cinema
Woche vom 02. 09. bis 08. 09. 2010
Do 2.9. - Mi 8.9. um 19.00 Uhr Großer Saal
Die Friseuse
108 min.
Wunschfilm
D 2009 Regie: Doris Dörrie
Eine bestens unterhaltende Komödie mit schlagfertigen Dialogwitz und einer überzeugenden Inszenierung.- Eine übergewichtige Berliner Friseuse kämpft mit Schneid, guter Laune und einem Hauch krimineller Energie um ihre Existenzsicherung in einer Gesellschaft, die sich schwer damit tut, sie in ihrer Außergewöhnlichkeit anzuerkennen. - Darsteller: Gabriela Maria Schmeide, Rolf Zacher, Maren Kroymann, Matthias Freihof, Pierre Sanoussi-Bliss
Do 2.9. - So 5.9. um 21.30 Uhr Großer Saal
Repo Men
111 min.
USA 2010 Regie: Miguel Sapochnik
Science-Fiction-Thriller in dem es darum geht Menschen ihre Organe rauszuschneiden, um damit ein Geschäft zu machen. Schließlich haben die Opfer ihre Raten nicht rechtzeitig überwiesen, wofür sie im Namen des Kapitalismus eben mit einer Niere oder einem Herzen zu bezahlen haben. Diese zynische Gleichung mutet wie der perfekte Kommentar zur aktuellen Wirtschaftskrise an, doch der Film zeigt wenig Interesse an der satirischen Seite des Stoffes und stürzt sich stattdessen –für den einen mehr oder den anderen weniger- in eine Metzelszene nach der anderen. Nichts für schwache Nerven.
Do 2.9. - So 5.9. um 20.00 Uhr Kleiner Saal
Women without men
95 min.
D/ Frankreich 2009 Regie: Shirin Neshat
Vor dem Hintergrund des von westlichen Geheimdiensten unterstützten Staatsstreichs im Iran 1953 spielt sich das Schicksal von vier Frauen ab, die auf verschiedene Weise von der Gesellschaft unterdrückt werden. Ein ambitionierter Film, ausgezeichnet mit dem Silbernen Löwen für die beste Regie! - Die Faszination des Films entsteht aus der Ruhe, mit der die Regisseurin Gesichts- und Wüstenlandschaften ausleuchtet; mit der sie selbst Straßenschlachten so wunderschön arrangiert, als seien ihre Helden alle Schlafwandler, die auf vorgezeichneten Bahnen ihrer Wege ziehen./ Der Spiegel
Mo 6.9. - Mi 8.9. um 21.30 Uhr Großer Saal
The Messenger
105 min.
USA 2009 Regie: Oren Moverman
Ein hervorragend gespielter Film, der eindringlich die seelischen Schäden und das Bild einer Identitätskrise schildert, in die der „Krieg gegen den Terror“ die USA gestürzt hat. - Ein Soldat ( Woody Harrelson) muß die letzten Tage seiner Dienstzeit während des Irak-Krieges an der „Heimatfront“ ableisten und einen Vorgesetzten bei der Überbringung von Todesnachrichten an Hinterbliebene begleiten. Eine schmerzhaft intensive Auseinandersetzung mit den Kollateralschäden des Krieges sowie das überzeugende Psychogramm zweier Soldaten, die auch jenseits des Krisengebiets nicht zur friedlichen Normalität zurückfinden.
Woche vom 09. 09. bis 15. 09. 2010
Do 9.9. - So 12.9 um 18.30 Uhr Großer Saal
Der fantastische Mr. Fox
87 min.
