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  KINOPLAN für Monat Juni 2016


Woche vom 26.
05. bis 01. 06. 2016



Do 26.5. - So 29.5. um 19.00 Uhr und
Mo 30.5. - Mi 1.6. um 21.00 Uhr Großer Saal


The Lady in the Van    104 min.   

GB 2015 Regie: Nicholas Hytner

Der alleinlebende Theaterautor Alan Bennett lässt die in einem Lieferwagen lebenden Miss Shepherd auf seinem Anwesen parken, um ihr Schwierigkeiten mit den Behörden zu ersparen. Was der freundliche Mann nicht ahnt: die Gefälligkeit wird zur Dauereinrichtung. 15 Jahre bleibt die exzentrische Dame in seiner Einfahrt wohnen. Eine Zeitspanne, in der die „Untermieterin“ Bennetts Leben auf wundersame Weise beeinflusst und ihn zu seinem größten Theatererfolg inspiriert. - Regisseur Nicholas Hytner adaptiert Bennetts Bühnenhit „The Lady in the Van“ und lässt auch gleich dessen Bühnenstar Maggie Smith die Hauptrolle spielen - ein echtes Ereignis. Obwohl das typische britische Drama um eine schrullige Seniorin und ihren Mentor in erster Linie leise Töne anschlägt, bekommt der Film durch pointierte Bonmots und die großartigen Granteleien von Maggie Smith auch einen komischen Touch.




Do 26.5. - So 29.5. um 21.30 Uhr und
Mo 30.5. - Mi 1.6. um 18.30 Uhr Großer Saal


Nur fliegen ist schöner    105 min.   

Frankreich 2015 Regie: Bruno Podalydès   Tipp

Wer träumt nicht davon, aus dem Alltag auszubrechen, sich aufzumachen in die Natur, in die Freiheit? Weg zu fliegen, weg zu fahren. Oder: weg zu paddeln - so wie der etwas steife 50jährige Michel in dieser liebevollen französischen Komödie. Im Kopf macht er sich öfter auf zu kleinen Fluchten, aber so wirklich traut er sich nicht. Bis er sich eines Tages, halb geschubst von seiner Frau, mit einem Kayak auf einen neuen Fluss des Lebens begibt. Wirklich weit kommt er nicht - und doch viel weiter, als er sich je erträumt hat. Autor, Regisseur und Hauptdarsteller Bruno Podalydès erzählt eine charmante Geschichte vom Ausbruch aus den Zwängen, ganz unaufgeregt und doch sehr witzig, ganz schräg und doch wahrhaftig und liebenswert. Viel charmanter können Fluchten aus dem Alltag nicht sein. / Darsteller: Bruno Podalydès, Agnès Jaoui, Vimala Pons, Sandrine Kiberlain




Mo 30.5. - Mi 1.6. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Heart of a Dog    75 min.   

USA 2015 Regie: Laurie Anderson   Der besondere Film

Offiziell wird "Heart of a Dog" als Dokumentation bezeichnet und war in dieser Kategorie auch für den Oscar nominiert. Doch der nur 75 Minuten lange Film der Musikerin, Künstlerin, Avantgardistin Laurie Anderson könnte nicht weiter von klassischen, konventionellen Dokumentarfilmen entfernt sein. Ausgehend vom Tod ihres Hundes Lolabelle beginnt Anderson mit Überlegungen, die sie bald hierhin, bald dorthin führen, dabei aber stets um einen Kern kreisen, der die menschliche Existenz umfasst: Leben, Tod, Liebe. Doch die Gedanken die Anderson auf assoziative Weise mit Bildern unterlegt, sind letztlich eine berührende Liebeserklärung an ihren 2013 verstorbenen Mann Lou Reed.





