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  KINOPLAN für Monat Juli 2014


Woche vom 26.
06. bis 02. 07. 2014



Do 26.6. - So 29.6. um 19.00 Uhr und
Mo 30.6. - Mi 2.7. um 18.30 Uhr Großer Saal


One Chance – einmal im Leben    103 min.   

Großbritannien, USA 2013 Regie: David Frankel

Das berührende Biopic „One Chance – einmal im Leben“ präsentiert seine teils wahre Geschichte über den „Britain´s got Talent“-Gewinner Paul Potts als Kino der großen Gefühle. Dabei vermeidet US-Regisseur David Frankel („Der Teufel trägt Prada“) trotzdem stilsicher Pathos und Hollywood-Sentimentalitäten. Vielmehr inszeniert der 54jährige New Yorker sein modernes Märchen vom Aufstieg eines Handyverkäufers zum Klassikstar fast wie ein Stück poetisch-britisches Arbeiterkino mit der universellen Botschaft: Lebe Deinen Traum.  Darsteller: Jemima Rooper, Julie Walters, James Corden




Do 26.6. - So 29.6. um 21.30 Uhr und
Mo 30.6. - Mi 2.7. um 21.00 Uhr Großer Saal


Stereo    95 min.   

D 2014 Regie: Maximilian Erlenwein

Nach seinem Rückzug aufs Land genießt der raue Motorrad-Mechaniker Erik (Jürgen Vogel) das Glück einer kleinen Familie. Bis mit Henry (Moritz Bleibtreu) eine Gestalt auftaucht, die nur er sehen kann. Zudem will ihn eine weitere zwielichtige Figur in die Halbwelt drängen. Regisseur Maximilian Erlenwein gelingt mit den klasse Hauptdarstellern Jürgen Vogel und Moritz Bleibtreu ein ausdrucksstarker Rache-Thriller, der gerade auf der Berlinale seine Weltpremiere feierte.- „Stereo“ feiert Geschwindigkeit, klare und prägnante Bilder, Maskulines wie Motoren, Maschinenöl und Tattoos, unterstützt durch heftige Bassklänge. Im deutschen „Fight Club“, der am Ende heftig brutal wird, gibt Jürgen Vogel den braven Edward Norton und Bleibtreu Brad Pitts Tyler Durden. Oder vielleicht doch umgekehrt?




Mo 30.6. - Mi 2.7. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Gabrielle - (k)eine ganz normale Liebe    104 min.   

Kanada 2013 Regie: Louise Archambault   Der besondere Film

Das Thema Inklusion ist derzeit in aller Munde. Über die Möglichkeiten, Schwierigkeiten und Grenzen der Einbeziehung behinderter Menschen erzählt das kanadische Drama auf ungemein berührende, sanfte Weise. Es handelt von der Liebe zweier lebenslustiger, musikalischer junger Menschen mit einem Gendefekt. Der zweite Langfilm der kanadischen Regisseurin Louise Archambault und der Produzenten von „Monsieur Lazhar“ gewann den Publikumspreis in Locarno, eröffnete das Filmfest Hamburg und war der kanadische Oscar-Beitrag 2014. - „Gabrielle“ stellt schwierige Fragen, ohne zu behaupten, es gebe für sie eine abschließende Antwort. Das Drama schafft etwas ganz anderes: Es setzt auf überzeugende Weise filmische Mittel ein, um den Zuschauer ganz intim in eine ihm fremde Welt hineinzuversetzen.





Woche vom 03.
07. bis 09. 07. 2014



Do 3.7. - So 6.7. um 18.00 Uhr und
Mo 7.7. - Mi 9.7. um 20.00 Uhr Großer Saal


Boyhood    163 min.   

USA 2014 Regie: Richard Linklater   Tipp

Das hat es im Kino so noch nicht gegeben! Zwölf Jahre begleitete Richard Linklater einen Jungen beim Erwachsenwerden. Am Anfang ist Mason ein sechsjähriges Schulkind, am Ende geht er mit 18 ans College. Gespielt wird dieser junge Held stets von Ellar Coltrane. Seine Film-Eltern geben Patricia Arquette und Ethan Hawke. Die Rolle der Schwester übernimmt Lorelei Linklater, die Tochter des Regisseurs. Ihm gelingt ein filmisches Familienalbum, das ebenso klug wie komisch, so gefühlvoll wie unsentimental die Zuschauer am Leben einer Patchwork-Familie teilhaben lässt. Und dessen Wiedererkennungseffekte einen ganz besonderen Zauber entwickeln. Selten fielen fast drei Stunden auf der Leinwand derart kurzweilig aus. Mehr Kino-Magie wird in diesem Jahr kaum zu finden sein. Ein Meilenstein der Filmgeschichte!