USA 2009 Regie: Wes Anderson
Animationskino der besonderen Art: Wes Andersons Fabel ist die analoge Antwort auf die digitalen Wunderwerke aus dem Hause Pixar. Basierend auf Roald Dahls gleichnamigem Kinderbuch visualisiert er die sonderbare Welt einer Fuchsfamilie, die vor drei wild gewordenen Bauern fliehen muss. Eine liebevolle Abenteuergeschichte, an der man sich wahrhaft berauschen kann. - Ein Trickfilm von 90 Minuten Länge: randvoll mit verspielten Details, parodistischen Schnörkeln, randvoll mit Frechheit und Phantasie. / DER SPIEGEL
Do 9.9. - So 12.9 um 20.30 Uhr und
Mo 13.9. - Mi 15.9. um 19.00 Uhr Großer Saal
Mahler auf der Couch
101 min.
D 2010 Regie: Percy Adlon, Felix Adlon
Tipp
Im Jahr 1910 begegneten sich der Komponist Gustav Mahler und der Psychoanalytiker Sigmund Freud einen Nachmittag lang. Mahler hatte Freud um den Termin gebeten, weil seine junge Frau Alma ihn betrogen hatte. Was genau die beiden an diesem Tag geredet haben, ist nicht belegt. Percy und Felix Adlon haben das Ereignis zum Anlass genommen, einen postmodernen Kostümfilm zu drehen, der es schafft, das Wissen um die Konstruktion von Geschichte(n) mit großem Melodrama zu verbinden. Bei Percy und Felix Adlon heisst es im Vorspann: „Dass es geschah ist verbürgt. Wie es geschehen ist, haben wir erfunden.“ Damit verschieben die beiden Regisseure gleich zu Anfang die Betonung vom Authentischen zum Fiktionalen. Darsteller: Johannes Silberschneider, Barbara Romaner, Karl Markovics, Eva Mattes
Do 9.9. - Mi 15.9. um 20.00 Uhr Kleiner Saal
Eine Karte der Klänge von Tokio
109 min.
Spanien 2009 Regie: Isabel Coixet
Die spanische Regisseurin Isabel Coixet- bekannt für elegante Melodramen („Mein Leben ohne mich“ ). Mit ihrer neuen ungewöhnlichen Romanze wird die Katalanin erneut ihrem Ruf gerecht. Eine japanische Fischmarktverkäuferin aus Tokio führt ein Doppelleben als Auftragskillerin und verliebt sich prompt leidenschaftlich in ihr Opfer. Ihr einziger Freund, ein Tonmann, zeichnet all ihre Gespräche auf. Aus dem Off erzählt der zurückhaltende ältere Mann die Geschichte dieser sich anbahnenden, tragisch, unmöglichen Liebesaffäre. - Auch dieses Mal brilliert die Film-Poetin mit ihren ästhetischen Bildern und ihrem untrüglichen Gespür für Atmosphäre und Stimmungen. Isabel Coixet zaubert mit hypnotischen Bildern eine erotische Variante von "Lost in Translation"./ Brigitte
Mo 13.9. - Mi 15.9. um 21.15 Uhr Großer Saal
Kleine Wunder in Athen
103 min.
Griechenland/D 2009 Regie: Fillipos Tsitos
Die jüngsten politischen Nachrichten aus Griechenland boten zuletzt ja wenig Anlass zum Jubeln. Als Kommentar auf die Verhältnisse im Land der großen Philosophen kann man das Werk durchaus verstehen. Die im Zentrum stehenden Griechen haben sich darin in Lethargie und Motivationslosigkeit eingerichtet. Das Athener Stadtviertel Akadimia Platonos ist Hauptschauplatz dieser melancholischen Komödie. Die Stadt scheint in einen Dornröschenschlaf versunken, zumindest gehen die Geschäfte für den Kioskbetreiber Stavros schlecht. So sitzen er und seine Landsleute denn tagsüber vor ihren Läden, starren in die Luft, dampfplaudern oder spielen Fußball auf dem Platz. Auf die Idee, ähnlich den schräg gegenüber einziehenden Chinesen Initiative zu zeigen und ein Business aufzuziehen, kommen sie nicht. Lieber wird gelästert, was insbesondere dann markante Formen annimmt, sobald es um Albaner geht.
Woche vom 16. 09. bis 22. 09. 2010
Do 16.9. - So 19.9. um 19.00 Uhr Großer Saal
Mo 20.9. - Mi 22.9. um 20.00 Uhr Kleiner Saal
Me Too - wer will schon normal sein?
