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  KINOPLAN für Monat April 2015


Woche vom 26.
03. bis 01. 04. 2015



Do 26.3. - So 29.3. um 18.45 Uhr und
Mo 30.3. - Mi 1.4. um 20.30 Uhr Großer Saal


Heute bin ich Samba    118 min.   

Frankreich 2014 Regie: Éric Toledano & Olivier Nakache

Mit ihrer 2011 realisierten Komödie „Ziemlich beste Freunde“ haben die Franzosen Éric Toledano und Olivier Nakache grandiose Erfolge in zahlreichen Ländern feiern können. Obwohl ihr Nachfolgewerk „Heute bin ich Samba“ komplexer und ernsthafter ausfällt, gelingt mit dem unbeschwerten Omar Sy in der Hauptrolle als illegal in Paris lebendem Senegalesen trotzdem das Kunststück, ein Feel-Good-Movie mit gesellschaftskritischer Brisanz und Aktualität zu füttern. Ohne in Betroffenheitsrhetorik abzudriften, werden Themen wie Immigration und Integration ebenso gestreift und ausgelotet wie Identitätskrisen oder die Grenzen sozialen Engagements.Darsteller: Omar Sy, Charlotte Gainsbourg




Mo 30.3. - Mi 1.4. um 18.00 Uhr Großer Saal


Das Salz der Erde    109 min.   

F 2014 Regie: Wim Wenders und Juliano Ribeiro Salgado   Wunschfilm

Mit seiner beglückenden "Pina" hat Wim Wenders sich beschwingt in die Herzen von Presse und Publikum getanzt. Nun wiederholt er den Triumph mit einer anderen Künstler-Dokumentation, diesmal über den meisterhaften Fotografen Sebastião Salgado. Bei der Premiere in Cannes wurde der Film frenetisch gefeiert wie kaum ein anderer. Die Bilder des Brasilianers bewegen seit 40 Jahren die Menschen weltweit. Mit dessen Sohn Juliano als Ko-Regisseur an seiner Seite findet Wenders einen sehr persönlichen Zugang zu dem Maestro der Fotografie. Dass dieser charismatische Charakterkopf seine Werke mit launigen Worten selbst kommentiert, macht den besonderen Reiz dieser großartigen Hommage aus. Eindrucksvoller als auf der großen Kinoleinwand wird man diese Bilder in keiner Ausstellung zu sehen bekommen. Nominiert für den Oscar.




Mo 30.3. - Mi 1.4. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Amour Fou    96 min.   

Österreich/ D / Luxemburg  2014 Regie: Jessica Hausner

Eine Geschichte, die mit einem Doppelselbstmord endet, als romantische Komödie anzulegen, ist kein leichtes Unterfangen. Doch genau dies versucht und gelingt Jessica Hausner mit ihrem neuen Film „Amour Fou“, der lose auf Leben und Sterben von Heinrich von Kleist basiert, die historischen Fakten aber nur als Ausgangspunkt für einen Film über (Auto-) Suggestion, eingeengte Lebensumstände und Lust und Last der Liebe nutzt. - Kein einziges Mal fällt der Name Kleist, doch dass es um den deutschen Dichter geht, der in seinem kurzen Leben versuchte, zwischen Weimarer Klassik und Deutscher Romantik seinen Platz zu finden, ist unübersehbar. 1811 verübte Kleist im Alter von 34 Jahren tatsächlich Selbstmord, nachdem er zunächst Henriette Vogel erschossen hatte. Die genauen Umstände des geradezu rituellen Aktes sind weitestgehend offen, Abschiedsbriefe gab es nicht, so dass die Fiktion alle Möglichkeiten hat.





Woche vom 02.
04. bis 08. 04. 2015



Fr 3.4. - So 5.4. um 16.30 Uhr Großer Saal


Baymax – Riesiges Robowabohu    102 min.   

