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  KINOPLAN für Monat Juli 2015


Woche vom 25.
06. bis 01. 07. 2015



Do 25.6. - So 28.6. um 21.30 Uhr Großer Saal


Lost River    95 min.   

USA 2014 Regie: Ryan Gosling

Mit dem Thriller Lost River gibt der Schauspieler Ryan Gosling seinen Einstand als Drehbuchautor und Regisseur.- Die Bewohner von Lost River haben es nicht leicht. Die Kleinstadt ist dem Untergang geweiht und lassen sie mehr und mehr zur Geisterstadt verkommen. Die allein erziehende Billy lebt mit ihren beiden SÇôhnen nahezu als einzige noch in der Nachbarschaft. Billy verdingt sich als Striptease-TÇÏnzerin, doch die Schulden wachsen ihr Ǭber den Kopf. Da macht der Bankmanager Dave ihr ein Angebot, in einem Performance- Theater der ganz besonderen Art aufzutreten. Gleichzeitig entdeckt ihr ÇÏlterer Sohn eine StraÇ?e, die mitten in den Fluss fǬhrt. Es heiÇ?t, dort unten in der dunklen Tiefe sollen Monster hausen. Und so begeben sich sowohl Mutter als auch Sohn auf eine Reise in unbekannte Weltenƒ?Ý




Mo 29.6. - Mi 1.7. um 21.00 Uhr Großer Saal


Als wir träumten    117 min.   

D 2015 Regie: Andreas Dresen

Nach ƒ??Willenbrockƒ?? nimmt sich Andreas Dresen diesmal mit ƒ??Als wir trÇÏumtenƒ?? des Romans von Clemens Meyer Ǭber eine Jugend-Clique in der Nachwendezeit in Leipzig an. Das Drehbuch schrieb der groÇ?e Wolfgang Kohlhaase. Vor der Kamera versammelt Dresen eine Horde Jungschauspieler, deren (noch) unbekannte Gesichter die dǬstere Geschichte von neuen FreirÇÏumen und freiem Fall antreiben. Der Mauerfall und die Zeit danach werden ¶ÿzu einer ungeheuren menschlichen Erfahrung. FǬr kurze Zeit scheint alles mÇôglich. Und selbst, als dieser Moment vergangen ist, bleibt seine Wahrheit doch zurǬck. Insofern ist Dresen wieder ein Film gelungen, der in seinem Kern von einem tiefen Optimismus durchzogen ist. Aller DǬsternis zum Trotz.




Do 25.6. - So 28.6. um 19.00 Uhr und
Mo 29.6. - Mi 1.7. um 18.30 Uhr Großer Saal


Kiss the Cook    114 min.   

USA 2014 Regie: Jon Favreau

Kochshows im Fernsehen sind seit Jahren ein preiswertes Rezept fǬr fette Quoten. Auf der Leinwand wird gleichfalls gerne gut gegessen, von ƒ??Brust oder Keuleƒ?? bis zu ƒ??Bella Marthaƒ??. Nun zieht ƒ??Iron Manƒ??-Macher Jon Favreau die KochschǬrzen an und besinnt sich als Autor, Regisseur und Darsteller auf seine Indie-UrspǬnge. Er gibt den ambitionierten KǬchenchef, der den Job im biederen Edel-Restaurant an den Nagel hÇÏngt, um sich mit einer fahrbaren Grill-Bude selbst zu verwirklichen und mehr Zeit mit seinem Sohn zu verbringen. HǬbsch angerichtetes, fluffiges Comedy-SoufflǸ mit reichlich Kitschkalorien - und einer Starbesetzung als SahnehÇÏubchen. So wird Genuss-Kino zum Kino-Genuss: Eine leckere Alternative zum Hollywood-Fastfood. - Darsteller: Jon Favreau, John Leguizamo, Scarlett Johansson, Dustin Hoffman, Robert Downey Jr.




Do 25.6. - Mi 1.7. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Die abhandene Welt    101 min.   