103 min.
Spanien 2009 Regie: Antonio Naharro & Álvaro Pastor
Tipp
„Me Too“ ist großes spanisches Gefühlskino - die Liebesgeschichte zwischen einem hochbegabten Mann mit Down Syndrom und einer „normalen“ Frau, die sich ihm nach anfänglichem Zögern offenbart. Die Lebensgeschichte von Hauptdarsteller Pablo Pineda, dessen Alter Ego wir auf der Leinwand kennenlernen. Daniel ist mit einem Chromosom zuviel auf die Welt gekommen, ein klitzekleiner Fehler, der ihm von Beginn an zeigt, wie groß der Unterschied zwischen ihm und den anderen Menschen allerdings sein kann. Als erster Down-Syndrom-Patient in Europa schließt er ein Hochschulstudium mit Auszeichnung ab. Doch trotz seiner Begabung kann Daniel natürlich kein „normales“ Leben führen. Dabei verlangt der Film nicht etwa Verständnis oder Mitleid vom Publikum, sondern zeigt auf hervorragende Weise die zerrüttete Lebenswirklichkeit eines kleinen Mannes, der täglich gegen Windmühlen der Gesellschaft ankämpft. - Beim Filmfestival in San Sebastián wurden Lola Dueñas und Pablo Pineda als Beste Hauptdarsteller ausgezeichnet.

Do 16.9. - So 19.9. um 21.30 Uhr und
Mo 20.9. - Mi 22.9. um 19.00 Uhr Großer Saal
Renn wenn du kannst
112 min.
D 2010 Regie: Dietrich Brüggemann
Dietrich Brüggemanns erster Kinofilm ist ambitioniertes Seelendrama und verspielte Dreiecksgeschichte zugleich. - Bens Leben ist noch nicht mal ein Statisten-Dasein. Seit sieben Jahren sitzt er querschnittsgelähmt im Rollstuhl. Mit süffisanter Arroganz kommandiert er sowohl die eigene Mutter als auch den Zivi in der Wohnung umher, die in stiller Demut vor ihm und seiner Behinderung kuschen. Der 26-Jährige geht offensiv und zynisch mit seinem Leben im Rollstuhl um. Doch das Leben hat für einen Moment scheinbar Größeres mit ihm vor: Der neue Zivi Christian und Annika treten unverhofft in sein Leben. Zwischen den drei Tagträumern entwickelt sich schnell eine tiefe Freundschaft, die nach und nach in zaghafte Zuneigung umschlägt. Zwei Männer, eine Frau: Die Filmgeschichte hat vielfach bewiesen, dass diese Konstellation wie ein Pulverfass ist. Darsteller: Robert Gwisdek, Anna Brüggemann
Do 16.9. - So 19.9. um 20.00 Uhr Kleiner Saal
Easy Virtue – eine unmoralische Ehefrau
97 min.
Großbritannien 2008 Regie: Stephan Elliott
Kein Wunder, dass Regisseur Stephan Elliott mit seiner rasanten Gesellschaftskomödie „Easy Virtue – eine unmoralische Ehefrau“ für Lebensfreude pur sorgt. Schließlich landete der Australier mit seinem schrillen Transvestiten-Roadmovie „Priscilla – Königin der Wüste“ bereits einen internationalen Überraschungshit. In seiner klugen Adaption des gleichnamigen Theaterstücks von Noel Coward aus dem Jahre 1924, dessen bissig-trockener Wortwitz nicht selten an Oscar Wilde erinnert, begeistert neben Oscarpreisträgerin Kristin Scott Thomas vor allem Newcomerin Jessica Biel. Als angeheiratete mondäne Amerikanerin wirbelt die sympathische Femme Fatale das staubtrockene Milieu des britischen Landadels gehörig durcheinander. Darsteller: Jessica Biel, Kristin Scott Thomas, Colin Firth
Mo 20.9. - Mi 22.9. um 21.30 Uhr Großer Saal
Rocksteady- The Roots of Reggae
94 min.