USA 2014 Regie: Chris Williams, Don Hall   Kinderkino

Immer schon haben sich die Animationsfilme aus dem Hause Disney mit Trauer und Verlust befasst - umgehend fällt einem "Bambi" ein, wo der gewaltsame Tod der Mutter gleich in den ersten fünf Minuten der Handlung ein kleines Rehkitz zwingt, alleine seinen Weg durchs Leben zu finden. Aber noch kein Film der Traditionsschmiede hat sich dem Thema so direkt und unmittelbar gestellt wie die 54. abendfüllende Produktion von Disney Animation, in der ein aufmüpfiger 14-Jähriger, der nicht ganz zufällig den Namen Hiro trägt, in der Fantasiestadt San Fransokyo lernen muss, mit dem Schmerz und den Schuldgefühlen umzugehen, die ihn nach dem Unfalltod seines älteren Bruders Tadashi quälen und lähmen.




Do 2.4. - So 5.4. um 19.00 Uhr und
Mo 6.4. - Mi 8.4. um 18.30 Uhr Großer Saal


Still Alice    99 min.   

USA 2014 Regie: Richard Glatzer & Wash Westmoreland

Für ihre Hauptrolle in diesem Alzheimer-Drama erhielt Julian Moore den Oscar 2015 als beste Darstellerin. Der einfache Stil der Verfilmung, die gradlinige Erzählung eines geistigen Verfalls lassen die Darstellung Moores noch kraftvoller erscheinen.- Alice (Julianne Moore) arbeitet als Linguistin, führt mit dem Biologen John (Alec Baldwin) eine glückliche Ehe und hat drei Kinder. Zur Feier ihres 50. Geburtstages ist die gesamte Familie versammelt, alles scheint in bester Ordnung, doch einige Tage später bemerkt Alice ungewöhnliche Veränderungen: Beim Joggen vergisst sie für einen Moment wo sie sich befindet, kleine Vergesslichkeiten nehmen plötzlich zu. Die Diagnose ist niederschmetternd: Alice leidet an einer seltenen Form von Alzheimer, die auch Menschen erfassen kann, die eigentlich noch zu jung sind. Besonders tragisch ist, dass es sich um eine vererbbare Form der Krankheit handelt.




Do 2.4. - So 5.4. um 21.30 Uhr und
Mo 6.4. - Mi 8.4. um 21.00 Uhr Großer Saal


Frau Müller muss weg    87 min.   

D 2014 Regie: Sönke Wortmann

Frau Müller ist Lehrerin, und sie muss weg, weil sie nicht genügend gute Noten vergibt - finden zumindest die versammelten Elternverteter. Schließlich entscheidet das nächste Zeugnis darüber, ob die Kinder den Sprung aufs Gymnasium schaffen... Basierend auf dem erfolgreichen Theaterstück von Lutz Hübner verwandelt Sönke Wortmann eine Grundschulklasse in die Kampfarena elterlicher Eitelkeit. Mit einem herrlich aufgelegten Ensemble (allen voran Anke Engelke als Business-Mom) inszenierte er eine "Komödie über einen Elternabend", die sich als erhellende,  beißende Satire entpuppt über den Druck an den Schulen, der heutzutage auf allen Beteiligten - Schülern, Eltern, Lehrer - lastet. Und läßt dabei erfreulicherweise die (engagierte) Lehrerseite mal gut aussehen. - Darsteller: Anke Engelke, Gabriele Maria Schmeide, Justus von Dohnanyi u.a.




Do 2.4. - So 5.4. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Yaloms Anleitung zum Glücklichsein    77 min.   