D 2014 Regie: Margarethe von Trotta

Nach dem Triumph ihres PortrÇÏts von ƒ??Hannah Arendtƒ?? widmet sich Margarethe von Trotta nun einer ganz persÇônlichen Geschichte. Die Grande Dame des deutschen Kinos erzÇÏhlt von einer Frau, die durch Zufall ihre Schwester findet, von der sie bislang nichts wusste. Die Story klingt wie aus einer Seifenoper - doch sie basiert nicht nur auf wahren Begebenheiten, sondern ist der Regisseurin tatsÇÏchlich ganz ÇÏhnlich passiert. Mit Katja Riemann und Barbara Sukowa hochkarÇÏtig besetzt, prÇÏsentiert sie ein feinsinniges Schwestern-Drama, das emotional funktioniert und dessen raffinierte Puzzle-Konstruktion fǬr einige Ç?berraschungen gut ist. Darsteller: Katja Riemann, Barbara Sukowa, Mathias Habich, Gunnar MÇôller, Karin Dor





Woche vom 02.
07. bis 08. 07. 2015



Do 2.7. - So 5.7. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Verstehen Sie die Béliers?    104 min.   

Frankreich 2014 Regie: Éric Lartigau

Einzigartig humorvoll spielt die französische Erfolgskomödie „Verstehen Sie die Béliers?“ mit unserer Wahrnehmung von Normalität. Ohne jede Spur von aufdringlicher Effekthascherei siedelt Regisseur Éric Lartigau seine turbulente Coming-of-Age-Geschichte einer jungen Frau in einem lautlosen Universum an. Sensibel inszeniert der 51jährige  die scheinbar stille Welt tauber Menschen und versammelt dabei ein glänzendes Ensemble. Neben der preisgekrönten Karin Viard überzeugt vor allem die ungeheuer erfrischende Präsenz der jungen Hauptdarstellerin und Newcomerin Louane Emera in diesem bewegendem Schauspielerkino mit berührender Dramatik und bezaubernden Pepp.




Mo 6.7. - Mi 8.7. um 18.30 Uhr Großer Saal


Shaun das Schaf – Der Film    85 min.    ohne Altersbeschränkung

GB/F 2015 Regie: Mark Burton, Richard Starzack

Mit dem neugierigen Schaf Shaun schicken die Trickkünstler von Aardman Animation („Wallace & Gromit“, „Chicken Run“) nun ihre vielleicht beliebteste Figur in ihr erstes Kinoabenteuer. Shaun und seine Artgenossen verschlägt es darin vom idyllischen Bauernhof in die große Stadt, wo so manches Abenteuer auf sie wartet. Gedreht in der klassischen Stop-Motion-Technik besitzt der Film einen ganz eigenen, unverkennbaren Look. Dass die Liebe zum Detail hier jederzeit spürbar ist, lässt den Film zu einem großen Spaß für Kinozuschauer jeden Alters werden.




Mo 6.7. - Mi 8.7. um 20.30 Uhr Großer Saal


Grand Budapest Hotel    100 min.   

USA/D 2013 Regie: Wes Anderson   Wunschfilm

In der kunterbunten Nonsens-Komödie „Grand Budapest Hotel“ nimmt Regie-Star Wes Anderson den Zuschauer mit auf eine skurrile, temporeiche und überaus kurzweilige Zeitreise in einen fiktiven osteuropäischen Kurort zwischen den Weltkriegen. Der diesjährige Eröffnungsfilm der Berlinale funktioniert als fantasievoll bebildertes Feel-Good-Märchen und beeindruckende Star-Revue. Neben vielen Weggefährten stand auch der Brite Ralph Fiennes erstmals in einem Wes-Anderson-Film vor der Kamera. Witz, Esprit und die für Anderson so typische Melancholie zeichnen die größtenteils in Deutschland abgedrehte Produktion aus. Darsteller: Ralph Fiennes, Jeff Goldblum, Adrien Brody, Tilda Swinton, Edward Norton, F. Murray Abraham, Willem Dafoe, Bill Murray - Mehrfach ausgezeichnet mit dem Oscar 2015!