D 2009 Regie: Stascha Bader
Eine musikalische Reise ins goldene Zeitalter der jamaikanischen Musik. Zum ersten Mal nach 40 Jahren kommen die Musikerinnen und Musiker der Rocksteady-Ära in Kingston zusammen, um ihren großartigen Sound auferstehen zu lassen und ihre Geschichte zu erzählen. Tonaufnahmen im ursprünglichen Tuff-Gong-Studio, seltene Archivbilder und Gespräche mit den Künstlern zu Hause und an historischen Orten zeichnen ein farbiges Bild der legendären Rocksteady-Zeit. Begleitet von zahlreichen Hits und Evergreens – „By the Rivers of Babylon“, „The Tide is High“ und „You Don’t Love Me Anymore (No No No)“ – werden die Gründer dieses großen musikalischen Erbes, zu denen auch Bob Marley gehörte, vorgestellt. Hauptdarsteller: Ken Boothe, Leroy Sibbles, Marcia Griffiths, Judy Mowatt, Stranger Cole, Hopeton Lewis, Derrick M
Woche vom 23. 09. bis 29. 09. 2010
Do 23.9. - So 26.9. um 19.00 Uhr und
Mo 27.9. - Mi 29.9. um 21.30 Uhr Großer Saal
Das Konzert
119 min.
Frankreich 2009 Regie: Radu Mihaileanu
Tipp
Einmal mehr widmet sich der rumänische Regisseur Radu Mihaileanu – vor allem bekannt für seinen Holocaust- Film „Zug des Lebens“ – auf tragikomische Weise dem Umgang mit der Vergangenheit. Hier ist es ein Konzert, das nicht nur eine abgehalfterte Truppe russischer Musiker nach Paris führt, sondern auch traumatische Ereignisse aus der Vergangenheit ans Licht bringt. Auch wenn „Das Konzert“ bisweilen etwas zwischen Klamauk und Kitsch changiert, kann man sich der Kraft der Musik und der Emotionen kaum entziehen. Eine schöne, überdrehte Satire, mit grobem Strich nimmt Radu Mihaileanu die Exzesse des Kapitalismus auf die Schippe, schlingert immer hart am Klischee vorbei und die Pointen sitzen. Darsteller: Alexei Guskow, Dimitri Nazarov, Melanie Laurent, Miou-Miou
Do 23.9. - So 26.9. um 21.30 Uhr und
Mo 27.9. - Mi 29.9. um 19.00 Uhr Großer Saal
Vincent will Meer
91 min.
D 2009 Regie: Ralf Huettner
Noch einmal das Meer sehen. Das ist der größte Wunsch von Vincents Mutter. Doch Vincents Mutter ist erst vor wenigen Tagen verstorben. Und der Sohn, der an Tourette erkrankt ist, wird vom Vater umgehend in eine Klinik eingewiesen, wo sich Spezialisten um den Jungen kümmern sollen. Im Therapiezentrum trifft er auf die rebellische Marie und den eigenbrötlerischen Alexander. Eines Nachts überredet Marie Vincent zu einem abenteuerlichen „Fluchtversuch“. Mit dem gestohlenen Auto ihrer Therapeutin soll es nach Italien gehen – genauer ans Meer. Für Vincents Vater, einen Vollblut-Politiker, kommt der spontane Italien-Trip des Filius zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Es ist Wahlkampf. Negative Schlagzeilen gilt es daher um jeden Preis zu verhindern. Zusammen mit der Klinikpsychologin nimmt er schließlich die Verfolgung des ungewöhnlichen Trios auf.- Ein an Tourette erkrankter junger Mann, eine rebellische Magersucht-Patientin und ein Zwangsneurotiker unternehmen einen abenteuerlichen Road Trip. Ein Film, der als feel-good-Stück funktioniert und durch liebenswerte Charaktere und einen unverkrampften Umgang auch mit ernsten Themen besticht. Darsteller: Florian David Fitz, Heino Ferch, Karoline Herfurth u.a.