Woche vom 02.
06. bis 08. 06. 2016



Fr 3.6. + Sa 4.6. um 16.30 Uhr Großer Saal


Hilfe, ich habe meine Lehrerin geschrumpft    100 min.    ohne Altersbeschränkung

D / Österreich 2015 Regie: Sven Unterwaldt Jr.   Kinderkino

Nachdem der elfjährige Felix bereits von mehreren Schulen geflogen ist, ist nun die neue Schule seine letzte Chance. Zwar findet er in der aufgeweckten Ella schnell eine neue Freundin, doch ist seine neue Klassenlehrerin (Anja Kling) unausstehlich und obendrein heißen ihn die Jungs seiner Klasse nicht gerade willkommen. Um von ihnen akzeptiert zu werden, soll Felix mehrere Mutproben bestehen. Dabei schrumpft er seine Lehrerin urplötzlich auf winzige Größe, woraufhin sie fortan Zuflucht in Felix‘ Rucksack findet. Der versucht nun herauszufinden, was es mit dem mysteriösen Vorfall auf sich hat und wie man diesen rückgängig machen kann. Unterhaltsames Kino für jung und alt.




Do 2.6. um 18.30 Uhr Großer Saal


Psychoanalyse trifft Film: Pappa ante Portas    90 min.   

D 1991 Regie: Loriot

Dieser Filmabend ist eine Einladung für alle, die den Film bereits gesehen haben, und für auch für jene, die ihn noch nicht kennen sollten -zur Reflektion des eigenen Seins in der Gesellschaft und in der Zeit; zur Reflektion der gelebten Paarbeziehung; zum Schauen in die Absurditäten des Alltags; zur Selbstironie, zum Schmunzeln und zum Lachen und natürlich zu einer lebhaften Diskussion im Anschluss an den Film. Loriot zeigt uns mit seiner ernsthaft-pointierten Satire, wie wir - blind eingerichtet in alltägliche Selbstverständlichkeiten - unsere Entwicklung und die der Welt um uns herum aus den Augen verlieren können und hält der kleinbürgerlichen Familienidylle den ins Groteske vergrößernden Spiegel vor.




Fr 3.6. - Mi 8.6. um 19.00 Uhr Großer Saal


Birnenkuchen mit Lavendel    100 min.   

Frankreich 2015 Regie: Éric Besnard   Tipp

Ein Film, der glücklich macht! Wie ein frischer Frühlingswind trägt diese französische Komödie Leichtigkeit und gute Laune ins Kino. Mit Herz, Humor und Verstand präsentiert Éric Besnard (Buch und Regie) ein Stück feiner Filmkunst. Er erzählt die Geschichte einer Frau in Nöten, die einem hochintelligenten Mann mit Asperger- Syndrom begegnet. Eine romantische Komödie der besonderen Art vor einer überwältigend schönen Naturkulisse. Wer hier nicht mit wohligem Seufzen das Kino verlässt, braucht dringend … na, was wohl? - einen Urlaub in der Provence!




Do 2.6. - So 5.6. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Grüße aus Fukushima    104 min.   

D 2015 Regie: Doris Dörrie

Regisseurin Doris Dörrie und Japan: Das funktioniert immer wieder perfekt - wie schon bei dem Sensationserfolg „Kirschblüten – Hanami“. - Obwohl beide total unterschiedlich sind, lernen die junge Marie und die alte Geisha Satomi sich von ihren belastenden Erinnerungen zu befreien. Eine unglaublich anrührende Seelenreparatur in eindrucksvollem Schwarzweiß im Sperrgebiet der verstrahlten Zone nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima. Dabei besticht besonders die schauspielerische Leistung der jungen Hauptdarstellerin Rosalie Thomass. Ihr bei den Wechselbädern der Gefühle zwischen Enttäuschung, Wut, Hoffnung und Bemühen zuzusehen, ist sehr berührend.




Do 2.6. - So 5.6. um 21.30 Uhr Großer Saal


Schrotten    96 min.   