Do 2.7. - So 5.7. um 18.30 Uhr Großer Saal


Honig im Kopf    136 min.   

D 2014 Regie: Til Schweiger   Tipp

Welch kühner Coup: Der erfolgreichste Komödien-Regisseur des Landes dreht mit dem ungekrönten Comedy- Altstar einen Film - über Demenz. Ein denkbar heikles Thema, zudem hochgradig kitschgefährdet. Doch Til Schweiger gelingt der Balanceakt einer bewegenden Tragikomödie, die dieser grässlichen Fratze Alzheimer mit dem richtigen Humor grandios Paroli bietet. Dieter Hallervorden als zunehmend umnachteter Großvater läuft zu Höchstleistung auf - grade so, als hätte er sich bei "Sein letztes Rennen" erst warmgelaufen. Schweiger-Tochter Emma sorgt als resolute Enkelin charmant unverkrampft für den kindlich unbefangenen Blick auf jene Krankheit, für die der Titel eine wahrlich poetische Metapher gefunden hat. Darsteller: Emma Schweiger, Dieter Hallervorden, Til Schweiger, Jeanette Hain, Jan Josef Liefers, Katharina Thalbach, Tilo Prückner




Mo 6.7. - Mi 8.7. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Dänische Delikatessen    95 min.   

Dänemark 2003 Regie: Anders Thomas Jensen

Die Kumpel und Metzger Bjarne und Svend machen sich selbständig- im Fleischergeschäft. Allerdings läuft der Laden nicht gut, bis Svend durch einen bizarren Zufall ein neues, außergewöhnliches Gericht zusammenbraut. Plötzlich brummt das Geschäft, aber viel zu schnell geht die mysteriöse Geheimzutat ihrer kulinarischen Entdeckung aus. So entsteht ihr größtes Problem: die ORGANisation des Fleisch-Nachschubs. So müssen die beiden lernen, jegliche Skrupel zu verlieren, wenn sie im Geschäft bleiben wollen.- Eine freche , skurrile zugleich auch unbekümmerte Komödie, die durch die Schauspieler, als auch durch seinen spannenden, überraschenden Plot überzeugt.Darsteller: Mads Mikkelsen, Line Kruse




Do 2.7. - So 5.7. um 21.30 Uhr Großer Saal


Cobain: Montage of Heck    135 min.   

USA 2015 Regie: Brett Morgan

Kurt Cobain wurde das Sprachrohr seiner Generation genannt – eine Rolle, die er nie für sich beanspruchte und die ihn hoffnungslos überforderte. Der „Nirvana“-Frontmann war ein hoch sensibler, zutiefst unglücklicher junger Mann. Und mit dem ungeheuren Talent gesegnet, seine Gefühle musikalisch auszudrücken. Hört man die Musik von Nirvana heute, erscheint es unglaublich, das seit Cobains Selbstmord am 5. April 1994 wirklich mehr als 20 Jahre vergangen sein sollen. Regisseur Brett Morgan stand für sein Filmprojekt Cobains gesamter Nachlass zur Verfügung. Er montiert daraus eine Doku, die nicht die Karriere, sondern das kurze Leben des Musikers in den Fokus nimmt.





Woche vom 09.
07. bis 15. 07. 2015



Do 9.7. - So 12.7. um 19.00 Uhr und
Mo 13.7. - Mi 15.7. um 18.30 Uhr Großer Saal


Die Frau in Gold    110 min.   