Do 3.7. - So 6.7. um 21.30 Uhr Großer Saal


Zoran - mein Neffe der Idiot    112 min.   

Italien 2013 Regie: Matteo Oleotto

Alles dreht sich um den Wein im Nordosten Italiens, und das Trinken ist die wichtigste Freizeitbeschäftigung, besonders für den Säufer und Zyniker Paolo. Doch als er von einer verstorbenen Tante einen 15-jährigen Neffen erbt, ändert sich sein Leben komplett, denn der Junge hat eine einzigartige Begabung zum Dartspiel. Paolo beschließt, mit Hilfe von Zoran reich zu werden. Die ungewöhnliche, kleine Männerkomödie handelt vom nur scheinbar langweiligen Leben in der Provinz. Es geht um Wein, Weib und Gesang, aber vor allem um den Sieg der Freundschaft über die Einsamkeit.




Do 3.7. - So 6.7. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Oktober November    114 min.   

Österreich 2013 Regie: Götz Spielmann

Eine österreichische Familiengeschichte um zwei Schwestern, die sich über die Krankheit ihres Vaters einander nähern. Wer nun aber glaubt, dies sei ein schwer bekömmlicher Film, der irrt sich. Denn Götz Spielmann macht daraus eine mit leichter Hand inszenierte Geschichte: untheatralisch und mit sparsamen Dialogen, ein zwar gewichtiger, aber keinesfalls kopflastiger Film von schöner Wahrhaftigkeit. - Als der Vater, nicht ganz unerwartet, von einem Herzinfarkt niedergestreckt wird und bald darauf aus dem Krankenhaus nach Hause zurückkehrt, übernehmen die beiden ungleichen Schwestern die Pflege des Vaters, rücken dichter zusammen, lernen sich neu kennen. Es ist Herbst, die Blätter färben sich, Konflikte kommen zum Vorschein, kleine und große Geheimnisse werden gelüftet, und ein alter Mann findet seinen Frieden. Darsteller: Nora von Waldstätten, Ursula Strauss, Peter Simonischek




Mo 7.7. - Mi 9.7. um 18.00 Uhr Großer Saal


Faszinating India 3 D    91 min.   

D/IND 2013 Regie: Simon Busch   3D

Aus westlicher Sicht umgibt die indische Kultur so viele Geheimnisse, Mythen und Widersprüche wie kaum eine zweite. Erstmals in 3D erkundet nun ein Dokumentarfilm den Norden dieses gewaltigen Subkontinents und dessen kulturelles Erbe. Filmemacher und Indien-Fan Simon Busch besuchte heilige Stätten, prachtvolle Tempelanlagen und das lebendige Stadtleben in Jaipur, Jodhpur und Delhi. Sein Film zeigt ein Sehnsuchtsland, das bei nicht wenigen Fernweh und Reiselust auslösen dürfte.





Woche vom 10.
07. bis 16. 07. 2014



Do 10.7. - So 13.7. um 18.30 Uhr Großer Saal


Der Medicus    155 min.   

D 2013 Regie: Philipp Stölzl

Nach dem Tod seiner Mutter durch eine mysteriöse, im 11.Jahrhundert noch unheilbare Krankheit, zieht es den jungen Engländer Rob Cole viele Jahre später ins persische Isfahan. Dort lernt er bei Ibn Sina, dem berühmtesten Arzt des Orients, alles über Medizin, findet er die große Liebe, aber auch einen Hexenkessel vor, in dem er sich als Jude tarnen muss, weil Christen verfolgt werden, und der Einfluss muslimischer Fundamentalisten auch für den tyrannischen Schah, den Förderer Ibn Sinas, zur Bedrohung wird. Eine bis in alle Details gelungene Literaturverfilmung, die durch Eigenständigkeit überzeugt. Mit: Stellan Skarsgård, Tom Payne, Emma Rigby




Do 10.7. - So 13.7. um 21.30 Uhr und
Mo 14.7. - Mi 16.7. um 19.00 Uhr Großer Saal


Die zwei Gesichter des Januar    96 min.   