D 2015 Regie: Max Zähle

Schrottplätze können Goldgruben für Publikumsknüller sein. Auch das Kinodebüt von Max Zähle segelt schon vor dem Start auf der Erfolgswelle: Publikumspreis beim Max Ophüls-Festival sowie Kandidat für die Lola! - Zwei verfeindete Brüder planen einen raffinierten Raubzug, um den familiären Schrottplatz vor dem Zugriff des fiesen Konkurrenten zu retten. So schlicht die Story, so clever ist das Ganovenstück inszeniert. Flottes Tempo, vergnügliche Wendungen, ein spielfreudiges Ensemble sowie lässig lakonische Sprüche, die an den frühen Detlev Buck erinnern. Ein gelungener Comedy-Wurf! - Darsteller: Lucas Gregorowicz, Frederick Lau, Anna Bederke, Heiko Pinkowski, Lars Rudolph




Mo 6.6. - Mi 8.6. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

La Belle Saison    105 min.   

Frankreich 2015 Regie: Catherine Corsini

Mitreißend inszeniert Regisseurin Catherine Corsini in ihrem romantischen Drama um die Liebe zwischen zwei Frauen die Aufbruchsstimmung und den stürmischen Geist der 70er Jahre. Konsequent und sensibel arbeitet die 59jährige Französin auch die sinnlich-erotischen Aspekte heraus und beschreibt, ohne Voyeurismus, intensiv das Begehren des emotionalen Ausbruchs. Obwohl das gefeierte Freiheitsversprechen nur trügerische Kulisse für einen kurzen Sommer der Anarchie ist, wecken die vitalen Bilder vom Landleben die Sehnsucht auf unbeschwertes Lebensgefühl, eingebettet in idyllische Natur. Vor allem überzeugen jedoch ihre Hauptdarstellerinnen Cécile de France und Izïa Higelin durch ihr authentisch- leidenschaftliches Spiel.




Mo 6.6. - Mi 8.6. um 21.30 Uhr Großer Saal


Ich bin tot, macht was draus    96 min.   

Belgien/Fr 2015 Regie: Guillaume & Stéphane Malandrin

Ein schrilles, schräges Roadmovie mit viel rustikalem Humor um Freundschaft und Musik: Die Altrocker der Band „Grand Ours“ verlieren auf tragische Weise ihren Leadsänger Jipé. Trotzdem ist er dabei, als die Jungs wie geplant auf Tournee gehen, denn seine Kumpel klauen kurzerhand die Urne und schmuggeln Jipés Asche im Gepäck mit … Völlig losgelöst von dramaturgischen Konventionen erzählen die Brüder Malandrin ihre Story – mit anarchischem Witz und vollgestopft mit Ideen. Das ist erfrischend - was vielleicht am belgischen Hau-Ruck- Humor liegen könnte. Der Film wendet sich jedenfalls eindeutig eher an Fans von Dosenbier, Fritten und hämmernden Bässen als an zartbesaitete Cineastenseelen. - Darsteller: Bouli Lanners, Wim Willaert, Lyès Salem





Woche vom 09.
06. bis 15. 06. 2016



Do 9.6. - So 12.6. um 19.00 Uhr und
Mo 13.6. - Mi 15.6. um 21.00 Uhr Großer Saal


Ein Hologramm für den König    93 min.   

D / GB 2016 Regie: Tom Tykwer

Kaum einer hält die Balance zwischen künstlerisch ambitionierten und kommerziell erfolgreichen Filmen so souverän erfolgreich wie Tom Tykwer. Auch sein neuer Streich gerät zum kreativen Coup. Wie in „Cloud Atlas“ gibt sich Tom Hanks die Ehre. Diesmal versucht er als Handelsreisender dem König von Saudi-Arabien eine moderne Telefonanlage aufzuschwatzen. Dabei zwingt nicht nur die Mentalität seiner Geschäftspartner den modernen Don Quichotte zum Kampf gegen Windmühlen in der Wüste. Auch die längst schwelende Liebes- und Lebenskrise gilt es, fern der Heimat, endlich zu bewältigen. Amüsant, kurzweilig und ziemlich clever entwickelt sich ein Märchen aus 1001 Nacht der etwas anderen Art.




Do 9.6. - So 12.6. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Peggy Guggenheim – Ein Leben für die Kunst    96 min.   