GB / USA 2014 Regie: Simon Curtis   Tipp

Nach wie vor stellt der NS-Kunstraub ein unbewältigtes Kapitel dar. Eindringlich beleuchtet das bewegende Drama diesen Teil beschämender Vergangenheitsbewältigung. In dem auf Fakten basierenden zermürbenden Rechtsstreit um die Rückgabe des berühmten Jugendstil-Portraits „Die Goldene Adele“ von Gustav Klimt brilliert die britische Grand-Dame und Oscar-Preisträgerin Helen Mirren als rechtmäßige Erbin und Holocaust- Überlebende Maria Altmann. Seinen Spannungsbogen verdankt Regisseur Simon Curtis erhellender Justizkrimi gegen das Verdrängen und Vergessen hauptsächlich dem fast biblischen Kampf David gegen Goliath. Denn unbeirrbar pocht seine Hauptprotagonistin jahrelang auf Gerechtigkeit gegenüber der ignoranten Alpenrepublik. Darsteller: Helen Mirren, Ryan Reynolds, Daniel Brühl, Katie Holmes, Justus von Dohnányi, Tom Schilling, Moritz Bleibtreu




Mo 13.7. - Mi 15.7. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach    100 min.   

Schweden / Frankreich/Deutschland 2014 Regie: Roy Andersson   Der besondere Film

Für Cineasten begann das neue Jahr mit einer Offenbarung: Mit Roy Anderssons neuem Film über zwei traurige Gestalten, die den Menschen den Spaß bringen wollen, ein lustiges, trauriges und auf ganz eigene Art ergreifendes Meisterwerk. Der schwedische Regisseur treibt hier sein in Vorgängerfilmen wie „Songs from the Second Floor“ erprobtes stilistisches Konzept auf neue künstlerische Höhen. Der aus 39 teils miteinander verbundenen, teils für sich stehenden Szenen konstruierte Film wurde bei den Filmfestspielen in Venedig 2014 mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet! - Ein Meisterwerk des lakonischen Humors./ FAZ




Do 9.7. - So 12.7. um 21.30 Uhr Großer Saal


Mad Max: Fury Road    120 min.   

Australien / USA 2015 Regie: George Miller

Späte Fortführung der gleichnamigen, seit 1979 gedrehten australischen Endzeit-Actionfilm-Reihe. In einem visuell einzigartigen Spektakel entfaltet sich vor der Totalen der Wüste eine Choreografie aus aufsehenerregenden Stunts und bombastischen Bildtableaus. Die dünne Geschichte wartet mit stilsicher eingesetzten Camp-Elementen auf und zieht visuell und akustisch in ihren Bann. Reine Unterhaltung ohne tiefere Botschaft. Mit: Tom Hardy, Charlize Theron, Zoë Kravitz




Do 9.7. - So 12.7. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Sehnsucht nach Paris    96 min.   

Frankreich 2014 Regie: Marc Fitoussi   Wunschfilm

Sie ist das weibliche Gesicht des französischen Kinos der vergangenen Jahrzehnte: Die Filmdiva Isabelle Huppert. In dieser einfühlsamen romantischen Komödie bricht die einstige Chabrol-Muse als Frau eines Rinderzüchters aus ihrer Eheroutine in der Provinz aus. Doch Regisseur Marc Fitoussie lässt sie dabei nicht als tragische Heldin a la Madame Bovary enden, sondern gönnt ihr neben einem charmanten Liebhaber auch einen Neuanfang mit ihrem genialen Filmpartner, dem exzellenten Jean-Pierre Darroussin. Eine hinreißende französische Komödie mit Tiefgang und Esprit. - Darsteller: Isabelle Huppert, Jean-Pierre Darrossin, Jean- Charles Clichet, Michael Nyqvist, Pio Marmai, Marina Fois




Mo 13.7. - Mi 15.7. um 21.00 Uhr Großer Saal


Adams Äpfel    90 min.   

