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  KINOPLAN für Monat September 2016


Woche vom 01.
09. bis 07. 09. 2016



Do 1.9. um 18.00 Uhr Großer Saal


Steve Jobs    122 min.    Psychoanalyse trifft Film

USA 2015 Regie: Danny Boyle

Eine Veranstaltung des SWK-Chemnitz. - Danny Boyle als Regisseur und Michael Fassbinder als Steve Job im gleichnamigen Film - zeigen einen Abschnitt des " wahnsinnig genialen " Lebensweges des Apple Gründers. Als von den Eltern verlassenes Kind, adoptiert in die Familie Jobs entwickelt er sich zum Technologie Freak, Künstler, aber auch zu einem Menschen, der keine Zeit zu haben schien und andere überforderte durch seine "andere Realitätswahrnehmung" und sein Immer-in-Aktion-Sein zu müssen. Der Filmabend ist eine Einladung an alle, die zuschauen und verstehen wollen. - Als Gast Frau DM Unfried, Chefärztin SPZ.




Fr 2.9. - So 4.9. um 19.00 Uhr Großer Saal


Unterwegs mit Jacqueline    91 min.   

Frankreich 2016 Regie: Mohamed Hamidi

Französisches Wohlfühlkino vom Feinsten: Die algerisch-französische Komödie hat alles, was ein Sommerhit braucht – Spaß, Leichtigkeit und dazu einen absolut brillanten, sympathischen Hauptdarsteller. Fatsah Bouyahmed spielt den algerischen Bauern Fatah, der mit seiner Kuh Jacqueline die ganze Strecke von Marseille nach Paris zur Landwirtschaftsausstellung läuft und dabei allerhand Abenteuer erlebt, viele Menschen kennenlernt und zum Internethelden avanciert. Ein modernes Märchen, das nicht immer realistisch ist, aber dafür umso liebenswerter. Ein entzückender Film!




Do 1.9. - So 4.9. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Lou Andreas-Salomé    113 min.   

D, Österreich 2016 Regie: Cordula Kablitz-Post   Wunschfilm

Der immense Einfluss von Friedrich Nietzsche und Siegmund Freud auf die westliche Kulturlandschaft steht außer Frage. Allerdings wissen nur wenige, dass es eine Frau war, die das Schaffen dieser und anderer Denker wesentlich mitprägte: Lou Andreas-Salomé. Die Regisseurin Cordula Kablitz-Post widmet der Schriftstellerin, Lyrikerin und Philosophin nun eine Hommage, die mit einem starken Ensemble und erzählerischer Leichtigkeit überzeugt. -Als Rahmenhandlung der Filmbiographie dient ein Besuch des Linguisten Ernst Pfeiffer bei der gealterten Lou Andreas-Salomé in Göttingen, dem sie trotz Krankheit ihre bewegte Lebensgeschichte erzählt. Das Treffen findet im Jahr 1933 statt, kurz nach der Machtergreifung Hitlers und parallel zur den ersten Bücherverbrennungen der Nationalsozialisten. - Darsteller: Katharina Schüttler, Katharina Lorenz, Petra Morzé, Alexander Scheer




Do 1.9. - So 4.9. um 21.15 Uhr und
Mo 5.9. - Mi 7.9. um 18.30 Uhr Großer Saal


Julieta    110 min.   

Spanien 2015 Regie: Pedro Almodóvar

Der neue Film von Pedro Almodóvar, dem erfolgreichsten spanischen Regisseur der Filmgeschichte, der im Wettbewerb des Festivals von Cannes gezeigt wurde, entwickelt seinen Blick auf weibliche Emotionen behutsam weiter. - Julieta führt mit ihrem Lebensgefährten eine glückliche, scheinbar gefestigte Beziehung. Doch gerade als das Paar Madrid verlassen und nach Portugal ziehen will, erreicht Julieta eine Nachricht: Zum ersten Mal seit Jahren bekommt sie ein Lebenszeichen ihrer Tochter Antía, die einst, mit 18 Jahren, verschwand, vor ihrer Mutter flüchtete, vor den Erinnerungen an einen schweren Verlust. Eigentlich hatte Julieta geglaubt, den Verlust ihrer Tochter verarbeitet zu haben, doch nun reißen alte Wunden aufs schmerzlichste wieder auf. Sie bleibt in Madrid zurück, streift durch die Stadt, sucht Orte der Erinnerung an Antía auf und beginnt sich zu erinnern.