USA, Italien 2014 Regie: Lisa Immordino Vreeland

Peggy Guggenheim ist die vielleicht berühmteste Kunstsammlerin des 20. Jahrhunderts und leistete einen wertvollen Beitrag zur Kanonisierung moderner Kunstrichtungen wie Surrealismus, Kubismus oder Dadaismus. Für ihr Doku-Porträt machte die Filmemacherin Lisa Immordino Vreeland das verschollen geglaubte letzte Interview der 1979 verstorbenen Kunstmäzenin ausfindig. Mit dem neuen Material liefert Vreeland nicht nur exklusive Einblicke in das kuratorische Schaffen der Guggenheim, sondern insbesondere auch in ihre etlichen Männergeschichten. So zeichnet das Porträt Peggy Guggenheim als eine selbstbewusste Frau, bei der das Leben und die Kunst Hand in Hand gingen. - „Peggy Guggenheim – exzentrisch, zerrissen, süchtig nach Leben und Kunst. Jetzt kommen wir ihr so nahe wie selten zuvor.“ / ZDF heutejournal




Do 9.6. und Sa 11.6. - So 12.6. um 21.15 Uhr und
Mo 13.6. - Mi 15.6. um 18.30 Uhr Großer Saal


A Bigger Splash    124 min.   

Italien 2015 Regie: Luca Guadagnino

Erstaunlichen Kultstatus hat Jacques Deray "Der Swimmingpool" seit 1969 bekommen und ist nun nach François Ozons "Swimming Pool" erneut Vorlage für ein Remake: Luca Guadagninos "A Bigger Splash" folgt der Vorlage genau. "Eifersuchtsdrama, Krimi und Komödie in einem - und eine wunderbare Hommage an einen Klassiker. (...) Regisseur Guadagnino hätte an seinem großen Vorbild scheitern und 'A Bigger Splash' als Bauchklatscher enden können. Tatsächlich hat er den nächsten Klassiker geschaffen." / DER SPIEGEL - Darsteller: Ralph Fiennes, Tilda Swinton, Matthias Schoenaerts, Dakota Johnson




Fr 10.06. um 21.00 Uhr Großer Saal


Grow Up!    90 min.    Premiere

D / Chemnitz 2015 Regie: Carl Lehmann und Emma Dorn

Filmische Begleitung des Kinder- und Jugend Tanztheaterprojektes „Grow Up!“ des Theaters Chemnitz, des Museums Gunzenhauser und der TU Chemnitz aus dem Jahr 2011 und gleichzeitig ein Portrait des damaligen Ballettdirektors Lode Devos. Chemnitzer Kinder und Jugendliche schufen nach der Musik der "Vier Jahreszeiten" von Antonio Vivaldi mit der Unterstützung von Lode Devos ein Tanztheater, inspiriert von der Ausstellung "Helmut Kolle - Ein Deutscher in Paris" im Museum Gunzenhauser. Das Projekt ermöglichte den Kindern und Jugendlichen eine vertiefende Erfahrung der eigenen Potentiale und der Energie, die entsteht, wenn man ein großes Ziel gemeinsam erreicht.




Mo 13.6. - Mi 15.6. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Rabbi Wolff    95 min.   

D 2016 Regie: Britta Wauer   Der besondere Film

Dokumentarfilm über Rabbi Wolff, einen der wohl ungewöhnlichsten Rabbiner der Welt. William Wolff floh mit seinen Eltern vor den Nazis nach Amsterdam, da war er sechs Jahre alt. 1939 ging die Flucht weiter, dieses Mal nach London, wo Wolff später Journalist beim Boulevardblatt Daily Mirror wurde. 1979 begann Wolff dann damit, die Profession zu wechseln: Aus dem Journalisten wurde ein Geistlicher. Er ließ sich entsprechend ausbilden, trat 2002 das Amt des Landesrabbiners von Mecklenburg-Vorpommern an, setzte sich in dieser Funktion für den interreligiösen Dialog ein – und hielt an seiner Meinung fest, dass das Leben vor allem Spaß machen muss. 2014 ging er in den Ruhestand – mit 88 Jahren. Wobei „Ruhestand“ nicht bedeutet, dass Rabbi Wolff anschließend die Füße hochlegt. Er arbeitet ehrenamtlich weiter, geht auf Fastenkur nach Bad Pyrmont oder zum Pferderennen in Ascot…





Woche vom 16.
06. bis 22. 06. 2016



Do 16.6. - Mi 22.6. um 18.30 Uhr Großer Saal


Mängelexemplar    111 min.   