Schweiz 2014 Regie: Sabine Gisiger   Wunschfilm

Irvin D. Yalom ist Psychotherapeut, emeritierter Professor und Autor sowohl einflussreicher Fachliteratur (Existenzielle Psychotherapie) als auch millionenfach verkaufter Romanbestseller (Und Nietzsche weinte). Die Schweizer Regisseurin Sabine Gisiger verknüpft in ihrem atmosphärischen Dokumentarfilm Biographisches mit Yaloms An- und Einsichten über das Wesen existentieller menschlicher Themen wie Liebe und Beziehung, die universelle Angst vor Isolation und Tod und den therapeutischen Wert der Selbsterkenntnis.  Wohl temperierte, entspannt jazzige Klänge und ein eingängiger Ambient-Soundteppich untermalen neben aktuellen Aufnahmen altes Filmmaterial aus Yaloms Privatbesitz.




Mo 6.4. - Mi 8.4. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Citizenfour    114 min.   

USA/ D 2014 Regie: Laura Poitras

Mitte Juni 2013 war es, als eine Nachricht wie eine Bombe einschlug: es gab hieb und stichfeste Beweise, die belegten, dass die Vereinigten Staaten, aber auch Großbritannien praktisch Alles und Jeden überwachten und der größte Überwachungsskandal der Geschichte kam ans Licht der Öffentlichkeit. Der Mann, der diesen Skandal (der anderthalb Jahre später praktisch immer noch keine Konsequenzen nach sich gezogen hat) an die Öffentlichkeit brachte, war nur für wenige Tage ein Unbekannter. Bald gab er sich als Edward Snowden zu erkennen. Dass Laura Poitras Film über die Enthüllungen des NSA-Mitarbeiters Edward Snowden jetzt schon in die Kinos kommt, verschafft "Citizenfour" besondere Relevanz, was er über den Menschen hinter den Enthüllungen erzählt, macht ihn zu einem herausragenden Film. Oscar 2015 als bester Dokumentarfilm.





Woche vom 09.
04. bis 15. 04. 2015



Fr 10.4. - So 12.4. um 16.30 Uhr Großer Saal


Baymax – Riesiges Robowabohu    102 min.   

USA 2014 Regie: Chris Williams, Don Hall   Kinderkino

Immer schon haben sich die Animationsfilme aus dem Hause Disney mit Trauer und Verlust befasst - umgehend fällt einem "Bambi" ein, wo der gewaltsame Tod der Mutter gleich in den ersten fünf Minuten der Handlung ein kleines Rehkitz zwingt, alleine seinen Weg durchs Leben zu finden. Aber noch kein Film der Traditionsschmiede hat sich dem Thema so direkt und unmittelbar gestellt wie die 54. abendfüllende Produktion von Disney Animation, in der ein aufmüpfiger 14-Jähriger, der nicht ganz zufällig den Namen Hiro trägt, in der Fantasiestadt San Fransokyo lernen muss, mit dem Schmerz und den Schuldgefühlen umzugehen, die ihn nach dem Unfalltod seines älteren Bruders Tadashi quälen und lähmen.




Do 9.4. um 18.00 Uhr Großer Saal


Das war Karl-Marx-Stadt - Die lange Filmnacht der Erinnerungen 2.0    ca. 180 min.    mit Pause

Zwischen Busbahnhof und Fritz-Heckert-Platz - Karl-Marx-Stadt in den 1950er bis 1980er Jahren. Eine Zeitreise mittels Schmalfilmen. Vier Jahrzehnte Stadtentwicklung und gesellschaftlichen Lebens in der Stadt, die Chemnitz einmal war. Aufnahmen vom Aufbau des Stadtzentrums, der 800-Jahr-Feier, der Enthüllung des Karl-Marx-Denkmals und viele seltene Filmaufnahmen mehr. Mit Live-Moderation der Filminhalte.




Fr 10.4. - So 12.4. um 18.45 Uhr Großer Saal


Into the Woods    124 min.   