Dänemark 2005 Regie: Anders Thomas Jensen

Dänischer Schwarzhumor, solide Handarbeit und ein liebevoller Umgang mit den gestörten Protagonisten des Films machen „Adams Äpfel“ von Men&Chicken( Start ab 23.7.)-Regisseur Anders Thomas Jensen zu einem der verrücktesten und lustigsten Filme der letzten Jahre: Neonazi Adam wird zur Rehabilitierung aufs Land geschickt. Dort gerät er unter die Fittiche von Pfarrer Ivan, der mindestens ebenso verrückt ist wie seine Schäfchen – ein Terrorist, ein Alkoholiker und ein alter Nazi - und dessen Naivität Adam zur Weißglut treibt. Ohne es eigentlich recht zu wollen, verbeisst er sich in einen Kreuzzug gegen die manische Güte des Pfarrers. Darsteller: Ulrich Thomsen, Mads Mikkelsen, Nicolas Bro





Woche vom 16.
07. bis 22. 07. 2015



Do 16.7. - So 19. 7. um 18.30 Uhr Großer Saal


Die Gärtnerin von Versailles    116 min.   

Großbritannien 2014 Regie: Alan Rickman   Tipp

Mit der opulenten Verfilmung einer feinfühligen Romanze, seziert Regisseur Alan Rickman auch die gekünstelte Blasiertheit des europäischen Adels. Stringent setzt sein sensibles Erzählkino um eine starke Frau auf den Reiz des Unausgesprochenen, die Symbolik von Blicken und die leisen Zwischentöne. Nicht zuletzt die hervorragende Besetzung mit der Oscar-Preisträgerin Kate Winslet und dem belgischen Shootingstar Matthias Schoenaerts macht sein empfindsames Historiendrama sehenswert. Nur schade, dass es ausgerechnet seine faszinierende Hauptfigur so nie gegeben hat. Die berückende Kulisse englischer Schlösser und Gärten am Ende des 17. Jahrhunderts sorgt zudem für einen fulminanten, entspannenden Augenschmaus.




Do 16.7. - So 19. 7. um 21.00 Uhr Großer Saal


Victoria    140 min.   

D 2014 Regie: Sebastian Schipper

Auf die Idee muss man erstmal kommen: Einen Film komplett in einer Einstellung zu drehen, ohne technische Tricks, ohne Netz und doppelten Boden, mit vollem Risiko. Genau das haben Sebastian Schipper und seine Mitstreiter mit „Victoria“ gewagt und dabei auf ganzer Linie gewonnen. Einer der aufregendsten deutschen Filme seit Jahren und mit großem Jubel auf der Berlinale vorgestellt. Frederick Lau spielt 'Sonne', der am Ende einer langen Berliner Clubnacht eine spanische Austauschstudentin kennenlernt und eigentlich sehr viel lieber weiter mit ihr tanzen würde, anstatt in den frühen Morgenstunden eine Bank überfallen zu müssen. Das alles geschieht in Echtzeit und ohne einen einzigen Schnitt - selten war deutsches Kino aufregender.




Do 16.7. - So 19. 7. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Die Genialität des Augenblicks - Der Fotograf Günter Rössler    93 min.   

D 2012 Regie: Fred R. Wittlitzkat

Der Film zur derzeitigen Ausstellung im Schloss Lichtenwalde. - Günter Rössler gilt als bedeutendster Aktfotograf des Ostens. Seine Aktbilder im „Magazin“ machten ihn berühmt. In der „Sibylle2 lichtete er Stil und Geschmack der Zeit ab und setzte nicht nur schöne, sondern auch selbstbewusste Frauen in Szene – sein Beitrag zur Emanzipation der Frau aus einem Blickwinkel, der heute außergewöhnlich scheint. Im geschlossenen System DDR konnte Rössler kein internationaler Star werden, wie er es verdient gehabt hätte. Heute aber sind seine Fotografien in zahlreichen Kunstsammlungen und Museen vertreten. Dieser Film stellt den damals 86-jährigen, immer noch arbeitenden Günter Rössler vor, so, wie seine Fotos ihre Zeit abbilden: schlicht, treffend und stilsicher. Er starb im Dezember 2012.





Woche vom 23.
07. bis 29. 07. 2015



Do 23.7. - So 26.7. um 19.00 Uhr Großer Saal


Still Alice    99 min.   