D 2016 Regie: Laura Lackmann

Die Verfilmung des Debütromans der früheren Viva und MTV-Moderatorin Sarah Kuttner stellt wie „Feuchtgebiete“ nach Charlotte Roche eine Heldin ins Zentrum, die mit sich, dem Leben, der Liebe - vor allem aber mit ihren Depressionen hadert. Die mit popkulturellen Anspielungen durchzogene Tragikomödie pflegt einen verspielten Tonfall, der immer wieder das komplizierte Gefühlsleben der Beteiligten ironisch bricht. In der Hauptrolle agiert Claudia Eisinger ("Wir sind die Neuen"), die mit ihrer natürlichen Leinwandpräsenz den Film trägt. - weitere Darsteller: Katja Riemann, Laura Tonke, Maren Kroymann




Do 16.6. - So 19.6. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Bauernopfer – Spiel der Könige    114 min.   

USA 2015 Regie: Edward Zwick

Das Duell um die Krone des Schachweltmeisters zwischen dem amerikanischen Exzentriker Bobbie Fischer und dem sowjetischen Ausnahmespieler Boris Spasski hielt 1972 die Welt in Atem. Es ist der Höhepunkt der sportlichen Karriere Fischers. Seine Entdeckung und seinen Aufstieg vom Wunderkind mit phänomenaler mathematischer Vorstellungskraft zum eigensinnigen Idol verdichtet der amerikanische Regisseur Edward Zwick (Blood Diamond, Der letzte Samurai) zu einem faszinierenden Biopic über den schmalen Grat zwischen Genie und Wahnsinn. Tobey Maguire brilliert als paranoider Bobby Fischer, Liev Schreiber als sein äußerlich gelassener Gegner Boris Spasski sowie Peter Sarsgaard als Fischers geduldiger Schachlehrer in einem Film über das Spiel der Könige, das in der Ära des Kalten Krieges ein Prestigeduell der Supermächte ist.




Do 16.6. - So 19.6. um 21.00 Uhr Großer Saal


The Revenant – Der Rückkehrer    157 min.   

USA 2015 Regie: Alejandro González Iñárritu   Tipp

Kaum ein Jahr nach seinem mehrfachen Oscar Gewinner „Birdman“ legt Alejandro González Iñárritu nach: Oscar 2016 für beste Regie und Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio! Ein bildgewaltiges, archaisches, zum teil brutales Abenteuerkino, das in jedem Moment von seiner eigenen Bedeutung überzeugt ist.- South Dakota, circa 1820: Der Fährtenleser Hugh Glass führt eine Gruppe Trapper durch die kaum erschlossene Landschaft des amerikanischen Kontinents. Der Drang nach Westen treibt die Einwanderer an, Konflikte mit den Ureinwohnern bleiben nicht aus.!! Mit Musik vom Chemnitzer Carsten Nicolai / Alva Noto!!




Mo 20.6. - Mi 22.6. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Der Schamane und die Schlange    125 min.   

Kolumbien / Venezuela 2015 Regie: Ciro Guerra   Der besondere Film

Hochgradig spannend und in fesselnden Schwarzweißbildern erzählt Ciro Guerras Abenteuerfilm von einer verlorenen Welt, in der sich Gegenwart und Vergangenheit, Mythos, Rausch und Realität begegnen und mischen. Zweimal in seinem Leben, im Abstand von 30 Jahren, bekommt der Schamane Karamakate Besuch von weißen Männern, mit denen er den Amazonas bereist. Dieser Film ist ein magisches, aufwühlendes Kinoereignis und gleichzeitig ein Appell an die Menschen, die Macht der Natur zu akzeptieren.




Mo 20.6. - Mi 22.6. um 21.00 Uhr Großer Saal


Wild    97 min.   