USA 2014 Regie: Rob Marshall

Seit der Uraufführung 1987 ist Steven Sondheims Musical "Into the Woods" in immer neuen Versionen aufgeführt worden und findet nun auch den Weg ins Kino. Ein wahres Starensemble ist unter der Regie von Rob Marshall zu sehen, der hier visuell opulent inszeniert und die vielen Subtexte der postmodernen Märchengeschichte herausstellt. Es war einmal. Wie sonst sollte ein Film beginnen, in dem zahlreiche berühmte Märchenfiguren in einer gemeinsamen Welt existieren. Die Erzählungen von Rotkäppchen und dem Wolf, Rapunzel, Jack und die Bohnenranke und Aschenputtel werden ergänzt durch die Geschichte eines Bäckers und seiner Frau, die sich nichts sehnlicher wünschen als ein Baby. Verbunden sind die Figuren zusätzlich durch ihre jeweiligen Wünsche, Wünsche, die zum Teil in Erfüllung gehen, sich zum Teil als Chimären erweisen, zum Teil unvorhergesehene  Konsequenzen nach sich ziehen. - Darsteller: Anna Kendrick, Emily Blunt, Meryl Streep, James Corden, Johnny Depp, Chris Pine, Lucy Punch, Tracey Ullman




Fr 10.4. - So 12.4. um 21.30 Uhr und
Mo 13.4. - Mi 15.4. um 18.00 Uhr Großer Saal


Selma    125 min.   

Großbritannien/ USA 2014 Regie: Ava DuVernay

Das überaus dichte und stimmungsvolle Bürgerrechtsdrama „Selma“ zeichnet ein klug komponiertes Porträt von Martin Luther King Jr. während seines historischen Kampfes um das Wahlrecht für Afroamerikaner. Vielschichtig, ohne Verklärung, verkörpert dabei Hauptdarsteller David Oyelowo die Ikone der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Regisseurin Ava DuVernay gelingt mit ihrem Epos über den Freiheitsmarsch von Selma nach Montgomery,  diesem entscheidenden Ereignis für die amerikanische Bürgerrechtsbewegung, gleichzeitig ein ungemein bewegendes, leidenschaftliches Statement für Zivilen Ungehorsam und Menschlichkeit. Die Energie ihrer geradlinigen Inszenierung schlägt den Zuschauer bis zum Schluss in seinen Bann. Darsteller: David Oyelowo, Carmen Ejogo, Giovanni Ribisi, Tim Roth, Tom Wilkinson, Cuba Gooding Jr., Oprah Winfrey




Fr 10.4. - So 12.4. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Von Menschen und Pferden    81 min.   

Island 2014 Regie: Benedikt Erlingsson

Island, Isländer und ihre Ponys – das ist hier eine gelungene Mischung aus rustikalem Charme und Selbstironie, manchmal sogar mit Knalleffekt! Geschickt verknüpft Benedikt Erlingsson mehrere Episoden miteinander. Dafür bringt er einfühlsam, aber keineswegs zimperlich die Schicksale von Pferden und Menschen zusammen: die Stute auf Abwegen, das schwimmende Pony, Mensch und Pferd in eisiger Nacht … Aber Achtung! Dies ist trotz seines Witzes kein leichter Film, sondern ein anspruchsvolles Werk, das mit der Kraft seiner Bilder ebenso überzeugt wie mit seinen Geschichten.




Mo 13.4. - Mi 15.4. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Wir sind jung, wir sind stark    128 min.   

D 2014 Regie: Burhan Qurbani

Im August 1992 brannte in Rostock-Lichtenhagen ein Asylbewerberheim. Diese schlimmsten fremdenfeindlichen Ausschreitungen in der Geschichte der Bundesrepublik beschreibt Burhan Qurbani in seinem Film „Wir sind jung. Wir sind stark“ und bemüht sich dabei, allen Seiten gerecht zu werden. Das Ergebnis ist ein stilistisch überzeugender, inhaltlich vorsichtiger Film, der vor allem aber von kraftvoller Intensität ist! Darsteller: Jonas Nay, Joel Bamsn, Devid Striesow, Saskia Rosendahl, Paul Gäbler, David Schütter - "Ein schwarz-weißes Jugenddrama, das eben nicht schwarz-weiß denunziert, sondern differenziert nach Ursachen forscht."/ Stern




Mo 13.4. - Mi 15.4. um 20.45 Uhr Großer Saal


Grand Budapest Hotel    100 min.   