Mo 5.9. - Mi 7.9. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Seefeuer    108 min.   

Italien 2016 Regie: Gianfranco Rosi   Der besondere Film

Am Ende wenig überraschend wurde bei der diesjährigen Berlinale zum ersten Mal ein Dokumentarfilm mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet: "Seefeuer - Fuocoammare" von Gianfranco Rosi trifft den Zeitgeist perfekt, beschreibt er doch das dramatische Schicksal von Flüchtlingen vor und auf der Mittelmeerinsel Lampedusa, was allerdings ganz und gar nicht der einzige Grund ist, diese präzise beobachtete Dokumentation zu schätzen.




Mo 5.9. - Mi 7.9. um 21.00 Uhr Großer Saal


High-Rise    118 min.   

GB 2015 Regie: Ben Wheatley

Die Romane des englischen Science-Fiction-Autors J.G. Ballard gelten gemeinhin als schwer verfilmbar, ein Urteil, dass Ben Wheatley mit seiner ambitionierten, hoch interessanten "High-Rise" doch weitgehend widerlegen kann. So inszeniert er mitreißend die dystopische Welt in einem Hochhaus. - Im Gegensatz zur Science Fiction der futuristische Welten, Sternenkriege und Aliens erzählen Ballards Romane vor all von der Psyche seiner Protagonisten, handeln vom moralischen Verfall, von Obsessionen, vom Zusammenbruch der zivilisatorischen Ordnung. Dass diese Literatur, die sich in erster Linie in inneren Monologen, ausführlichen Beschreibungen der Gemütszustände der Figuren abspielt, aber nicht unbedingt in äußeren Ereignissen, nur schwer verfilmen lässt, liegt auf der Hand.





Woche vom 08.
09. bis 14. 09. 2016



Do 8.9. + Fr 9.9. um 19.00 Uhr und
Mo 12.9. - Mi 14.9. um 21.00 Uhr Großer Saal


Willkommen im Hotel Mama    97 min.   

Frankreich 2015 Regie: Éric Lavaine

Zurück nach Hause, zurück zur Mama: Es ist ein klassisches Komödienthema, dass der französische Regisseur Èric Lavaine in seinem Film nur leicht variiert. Wie in einer Boulevardkomödie giften sich Mutter und Kinder an, werfen sich kaum verhohlene Spitzen an den Kopf, inszeniert Éric Lavaine Missverständnisse und Albernheiten. - Eine letzte Runde dreht Stéphanie noch in ihrem Sportwagen, dann gibt sie die Schlüssel ab. Ihre Ehe ist schon lange gescheitert, den gemeinsamen Sohn sieht sie nur einmal in der Woche und nun ist auch noch ihr Architekturbüro, das sie zusammen mit ihrer besten Freundin Charlotte geführt hat, Pleite gegangen. So muss die 40jährige schweren Herzens zu ihrer Mutter Jacqueline zurückkehren, in die Wohnung ihrer Kindheit. Darsteller: Josiane Balasko, Alexandra Lamy, Mathilde Seigner




Do 8.9. + Fr 9.9. um 21.15 Uhr und
Mo 12.9. - Mi 14.9. um 18.30 Uhr Großer Saal


Captain Fantastic    120 min.   

USA 2016 Regie: Matt Ross

Eine Utopie, die in der Gegenwart spielt ist „Captain Fantastic“, ein Film über eine Außenseiterfamilie, der die Grenzen der Individualität auslotet. Viggo Mortensen brilliert einmal mehr als Vater, der seine sechs Kinder fern der Zivilisation zu frei denkenden, autarken Personen erziehen will, dabei aber übersieht, dass er zunehmend einem Sektenanführer ähnelt. - Abseits der Zivilisation hat Ben zusammen mit seiner Frau Leslie ein Idyll geschaffen, hat seine Kinder zu frei denkenden, unabhängigen Menschen erzogen, die nicht den Versuchungen des Konsum-Kapitalismus huldigen, die nicht Weihnachten feiern, sondern den Noam-Chomsky-Tag zelebrieren, die Nike nicht für eine Schuhmarke, sondern für die griechische Göttin des Sieges halten.




Do 8.9. + Fr 9.9. um 20.00 Uhr und
Mo 12.9. - Mi 14.9. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Maggies Plan    98 min.   