D 2015 Regie: Nicolette Krebitz

Es liegt nahe, Nicolette Krebitz dritten Film „Wild“ gleich selbst als wild zu beschreiben: Ungewöhnlicheres als die Geschichte einer zarten Beziehung zwischen einer jungen Frau und einem Wolf hat das deutsche Kino lange nicht hervorgebracht. In seiner intendierten Konsumkritik ist der Film am Ende zwar nicht so zwingend, wie er sein will, aber in jedem Fall ein gewagtes, bizarres und, ja, wildes Stück Kino. Darsteller: Lilith Stangenberg, Georg Friedrich





Woche vom 23.
06. bis 29. 06. 2016



Do 23.6. - So 26.6. um 19.00 Uhr Großer Saal


Ich bin dann mal weg    92 min.   

D 2015 Regie: Julia von Heinz   Wunschfilm

Über vier Millionen Exemplare wurden in Deutschland von Hape Kerkelings Selbstfindungsbuch "Ich bin dann mal weg" verkauft, was zu erhöhten Pilgerzahlen auf dem Jakobsweg führte und nun zu dieser Verfilmung. In der wählt Julia von Heinz einen betont leichten Tonfall, der Kerkelings Buch noch gefälliger macht, als es eigentlich ist, aber durchaus zu bewegen weiß.- Darsteller: Devid Striesow, Martina Gedeck, Karoline Schuch, Katharina Thalbach, Annette Frier




Do 23.6. - So 26.6. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Ein letzter Tango    84 min.   

D / Argentinien 2015 Regie: German Kral

Dokumentation über das legendäre Tango-Duo María Nieves und Juan Carlos Copes. Das Paar galt als Ginger und Fred des argentinischen Tangos und hat ihn revolutioniert. Als ihre große Liebe zerbrach, ging die Karriere dennoch weiter - in der Liebe getrennt, im Tango vereint. Vor der Kamera lassen die beiden Senioren nun ihr Leben Revue passieren von den 40er Jahren bis heute. So entsteht ein bewegendes Porträt über eines der berühmtesten Tanz-Paare - mit einem exquisiten Soundtrack, furiosen Tango-Einlagen und eleganten Rückblenden, die sich stilecht wie die Beine der Tangotänzer ineinander verschränken und wieder auseinanderdrehen, wodurch die Doku auch formal begeistert. Diese leidenschaftliche Hommage an den Tanz strahlt pure Sinnlichkeit aus. Ganz großer Applaus!




Do 23.6. - So 26.6. um 21.15 Uhr und
Mo 27.6. - Mi 29.6. um 18.30 Uhr Großer Saal


Sing Street    106 min.    So 21.15 Uhr in OmU

GB/ Irland 2015 Regie: John Carney   Tipp

Keiner bringt die Faszination von Musiksongs schöner auf die Leinwand: Mit „Once“ wurde er berühmt, mit „Can a Song Save Your Live?“ variierte er sein Lieblingsthema mit Stars wie Keira Knightley und Mark Ruffalo - mit „Sing Street“ beschwört der irische Regisseur John Carney nun erneut die Kraft der Musik und der Liebe. Schauplatz ist diesmal das Dublin der 80er Jahre, was Spuren typischen britischen Sozialrealismus erzeugt, vor allem aber höchst unterhaltsame Nostalgie. Eine mitreißende, sehr überzeugende Ode an die Musik und die Liebe. (So 21.15 Uhr in OmU)




Mo 27.6. - Mi 29.6. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Im Strahl der Sonne    90 min.   

Russland / D / Nordkorea 2015 Regie: Vitaly Mansky   Der besondere Film

Eine Dokumentation in Nordkorea zu drehen ist ein Ding der Unmöglichkeit. Dennoch versuchte Vitaly Mansky genau das, trickste das Regime so weit es ging aus und legt nun mit „Im Strahl der Sonne“ das Ergebnis vor. Dass bietet faszinierende Einblicke in ein hermetisch abgeschottetes Land, entlarvt aber vor allem die Versuche des Regimes, per Propaganda das Bild von Nordkorea zu kontrollieren. Einfach so dort zu drehen ist natürlich unmöglich, doch nach langen Verhandlungen bekam er die Zustimmung, einen Film über ein junges Mädchen zu drehen und es in den Monaten vor der Aufnahme in die Jungpioniere zu beobachten.