USA/D 2013 Regie: Wes Anderson

In der kunterbunten Nonsens-Komödie „Grand Budapest Hotel“ nimmt Regie-Star Wes Anderson den Zuschauer mit auf eine skurrile, temporeiche und überaus kurzweilige Zeitreise in einen fiktiven osteuropäischen Kurort zwischen den Weltkriegen. Der diesjährige Eröffnungsfilm der Berlinale funktioniert als fantasievoll bebildertes Feel-Good-Märchen und beeindruckende Star-Revue. Neben vielen Weggefährten stand auch der Brite Ralph Fiennes erstmals in einem Wes-Anderson-Film vor der Kamera. Witz, Esprit und die für Anderson so typische Melancholie zeichnen die größtenteils in Deutschland abgedrehte Produktion aus. Darsteller: Ralph Fiennes, Jeff Goldblum, Adrien Brody, Tilda Swinton, Edward Norton, F. Murray Abraham, Willem Dafoe, Bill Murray - Mehrfach ausgezeichnet mit dem Oscar 2015.





Woche vom 16.
04. bis 22. 04. 2015



Fr 17.4. - So 19.4. um 16.30 Uhr Großer Saal


Pettersson & Findus    74 min.    ohne Altersbeschränkung

Schweden 1999 Regie: Albert Hanan Kaminski   Kinderkino

Zeichentrickfilm nach den erfolgreichen Kinderbüchern von Sven Nordqvist um den einzelgängerischen Herrn Pettersson, der mit seinem Kater Findus in einem Haus lebt. In fünf Episoden und einer bündelnden Rahmenhandlung werden Geschichten über einen ganzen Jahreszeitenzyklus erzählt. Unterhaltsam für die ganze Familie.




Do 16.4. - So 19.4. um 18.45 Uhr und
Mo 20.4. - Mi 22.4. um 18.30 Uhr Großer Saal


Zu Ende ist alles erst am Schluss    96 min.   

Frankreich 2014 Regie: Jean-Paul Rouve

Von den Träumen und Enttäuschungen dreier Generationen erzählt Jean-Paul Rouve in seiner sanft melancholischen Komödie. Anhand eines jungen Mannes, seines Vaters und dessen Mutter beschreibt Rouve das Suchen nach dem Sinn des Lebens und natürlich der Liebe. Der Film beginnt mit einer Beerdigung und endet mit einer, was nicht nur die Geschichte zurück an ihren Ausgangspunkt bringt, sondern vor allem die Zirkularität des Lebens betont. Fast schon zu perfekt ist das Drehbuch, das Rouve zusammen mit dem Autor der Romanvorlage David Foenkinos geschrieben hat. Das Hauptthema des Films – die Suche nach dem ganz persönlichen Lebensinhalt – treibt alle drei Hauptfiguren um. -Ein schöner, hervorragend konstruierter, subtiler Film. Darsteller: Michel Blanc, Annie Cordy, Mathieu Spinosi




Do 16.4. - So 19.4. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Stopping - Wie man die Welt anhält    90 min.   

D 2014 Regie: Bernhard Koch

Meditation – was steckt jenseits von Lifestyle und Esoterik wirklich dahinter? Vier Menschen wollen herausfinden, was die uralte Bewusstseinstechnik in ihrem Leben bewirken kann. Filmemacher Bernhard Koch begleitet sie auf ihrem Weg zu mehr Stille und Einkehr und spricht mit Meditationslehrern verschiedener Glaubensrichtungen, unter anderem Anselm Grün und Lama Ole Nydal.




Do 16.4. - So 19.4. um 21.15 Uhr Großer Saal


Whiplash    107 min.   