USA 2015 Regie: Rebecca Miller

Eine junge Frau, die in New York lebt und nach ihrem Platz im Leben sucht. Rebecca Millers „Maggies Plan“ ist eine hochkarätig besetzte, spritzige und moderne Großstadtkomödie über die unplanbaren Zufälle im Leben und in der Liebe - pointiert, emotional, sehr unterhaltsam.- Maggie ist Ende 20, arbeitet an der Uni und ist größtenteils zufrieden mit ihrem Leben. Nur eins fehlt zu ihrem Glück: ein Kind. Doch wie sie ihrem alten Freund Tony jammervoll berichtet, scheitern all ihre Beziehungen spätestens nach sechs Monaten. Die Lösung scheint eine Samenspende zu sein, die sie vom mathematisch begabten Gurkenverkäufer Guy erhält. Darsteller: Greta Gerwig, Ethan Hawke, Julianne Moore





Woche vom 15.
09. bis 21. 09. 2016



Do 15.9. - So 18.9. um 19.00 Uhr und
Mo 19.9. - Mi 21.9. um 21.00 Uhr Großer Saal


Der Landarzt von Chaussy    102 min.   

F 2015 Regie: Thomas Lilti

Mit einem erfreulich realistischen Blickwinkel betrachtet der gelernte Mediziner und Filmregisseur Thomas Lilti („Hippocrate“) einen viel zu oft romantisch verklärten Beruf – den Landarzt. Sein tragikomischer Wohlfühlfilm, in dem aber auch kritische Untertöne Platz haben, lockte in Frankreich bereits über 1,5 Millionen Besucher in die Kinos. In der Hauptrolle brilliert „Ziemlich beste Freunde“-Star François Cluzet. Im Zusammenspiel mit seiner Filmpartnerin Marianne Denicourt schimmert immer wieder die menschliche Tiefe dieses bereits in seiner Heimat Frankreich zum Publikumsliebling avancierten Arthouse-Hits durch.




Do 15.9. - So 18.9. um 21.30 Uhr und
Mo 19.9. - Mi 21.9. um 18.30 Uhr Großer Saal


The Beatles: Eight Days A Week – The Touring Years    120 min.   

USA / GB 2016 Regie: Ron Howard

Mit :Paul McCartney, Ringo Starr, John Lennon mehr - 1960 kamen in der englischen Stadt Liverpool vier junge Männer zusammen und formten eine Rockband – der Rest ist Geschichte: Fortan traten John Lennon, Ringo Starr, George Harrison und Paul McCartney unter ihrem Bandnamen „The Beatles“. In diesem Dokumentarfilm wird die legendäre Formation bei ihren frühen Tour- Jahren begleitet, von ihren Anfängen im Hamburger Star Club bis zu ihrem letzten Gig im Candlestick Park in San Francisco 1966. Mithilfe exklusivem, sehr seltenen Bildmaterial entsteht ein Porträt von vier ganz verschiedenen Persönlichkeiten, die gemeinsam Entscheidungen treffen, Lieder komponieren und perfekt als Einheit funktionieren, während sie die Welt im Sturm erobern.




Do 15.9. - So 18.9. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Wiener Dog    90 min.   

USA 2015 Regie: Todd Solondz

Ein Dackel ist der rote Faden von „Wiener Dog“, dem neuen Film von Todd Solondz („Happiness“, „Willkommen im Tollhaus“), der in vier lose verbundenen Vignetten in seiner unverwechselbaren, zwischen Zynismus und Menschlichkeit changierenden Art, über die Abgründe Amerikas erzählt. - Darsteller: Keaton Nigel Cooke, Tracy Letts, Julie Delpy, Greta Gerwig, Kieran Culkin, Danny DeVito




Mo 19.9. - Mi 21.9. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Zeit für Legenden    118 min.   

Kanada/ Frankreich/D 2016 Regie: Stephen Hopkins

Sein Bild auf dem Siegerpodest avancierte zur Ikone: Bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin gewinnt der afroamerikanische Ausnahmesportler Jesse Owens vier Goldmedaillen. Damit triumphiert die Legende der Leichtathletik über nationalsozialistische Hetze und gibt Hitlers Rassen-Ideologie der Lächerlichkeit preis. Regisseur Stephen Hopkins blickt mit seiner bewegenden Hommage an den schnellsten Mann der Welt auch hinter die Kulissen des Sports und seiner Funktionäre. Vor allem der junge kanadische Hauptdarsteller Stephen James überzeugt in dem packenden Sportdrama gegen Rassismus. Darsteller: Stephan James, Jason Sudeikis, Jeremy Irons, William Hurt, David Kross





Woche vom 22.
09. bis 28. 09. 2016



Do 22.9. - So 25.9. um 19.00 Uhr und
Mo 26.9. + Di 27.9. um 21.00 Uhr Großer Saal


Mein ziemlich kleiner Freund    99 min.   