Mo 27.6. - Mi 29.6. um 21.00 Uhr Großer Saal


Lolo - Drei ist einer zuviel    100 min.   

F 2015 Regie: Julie Delpy

Julie Delpy gilt vielen als französische Cousine von Woody Allen – und diesem Ruf wird sie mit dieser wortwitzigen Komödie einmal mehr gerecht. Drehbuch, Regie und Hauptrolle übernimmt die kreative Madame wieder selbst. Als leicht neurotische Erfolgsfrau verliebt sie sich in den gutmütigen Computer-Fachmann vom Land. Die große Liebe jedoch bekommt große Probleme, denn der 19-jährige Sohn will das Hotel Mama partout nicht teilen und spinnt gar teuflische Intrigen gegen den neuen Mann im Haus. Flottes Tempo, gelungene Situationskomik sowie pointenstarke Dialoge sorgen für quirliges Vergnügen. - Darsteller: Julie Delpy, Dany Boon, Vincent Lacoste, Karin Viard, Karl Lagerfeld





Woche vom 30.
06. bis 06. 07. 2016



Do 30.6. - So 3.7. um 18.45 Uhr Großer Saal


Der Moment der Wahrheit    125 min.   

USA 2015 Regie: James Vanderbilt   Tipp

Ganz und gar keine Durchschnittsware zur Massenberieselung, sondern vielmehr ein intelligenter Abgesang auf den investigativen Journalismus und eine kleine Hommage an den ewigen Klassiker „Die Unbestechlichen“. Auch hier ist Robert Redford dabei, doch die Hauptrolle im Drama um Recherchen zu Präsident Bush jr. und seinen Verfehlungen hat Cate Blanchett als Fernsehproduzentin Mary Mapes. Cate Blanchett trägt und führt den Film mit außergewöhnlicher Präsenz, sie füllt ihn mit Leben und bringt Spannung und Atmosphäre in eine wahre Handlung, die zwar im Jahr 2004 spielt, deren Aktualität aber einigermaßen bestürzend ist. Es geht um den harten Job von Journalisten zwischen den Fronten von Geld und Macht.




Do 30.6. - So 3.7. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Demolition - Liebe und Leben    100 min.   

USA 2015 Regie: Jean-Marc Vallée

Davis Mitchell ist Mitte 30 und ein erfolgreicher Banker an der Wall Street, der bislang ein perfektes Leben fernab jeglicher Schwierigkeiten geführt hat. Doch als eines Tages seine Frau bei einem Autounfall ums Leben kommt, fällt er in einen Schockzustand, der ihn emotional vollkommen taub werden lässt. Da helfen auch die Bemühungen seines Schwiegervaters Phil, ihn wieder auf den rechten Pfad zu bringen, nichts. Schon bald erkennt Davis, dass er zuerst sein altes Leben komplett auseinander nehmen muss, eher er ein neues beginnen kann. Mit Jake Gyllenhaal, Naomi Watts, Chris Cooper




Do 30.6. - So 3.7. um 21.30 Uhr Großer Saal


Green Room    95 min.   

USA 2015 Regie: Jeremy Saulnier

Punks versus Nazis. Wer mag, kann Jeremy Saulniers Festivalerfolg auf diese kurze Formel bringen. Gerecht wird man ihm damit aber nicht. Vielmehr nutzt „Green Room“ ein klaustrophobisches Setup für einen zunehmend blutigen Überlebenskampf mit den Mitteln des Genrekinos. Eine Punk-Band wird nach ihrem Auftritt in einem Nazi-Club unfreiwillig Zeuge eines brutalen Mordes. Schon die Besetzung mit Patrick Stewart, Imogen Poots und Anton Yelchin verspricht viel. Zarte Gemüter sind bei Saulnier an der falschen Adresse.