USA 2014 Regie: Damien Chazelle

Weniger ein Film über Jazz als ein Film über den Preis des Erfolgs ist Damien Chazelles „Whiplash“, der ein meist psychisches, manchmal aber auch physisches Duell zwischen einem jungen Musiker und seinem Lehrer inszeniert. Mitreißend inszeniert und gespielt. - "...erzählt packend von der Lehrzeit eines Drummers. ...Ein wuchtiges Stück Kino, so physisch, wie ein Film nur eben sein kann. Eine großartige Hymne auf jene Menschen, die bereit sind, für ihre Kunst alles zu geben."/ KulturSPIEGEL - Darsteller: Miles Teller, J.K. Simmons, Paul Reiser, Melissa Benoist




Mo 20.4. - Mi 22.4. um 20.45 Uhr Großer Saal


Als wir träumten    117 min.   

D 2015 Regie: Andreas Dresen

Nach „Willenbrock“ nimmt sich Andreas Dresen diesmal mit „Als wir träumten“ des Romans von Clemens Meyer über eine Jugend-Clique in der Nachwendezeit in Leipzig an. Das Drehbuch schrieb der große Wolfgang Kohlhaase. Vor der Kamera versammelt Dresen eine Horde Jungschauspieler, deren (noch) unbekannte Gesichter die düstere Geschichte von neuen Freiräumen und freiem Fall antreiben. Der Mauerfall und die Zeit danach werden  zu einer ungeheuren menschlichen Erfahrung. Für kurze Zeit scheint alles möglich. Und selbst, als dieser Moment vergangen ist, bleibt seine Wahrheit doch zurück. Insofern ist Dresen wieder ein Film gelungen, der in seinem Kern von einem tiefen Optimismus durchzogen ist. Aller Düsternis zum Trotz.




Mo 20.4. - Mi 22.4. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Streif - One Hell of a Ride    120 min.   

Österreich 2014 Regie: Gerald Salmina, Tom Dauer

Packender Dokumentarfilm über das schwierigste Abfahrtsrennens der Welt zum 75. Jubiläum. - Höher, schneller, weiter - zu keinem Skirennen der Welt passt das Olympische Motto besser als zum legendären Kitzbüheler Hahnenkamm-Spektakel. Am Streif-Wochenende säumen bei der Abfahrt im Schnitt 45.000 Zuschauer die Piste. Wer hier gewinnt, ist ein Held, ein "Kaiser", wie Franz Klammer, der viermal siegte. In der ewigen Bestenliste steht nur Didier Cuche vor ihm , dank seiner fünf Triumphe der "König von Kitz", und der war immer wieder dankbar "Kitzbühel gesund verlassen zu dürfen".





Woche vom 23.
04. bis 29. 04. 2015



Fr 24.4. - So 26.4. um 16.30 Uhr Großer Saal


Pippi Langstrumpf    90 min.    ohne Altersbeschränkung

Schweden 1970 Regie: Olle Hellbom   Kinderkino

Pippis Abenteuer für jung und alt lassen den grauen Alltag vergessen und unbeschwert nach Hause gehen. Die kleine Inger Nilsson, die leibhaftige Verkörperung des Quirls „Pippi“, strahlt so viel kindlichen Charme aus, daß ihre Streiche immer wieder ein Erlebnis sind.




Do 23.4. - So 26.4. um 18.45 Uhr Großer Saal


Die Entdeckung der Unendlichkeit    123 min.   

GB 2014 Regie: James Marsh

Der Film erzählt das Leben des seit Jahrzehnten an den Rollstuhl gefesselten Physikers Stephen Hawkings und seiner langjährigen Frau Jane. Mögen die Höhen und Tiefen einer schwierigen Ehe und eines besonderen Lebens auch etwas geglättet sein, sehenswert und berührend ist James Marshs Film auf alle Fälle. Sein Ruhm in der Öffentlichkeit resultiert aus der fraglos faszinierenden Kombination aus einem Leben in fast vollständiger Bewegungsunfähigkeit und der Beschäftigung mit den großen Fragen des Universums, genauer gesagt der so genannten Weltformel, nach der Physiker seit Jahrzehnten suchen, und die eine Antwort auf die Frage nach dem Ursprung des Universums und der menschlichen Existenz geben soll. Darsteller: Eddie Redmayne, Felicity Jones, Charlie Cox, Emily Watson - Eddie Redmayne erhielt 2015 den Oscar für die beste Hauptrolle.