USA 2014 Regie: Richard Glatzer & Wash Westmoreland   Wunschfilm

Für ihre Hauptrolle in diesem Alzheimer-Drama erhielt Julian Moore den Oscar 2015 als beste Darstellerin. Der einfache Stil der Verfilmung, die gradlinige Erzählung eines geistigen Verfalls lassen die Darstellung Moores noch kraftvoller erscheinen.- Alice (Julianne Moore) arbeitet als Linguistin, führt mit dem Biologen John (Alec Baldwin) eine glückliche Ehe und hat drei Kinder. Zur Feier ihres 50. Geburtstages ist die gesamte Familie versammelt, alles scheint in bester Ordnung, doch einige Tage später bemerkt Alice ungewöhnliche Veränderungen: Beim Joggen vergisst sie für einen Moment wo sie sich befindet, kleine Vergesslichkeiten nehmen plötzlich zu. Die Diagnose ist niederschmetternd: Alice leidet an einer seltenen Form von Alzheimer, die auch Menschen erfassen kann, die eigentlich noch zu jung sind. Besonders tragisch ist, dass es sich um eine vererbbare Form der Krankheit handelt.




Mo 27.7. - Mi 29.7. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Die Maisinsel    100 min.   

Georgien, D 2014 Regie: George Ovashvili   Der besondere Film

In seiner meditativen Langsamkeit, seiner allegorischen Geschichte ist der Film klassisches Festivalkino und wurde schon oft ausgezeichnet. Er gewann beim Internationalen Filmfestival in Karlsbad und war Georgiens Beitrag für den Auslands-Oscar. Es ist ein bemerkenswertes Drama, eine fast stumme Erzählung mit starken, oft aber auch enigmatischen Bildern über eine symbolische Suche nach einem freien Leben in der vergänglichen Welt einer kaukasischen Grenzregion. Im Frühjahr bilden sich dort durch aus dem Gebirge herabgeschwemmte Erdbrocken in der Mitte des Flusses kleine Inseln, die nur wenige Monate existieren und vorübergehend fruchtbares Land erschaffen.




Do 23.7. - Mi 29.7. um 21.15 Uhr Großer Saal


Men & Chicken    104 min.   

Dänemark/ D 2014 Regie: Anders Thomas Jensen

Man sollte sich nicht von der Harmlosigkeit des Titels täuschen lassen, denn hinter Anders Thomas Jensens „Men & Chicken“ verbergen sich Abgründe. So böse „Dänische Delikatessen“ und „Adams Äpfel“ waren, sie lassen nur ahnen, welche Abgründe Jensen in seiner neuen Regiearbeit auslotet. Von der Satire in „Adams Äpfel“ ist zwar auch noch einiges zu spüren, doch im Kern ist Jensens vierter Spielfilm eine verstörende Dystopie über Menschenversuche und Sodomie. Fraglos muss man sich auf „Men & Chicken“ einlassen, tut man dies jedoch, wird man mit einem herausragenden Film belohnt, der viel mehr ist als bloßes Schockkino.Darsteller: Mads Mikkelsen, David Dencik




Do 23.7. - So 26.7. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Das Salz der Erde    109 min.   

F 2014 Regie: Wim Wenders und Juliano Ribeiro Salgado   Wunschfilm

Eine Künstler-Dokumentation über den meisterhaften Fotografen Sebastião Salgado. Bei der Premiere in Cannes wurde der Film frenetisch gefeiert wie kaum ein anderer. Die Bilder des Brasilianers bewegen seit 40 Jahren die Menschen weltweit. Mit dessen Sohn Juliano als Ko-Regisseur an seiner Seite findet Wenders einen sehr persönlichen Zugang zu dem Maestro der Fotografie. Dass dieser charismatische Charakterkopf seine Werke mit launigen Worten selbst kommentiert, macht den besonderen Reiz dieser großartigen Hommage aus. Eindrucksvoller als auf der großen Kinoleinwand wird man diese Bilder in keiner Ausstellung zu sehen bekommen.




Mo 27.7. - Mi 29.7. um 18.30 Uhr Großer Saal


Best Exotic Marigold Hotel - 2    124 min.   