Frankreich 2016 Regie: Laurent Tirard

Regisseur Laurent Tirard plädiert mit französischem Charme, Humor und Lebenslust für Toleranz und Verständnis gegenüber Menschen, die „anders“ sind. Sein unterhaltsames, sozialkritisches Gefühlskino verzaubert zudem mit einem Leinwandpaar, das für romantische Komödien wie geschaffen scheint: Oscarpreisträger Jean Dujardin, als kleinwüchsiger, selbstbewusster Verführer und die belgische Schauspielerin Virginie Efira umkreisen einander mit perfektem Timing. Last but not least versprüht das romantisch-moderne Märchen einen sonnigen „California-Touch“, der einfach optimistisch stimmt.




Do 22.9. - So 25.9. um 21.15 Uhr und
Mo 26.9. + Di 27.9. um 18.30 Uhr Großer Saal


24 Wochen    103 min.   

D 2016 Regie: Anne Zohra Berrached

Ein Film mit großer Strahlkraft und voll emotionaler Wucht: Die Geschichte von Astrid, die sich entscheiden muss, ob sie ein wahrscheinlich schwerbehindertes Kind zur Welt bringen will, ist nicht nur herausragend gespielt, sondern in der Verbindung von Spielfilm, Improvisation und Dokumentation ein extrem intensives Werk, das viele Fragen stellt und nur einige beantworten kann. Julia Jentsch und Bjarne Mädel spielen als Paar überragend natürlich und authentisch, jeder für sich und beide gemeinsam. Sie werden unterstützt von einer überaus beweglichen Kamera und von einer Regie, die mehr beobachtet als dirigiert. Der Film geht absolut unter die Haut und ans Herz.




Do 22.9. - So 25.9. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Nur fliegen ist schöner    105 min.   

Frankreich 2015 Regie: Bruno Podalydès   Wunschfilm

Wer träumt nicht davon, aus dem Alltag auszubrechen, sich aufzumachen in die Natur, in die Freiheit? Weg zu fliegen, weg zu fahren. Oder: weg zu paddeln - so wie der etwas steife 50jährige Michel in dieser liebevollen französischen Komödie. Im Kopf macht er sich öfter auf zu kleinen Fluchten, aber so wirklich traut er sich nicht. Bis er sich eines Tages, halb geschubst von seiner Frau, mit einem Kayak auf einen neuen Fluss des Lebens begibt. Wirklich weit kommt er nicht - und doch viel weiter, als er sich je erträumt hat. Autor, Regisseur und Hauptdarsteller Bruno Podalydès erzählt eine charmante Geschichte vom Ausbruch aus den Zwängen, ganz unaufgeregt und doch sehr witzig, ganz schräg und doch wahrhaftig und liebenswert. Viel charmanter können Fluchten aus dem Alltag nicht sein. / Darsteller: Bruno Podalydès, Agnès Jaoui, Vimala Pons, Sandrine Kiberlain




Mo 26.9. Mi 28.9. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

La Isla minima    105 min.   

Spanien 2014 Regie: Alberto Rodríguez

Skepsis und Intrigen schlagen zwei in der ländlichen Region Andalusiens ermittelnden Polizisten im Noir-Thriller „La Isla minima“ entgegen. Die Jahre der Franco-Diktatur liegen nicht weit zurück und besonders gut kommen die Beamten auch nicht miteinander aus. Unter diesen erschwerten Umständen müssen sie einen heiklen Fall lösen. Der neue Film des spanischen Regisseurs Alberto Rodríguez, der mit zehn Goyas ausgezeichnet wurde, verbindet auf meisterhafte Weise das Trauma diktatorischer Unterdrückung und politische Aufarbeitung mit einer atmosphärischen, stimmungsvollen Inszenierung. Dazu kommen glaubhafte Darsteller und die beeindruckenden Natur-Bilder, die den Film unbedingt sehenswert machen.