Do 23.4. - So 26.4. um 21.30 Uhr und
Mo 27.4. – Mi 29.4. um 20.30 Uhr Großer Saal


American Sniper    132 min.   

USA 2014 Regie: Clint Eastwood

Scharfschützen sind im Kino meist die Bösewichte. Regisseur Clint Eastwood erzählt in seinem Drama hingegen die wahre Geschichte eines Soldaten, der dank seines Talents mit der Waffe zum Nationalhelden aufstieg und 2013 von einem Veteranen erschossen wurde. Das Drama hat in Hollywood einen Nerv getroffen und wurde in gleich sechs Kategorien für einen Oscar vorgeschlagen. Tiefergehende Betrachtungen zum sogenannten Krieg gegen den Terrorismus liefert „American Sniper“ nicht, kann unterhalb der Oberfläche aber dennoch als vielschichtiges Drama gesehen werden. Dafür beeindruckt Hauptdarsteller Bradley Cooper mit einer erneut Oscar-nominierten Schauspielleistung.




Do 23.4. - So 26.4. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

300 Worte Deutsch    98 min.   

D 2014 Regie: Züli Aladag

Eine pointierte, treffsichere Multikulti-Integrations-Komödie ist Züli Aladag mit „300 Worte Deutsch“ gelungen. Vorurteile und Klischees von beiden Seiten der deutsch-türkischen Beziehungen werden entlarvt und ganz nebenbei ein Plädoyer für Emanzipation gehalten. Besonders Hauptdarstellerin Pegah Ferydoni als Frau zwischen zwei Welten prägt den Charme des Films. Darsteller: Pegah Ferydoni, Christoph Maria Herbst, Vedat Erincin, Christoph Letkowski, Nadja Uhl




Mo 27.4. – Mi 29.4. um 18.30 Uhr Großer Saal


Afrika - Das magische Königreich    87 min.   

GB 2014 Regie: Patrick Morris, Neil Nightingale   3D

Atemberaubende Bilder, überwältigende Naturschauspiele, die Vielfalt von Flora und Fauna. All das bietet die BBC-Dokumentation "Afrika - Das magische Königreich", die dank 3D-Technik und noch größerem Aufwand die Überwältigungsschraube des Naturfilms noch einmal weiterdreht. Dabei allerdings auch ein Weltbild transportiert, das den afrikanischen Kontinent zum bloßen Naturschauspiel reduziert.




Mo 27.4. – Mi 29.4. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Außer Atem    88 min.    Film-Klassiker

Frankreich 1959 Regie: Jean-Luc Godard

Godards längst zum Klassiker gewordener Erstlingsfilm jetzt wieder bei uns im Kino zu sehen.- Die Geschichte des kleinen Ganoven Michel ( Jean-Paul Belmondo), der schließlich von seiner Geliebten Patricia ( Jean Seberg) an die Polizei verraten wird.- Der Film wimmelt von inszenatorischen Regelverstößen, die man damals der Unerfahrenheit des Anfängers Godard zuschrieb und erst später als raffinierte Absicht erkannte. Godard brach mit der bisherigen Tradition, setzte sich formal über die Regeln des Kinos hinweg. Zum ersten Mal wurden Jump-Cuts einem großen Publikum vorgeführt, Bildschnitte, in denen ein logischer Teil fehlt. Kommerziell war „Außer Atem“ ein Erfolg, filmhistorisch ein Meilenstein.





Woche vom 30.
04. bis 06. 05. 2015



Fr 1.5. - So 3.5. um 16.30 Uhr Großer Saal


Die neue Wildnis – Grosse Natur in einem kleinen Land    97 min.   