USA 2013 Regie: Hossein Amini

Kirsten Dunst und Viggo Mortensen in einem Thriller basierend auf einem Roman von Patricia Highsmith. Inszeniert vom bislang als Drehbuchautor erfolgreichen Hossein Amini ("Drive"). Ein stimmungsvolles Drama um zwei zutiefst fehlerhafte und dadurch zutiefst menschliche Charaktere, die im Griechenland der 60er Jahre um eine Frau, Geld und ihren Seelenfrieden ringen. - Rydal, ein jüngerer Amerikaner, treibt sich in Griechenland rum, arbeitet als Fremdenführer und betört mit seinem Charme und seinem markanten Äußeren junge Damen der besseren Gesellschaft, die er schon mal um ein paar Dollar erleichtert. Ihm gegenüber steht der ältere Chester, der sich nicht mit kleinen Betrügereien aufhält, sondern mit größeren: Mit windigen Geschäften hat er viel Geld verdient, hat dabei aber dummerweise auch einige richtige Gangster betrogen. So befindet er sich nun auf der Flucht, einer sehr mondänen Flucht allerdings, in teuren Hotels und guten Anzügen, die auch notwendig sind, um seine junge Frau Colette bei Laune zu halten.




Do 10.7. - Mi 16.7. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Alles inklusive    109 min.   

D 2014 Regie: Doris Dörrie   Wunschfilm

Mit „Alles inklusive“ verfilmte Doris Dörrie ihren eigenen Roman, eine clever gestrickte Komödie um die Liebesnöte einer tapsig sympathischen Heldin sowie die Lebenslust ihrer Hippie-Mutter, die sich in einer spanischen Touristen-Hochburg von ihrer Hüftoperation erholt und dabei über ihre Vergangenheit stolpert. Bestes Schauspielfutter für eine in Hochform glänzende Hannelore Elsner und die nicht minder überzeugende Nadja Uhl - denen eine putzige französische Bulldogge freilich fast die Show stiehlt. Ein lässig vergnügliches Lustspiel mit bewährtem Dörrie-Touch! Darsteller: Hannelore Elsner, Nadja Uhl, Hinnerk Schönemann, Axel Prahl, Robert Stadlober




Mo 14.7. - Mi 16.7. um 21.15 Uhr Großer Saal


12 Years a Slave    134 min.   

USA 2013 Regie: Steve McQueen.

Nach seinen Meisterwerken „Hunger“ und „Shame“ wurde der neue Film des Regisseurs Steve McQueen bei seiner Premiere auf dem Toronto Filmfestival frenetisch gefeiert und gilt als ein Top-Favorit bei der kommenden Oscar-Verleihung: zurecht. Es gelingt ihm auf intensive und eindringliche Weise zu vermitteln, was das dunkelste Kapitel der amerikanischen Geschichte, die Sklaverei, für alle Beteiligten bedeutet hat, vor allem für die Opfer. Die wie immer hervorragende Bildgestaltung und exzellente Schauspielleistungen machen „12 Years a Slave“ zu einem in jeder Hinsicht historischen Film. Darsteller: Chiwetel Ejiofor, Paul Giamatti, Michael Fassbender, Brad Pitt u.a.





Woche vom 17.
07. bis 23. 07. 2014



Do 17.7. - So 20.7. um 19.00 Uhr Großer Saal


Super-Hypochonder    107 min.   

Frankreich 2013 Regie: Dany Boon

In seiner aberwitzigen neuen Komödie perfektioniert Dany Boon (WILLKOMMEN BEI DEN SCH’TIS)  seine Technik weiter. Die Plotwindungen werden immer alberner, Slapstick und Timing sind punktgenau und das bewährte Team  aus Boon, Kad Merad und Alice Pol agiert fein aufeinander angestimmt. Boon ist der Super-Hypochonder Romain Faubert, der beim kleinsten vermuteten Kontakt mit Mikroben in Ohnmacht fällt und seiner Umwelt nie ohne Desinfektionsmittel gegenüber tritt. Um die Nervensäge endlich los zu werden, beschließt sein Hausarzt Dimitri, ihn zu verkuppeln…




Do 17.7. - So 20.7. um 21.30 Uhr Großer Saal


Zeit der Kannibalen    93 min.   