Mi 28.9. um 18.30 Uhr Großer Saal


Karl-Marx-Stadt - EXQUISIT    ca. 130 min.   

Chemnitz als es Karl-Marx-Stadt war auf 16-mm- und auf 8-mm-Film in schwarz/weiß und in Farbe. Bisher unveröffentlichte private und semiprofessionelle historische Filmaufnahmen aus Chemnitz / Karl-Marx-Stadt aus den 1950er bis 1980er Jahren. Zusammengestellt zu einer neuen zweistündigen Film-Schau und Live kommentiert. Karl-Marx-Stadt in den 1950er Jahren, das Stadtzentrum in Farbfilmaufnahmen 1969, die Enthüllung des Karl-Marx-Monuments 1971 in Farbe, das Pressefest der Freien Presse 1975, ein Besuch im Tierpark Karl-Marx-Stadt 1986 und vieles mehr. Ein Filmabend mit vielen Erinnerungen.





Woche vom 29.
09. bis 05. 10. 2016



Do 29.9. - So 2.10. um 19.00 Uhr Großer Saal


Mit dem Herz durch die Wand    90 min.   

Frankreich 2015 Regie: Clovis Cornillac

Sehr zutreffend ist der deutsche Titel dieser romantischer Komödie, denn was die beiden hier füreinander Bestimmten trennt, ist tatsächlich eine Wand. Aus seinem phantastischen Konzept macht Regisseur (und Hauptdarsteller) Cornillac einen hübschen, in seiner Metaphorik erstaunlich zeitgemäßen Liebesfilm. - Um die 30 ist die Pianistin, die kaum anderes getan hat, als sich auf eine Karriere auf der Bühne vorzubereiten. In ihrer neuen Wohnung scheint es zu spuken, doch nach einer ersten Nacht merkt sie, dass keineswegs ein Gespenst sein Unwesen treibt, sondern ihr Nachbar, der für sich bleiben will. Denn er ist ein schrulliger Erfinder, der seit sieben Jahren seine Wohnung kaum noch verlässt und viel Ruhe braucht. Dummerweise sind die Wohnungen der beiden nur durch eine dünne Wand voneinander getrennt, so dass jedes Geräusch zu hören ist. - Darsteller: Mélanie Bernier, Clovis Cornillac




Do 29.9. - So 2.10. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Mahana - Eine Maori-Saga    103 min.   

Neuseeland 2016 Regie: Lee Tamahori

Neuseeland in den 60er Jahren. Tamihana Mahana ist ein Patriarch wie er im Buche steht: Seine aus drei Generationen bestehende Großfamilie führt er mit geradezu militärischer Strenge, duldet kein Zuspätkommen und keine Wiederworte, von frivolen Vergnügungen wie ins Kino gehen ganz zu schweigen. Doch so streng und unerbittlich Tamihana auch wirken mag, der Erfolg gibt ihm Recht. Aus dem Nichts hat er seine Familie zu einigem Wohlstand geführt, diverse Häuser bilden das Zentrum ihres Lebens, von dem aus die einzelnen Mitglieder zum Schafscheren auf die Farmen der weißen Besitzer fahren. - Über 20 Jahre nach seinem weltweit erfolgreichen Debüt "Once Were Warriors" drehte Lee Tamahori zum ersten Mal wieder in seiner neuseeländischen Heimat. Die Geschichte um eine Maori-Großfamilie wird vor allem visuell ihrem Titel gerecht.




Do 29.9. - So 2.10. um 21.00 Uhr Großer Saal


Das Geständnis    112 min.   

D 2015 Regie: Bernd Michael Lade

In der klaustrophobischen Atmosphäre eines heruntergekommenen Polizeibüros entwickelt sich die Story um eine Mordkommission in der zusammenbrechenden DDR. Im Mittelpunkt steht der Polizeimajor Michael, ein entschlossener Ermittler, der mit großer Beharrlichkeit einen Fall nach dem anderen aufklärt. Das ist zunächst mal hochgradig spannend anzusehen, aber auch extrem facettenreich: als Krimi, als Abgesang auf die DDR, als Männergeschichte, aber vor allem als ein von wunderbaren Schauspielern getragenes intelligentes Drama um Menschen zwischen Zynismus, Widerstand und Opportunismus. Bernd Michael Lade macht daraus als Produzent, Autor, Regisseur und Hauptdarsteller ein düster witziges Kammerspiel. Ganz großes Schauspielerkino!