Niederlande: 2013 Regie: Mark Verkerk

Ein atemberaubendes Naturspektakel – ein Film für die ganze Familie. - Schauspieler, Autor und prominenter Umweltschützer Hannes Jaenicke nimmt den Zuschauer mit auf eine spannende Reise in eine verborgene Welt. Die Wunder der niederländischen Wildnis mit ihrer unglaublichen Artenvielfalt und ihrem fesselnden Lebenszyklus werden von Regisseur Mark Verkerk eindrucksvoll in Szene gesetzt. Überraschend und erstaunlich, wie genial das ökologische System auf einem Stück niederländischer Wildnis funktioniert.




Do 30.4. - So 3.5. um 18.45 Uhr Großer Saal


3 Herzen    106 min.   

F 2014 Regie: Benoît Jacquot

Drei sind meistens einer zu viel. Was bereits die Grundlage für zahllose Romane und Kinofilme war, wird nun auch beim Franzosen Benoît Jacquot („Leb wohl, meine Königin!“) als Storygerüst genutzt. Sein mit Benoît Poelvoorde, Charlotte Gainsbourg sowie Chiara Mastroianni und ihrer Mutter Catherine Deneuve erstklassig besetztes Dreieckskonstrukt arbeitet formal mit den Mitteln der Suspense und des Thrillers. In Wahrheit handelt es sich jedoch um ein geradezu klassisches Liebesmelodram. Wäre das Leben selbst nicht so von Zufällen bestimmt, man könnte das, was der Franzose Benoît Jacquot in seinem neuen Film „3 Herzen“ erzählt, vorschnell als etwas zu konstruiert und unglaubwürdig abtun. Dabei sind Zufälle wie der des verpassten Treffens selbst schon Kinolegenden. Bereits zum dritten Mal spielt die „Grande Dame“ des französischen Kinos, Catherine Deneuve, im übrigen schon die Filmmutter ihrer Tochter Chiara Mastroianni.




Do 30.4. - So 3.5. um 21.00 Uhr Großer Saal


Leviathan    140 min.   

Russland 2014 Regie: Andrey Zvyagintsev

Der Glanz russischer Filmkunst ist reichlich vergilbt. Umso erfreulicher, wenn sie sich mit solch einem bildgewaltigen Paukenschlag zurückmeldet. Ein hochkarätiges, um nicht zu sagen: lupenreines Arthaus-Opus, das in Cannes gefeiert wurde. Die Story fällt klassisch schlicht aus: Ein aufrechter Familienvater wehrt sich gegen einen korrupten Bürgermeister, der ihm das hübsche Eigenheim und die Existenz wegnehmen will. Der Kampf des Helden ist aussichtslos. Eine Hiobsbotschaft jagt die nächste. Wie zum Hohn erzählt der feiste Kirchenmann dem Verzweifelten als bitteren Trost zum Schluss die biblische Geschichte des Hiob. Ein wuchtiges Meisterwerk.




Do 30.4. - Mi 6.5. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Verstehen Sie die Béliers?    104 min.   

Frankreich 2014 Regie: Éric Lartigau

Einzigartig humorvoll spielt die französische Erfolgskomödie „Verstehen Sie die Béliers?“ mit unserer Wahrnehmung von Normalität. Ohne jede Spur von aufdringlicher Effekthascherei siedelt Regisseur Éric Lartigau seine turbulente Coming-of-Age-Geschichte einer jungen Frau in einem lautlosen Universum an. Sensibel inszeniert der 51jährige  die scheinbar stille Welt tauber Menschen und versammelt dabei ein glänzendes Ensemble. Neben der preisgekrönten Karin Viard überzeugt vor allem die ungeheuer erfrischende Präsenz der jungen Hauptdarstellerin und Newcomerin Louane Emera in diesem bewegendem Schauspielerkino mit berührender Dramatik und bezaubernden Pepp.