Do 23.9. - So 26.9. um 20.00 Uhr Kleiner Saal
Der Zug des Lebens
103 min.
Frankreich /Belgien 1998 Regie: Radu Mihaileanu
1941, irgendwo in Osteuropa: Die Bewohner eines kleinen jüdischen Shtetls organisieren ihren eigenen Deportationszug, um der Verschleppung durch die Deutschen zu entkommen, und planen die Flucht über Russland nach Palästina. Eines Nachts beginnt der Zug des Lebens und seine Irrfahrt in das gelobte Land.- Eine bittere Komödie vor dem Hintergrund der Shoa, die das Tragische im Komischen spürbar werden läßt und dem typisch jiddischen Humor ein Denkmal setzt. Der Film schildert trotz aller erzählerischer Leichtigkeit das Leben als Alptraum. Wir zeigen diesen hervorragenden Film nochmals zum Start des neuen Films von Regisseur Radu Mihaileanu „Konzert“.
Woche vom 30. 09. bis 06. 10. 2010
Do 30.9. + Fr 1.10. und So 3.10. - Mi 6.10. um 19.00 Uhr Großer Saal
Männer al dente
116 min.
Italien 2010 Regie: Ferzan Ozpetek
Vor der pittoresken Urlaubs-Kulisse des süditalienischen Lecce entwirft Filmemacher Ferzan Ozpetek eine heiter-melancholische Sommerkomödie, bei der sich alles um zu lange aufrecht gehaltene Lebenslügen dreht. Mit seinem Coming Out bringt der Sohn eines erfolgreichen Pasta-Unternehmers die Familienidylle aus dem Gleichgewicht. Nun setzt der Herr Papa alle Hoffnungen auf seinen anderen Sprössling, nichtahnend, dass auch dieser Männern in der Liebe den Vorzug gibt. Mit viel Herz und etwas Schmerz zelebriert „Männer al dente“ mediterrane Lebenslust und die Charaktere sind allesamt mit viel Charme und Wärme gezeichnet.
Do 30.9. + Fr 1.10. und So 3.10. - Mi 6.10. um 21.30 Uhr Großer Saal
Mary & Max
92 min.
Australien 2009 Regie: Adam Elliot
Alles andere als ein Kinderfilm ist dieser Knetgummi-Animationsfilm des australischen Regisseurs Adam Elliot. Er behandelt so aufbauende Themen wie Alkoholismus, Depression, Selbstmord und schafft es dennoch viel (Galgen)-Humor zu entwickeln. „Mary & Max“ ein überaus origineller Animationsfilm, der nach „Coraline“ und „Der fantastische Mr. Fox“ ein weiteres Mal zeigt, was im Animationskino abseits der dominierenden Kinderfilme mit sprechenden Tieren möglich ist.
Do 30.9. + Fr 1.10. und So 3.10. um 20.00 Uhr Kleiner Saal
Lügen macht erfinderisch
100 min.
USA 2009 Regie: Ricky Gervais
Eine gagreiche romantische Komödie über Wahrheit und Lüge. - In einer US-amerikanischen Kleinstadt sind die Einwohner unfähig zu lügen, bis ein pummeliger Mann mittleren Alters, der unter den bis zur Taktlosigkeit ehrlichen Reaktionen seiner Umwelt leidet, zur Notlüge greift, darüber Fantasie und Kreativität entdeckt und die Frau seines Herzens erobert. Darsteller: Ricky Gervais, Jennifer Graner, Philip Seymour Hoffman
Sa 2.10. um ab 22.00 Uhr Großer Saal
Party- 15 Jahre Pauls Boutique
Calaveras
LIVE on Stage: „Calaveras“ (C) desert drive sound from far east + „The Lonely Heart Attack Band“ (L) sixties / garage / trash + Dj-Sets: (Shakin Casi + Don Brummer + Kptn. Ron(ald) Scott)