USA/UK 2014 Regie: John Madden

Knapp drei Jahre nach dem Publikumsliebling „Best Exotic Marigold Hotel“ ist es an der Zeit für eine Fortsetzung. Darin kommt es nicht nur zu einem Wiedersehen mit den alten Dauergästen (Maggie Smith, Bill Nighy, Judi Dench, Ronald Pickup) sondern auch mit so manchem Neuankömmling (Richard Gere). Wieder unter der Regie von John Madden fügen sich Episoden aus dem Hotelalltag und den parallel anlaufenden Hochzeitsvorbereitungen von „Marigold“-Besitzer Sonny zu einem kurzweiligen Mosaik vor exotischer Urlaubskulisse. Happy End & Bollywood-Flair garantiert!





Woche vom 30.
07. bis 05. 08. 2015



Do 30.7. - So 2.8. um 19.00 Uhr Großer Saal


Frau Müller muss weg    87 min.   

D 2014 Regie: Sönke Wortmann   Tipp

Frau Müller ist Lehrerin, und sie muss weg, weil sie nicht genügend gute Noten vergibt - finden zumindest die versammelten Elternverteter. Schließlich entscheidet das nächste Zeugnis darüber, ob die Kinder den Sprung aufs Gymnasium schaffen... Basierend auf dem erfolgreichen Theaterstück von Lutz Hübner verwandelt Sönke Wortmann eine Grundschulklasse in die Kampfarena elterlicher Eitelkeit. Mit einem herrlich aufgelegten Ensemble (allen voran Anke Engelke als Business-Mom) inszenierte er eine Komödie über einen Elternabend, die sich als erhellende,  beißende Satire entpuppt über den Druck an den Schulen, der heutzutage auf allen Beteiligten - Schülern, Eltern, Lehrer - lastet. Und läßt dabei erfreulicherweise die (engagierte) Lehrerseite mal gut aussehen.- Darsteller: Anke Engelke, Gabriele Maria Schmeide, Justus von Dohnanyi u.a.




Do 30.7. - So 2.8. um 21.00 Uhr Großer Saal


Amy    127 min.   

USA 2015 Regie: Asif Kapadia

Amy Winehouse war eine der schillerndsten Figuren der Popmusik. Ihr früher Tod schockierte die Musikwelt. Ausgestattet mit einer phänomenalen Soulstimme  konnte die sechsfache Grammy-Gewinnerin wie keine zweite ihren Liebeskummer in Melodien und Worte kleiden. Doch die legendäre Sängerin mit der Bienenkorbfrisur litt an schweren Drogen- und Alkoholproblemen. Der britische Regisseur Asif Kapadia fasst ihre Geschichte von Aufstieg und tragischen Ende in einen anrührenden Dokumentarfilm. Dabei zeichnet er das Portrait eines verletzlichen, gehetzten, fragilen Menschen, der am Ruhm zerschellt. Seine bewegende Hommage an eine glänzende, geistreiche, temperamentvolle junge Frau rehabilitiert die begnadete Musikerin.




Do 30.7. - So 2.8. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Mein Herz tanzt    105 min.   

Israel, D 2014 Regie: Eran Riklis

Eran Riklis ist ein Spezialist für komplexe Stoffe in Israel, die er publikumstauglich aufzubereiten weiß. Das hat er mit „Die syrische Braut“ (2004) gezeigt, zuletzt mit „Lemon Tree“ (2008). Beide Male ging es um Geschichten im Grenzgebiet zu Israel. In seinem neuen Film „Mein Herz tanzt“ setzt er diese Tradition fort und schickt einen intelligenten Palästinenserjungen auf eine jüdische Schule in Jerusalem. Wie der Junge mit seiner Außenseiterrolle umgeht und auf der Suche nach seiner Identität seinen Weg geht, wird sehr sehenswert als humorvoller, die politischen wie auch gesellschaftlichen Konflikte aber sehr ernst nehmender Toleranzappell geschildert.