D 2013 Regie: Johannes Naber

Drei Unternehmensberater, zwei Männer und eine Frau, wechselnde Hotelzimmer. Mehr braucht es nicht als Basis für geschliffene, pointierte, bitterböse Dialoge über Macht, Geld, Sex und Gier, wie man sie im deutschen Kino lange nicht gehört hat. Das brillante Drehbuch von Stefan Weigl macht „Zeit der Kannibalen“ zum Schaustück für drei Schauspieler, die ebenso viel Vergnügen an der Niedertracht zu haben scheinen, wie der Zuschauer im Kino. Ein herausragender Film. Darsteller: Devid Striesow, Sebastian Blomberg, Katharina Schüttler - "Ultrareduzierte, schneidend böse Groteske über Hardcore-Kapitalisten im Selbstzerstörungsmodus."/ KulturSPIEGEL




Do 17.7. - So 20.7. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Miss Sixty    98 min.   

D 2013 Regie: Sigrid Hoerner

Iris Berben und Edgar Selge in einer intelligenten und hochgradig witzigen Komödie made in Germany! Vielleicht werden die beiden zum Traumpaar des Kinofrühlings, denn die verzwickte Geschichte von der unangepassten Sechzigjährigen mit Kinderwunsch und vom berufsjugendlichen Weiberhelden mit 68er Vergangenheit bietet jede Menge Spaß, knackige Dialoge und überraschende Wendungen. Ein turbulenter, frischer Film, in dem bei aller Komik viel Wahrheit und Lebensweisheit steckt.- Darsteller: Iris Berben, Edgar Selge, Carmen-Maja Antoni, Björn von der Wellen, Jördis Richter, Götz Schubert, Michael Gwisdek




Mo 21.7. - Mi 23.7. um 18.30 Uhr Großer Saal


Sushi in Suhl    107 min.    Kinohit von 2013

D 2012 Regie: Carsten Fiebeler

Anfang der 70er Jahre – als Sushi selbst in der Bundesrepublik noch eine Rarität war – stellte ein japanisches Restaurant in der DDR eine geradezu unerhörte Novität dar. Doch sie gab es wirklich: Im thüringischen Suhl etablierte der Gastronom Rolf Anschütz sein Restaurant - eine Geschichte, die nun in amüsanter, etwas ostalgischer Manier Stoff fürs Kino geworden ist mit Uwe Steimle in der Hauptrolle.- So entwickelt sich Anschütz-San zum Mittler zwischen Ost und West. „Du kochst für den Weltfrieden“ wird ihm bestätigt, was Anschütz bald zu Kopf steigt und seine Ehe mit Ingrid (Julia Richter) belastet. Anschütz muss sich entscheiden, was ihm wichtiger ist.




Mo 21.7. - Mi 23.7. um 21.00 Uhr Großer Saal


Love Steaks    89 min.   

D 2013 Regie: Jakob Lass

Wer wissen will, was so los ist im deutschen Film, der darf „Love Steaks“ auf keinen Fall verpassen. Mit seinem zweiten Film räumte Regisseur Jakob Lasse schon ganz groß beim Filmfest in München ab und gewann den Max Ophüls Preis. Es ist eine unerhört druckvolle und präsente Tragikomödie, die sich auch in die Herzen der Kinozuschauer spielen könnte. Getragen wird die Liebesgeschichte vor der Kulisse eines Kurhotels an der Ostseeküste von den unglaublichen jungen Darstellern Franz Rogowski und Lana Cooper.




Mo 21.7. - Mi 23.7. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Das siebente Siegel    95 min.   

Schweden 1956 Regie: Ingmar Bergman   Der besondere Film

Einer der schönsten und nachhaltigsten Filme Bergmans, mit Max von Sydow und Bibi Andersson in den Hauptrollen. - Die Rückkehr des Ritters Antonius Block von einem Kreuzzug mitten im 14.Jahrhundert. Er findet das Land von der Pest verwüstet und beginnt an Gott zu zweifeln. Als der Tod in Person ihn holen will, bittet er mittels Schachspiel um einen Aufschub, um doch noch einen Sinn im Lebens zu finden.





Woche vom 24.
07. bis 30. 07. 2014



Do 24.7. - So 27.7. um 19.00 Uhr und
Mo 28.7. - Mi 30.7. um 18.30 Uhr Großer Saal


Die Karte meiner Träume    105 min.   

Frankreich 2013 Regie: Jean-Pierre Jeunet   Tipp

Der Regisseur von „Die fabelhafte Welt der Amélie“ hat wieder einmal tief in der Kindheit geschürft und ist fündig geworden. Diesmal ist es der für sein Alter viel zu kleine T. S., der uns ganz neue Blicke auf das Leben schenkt - in einem poetischen, verschrobenen, so naiven wie philosophischen Film nach dem Erfolgsroman des Amerikaners Reif Larsen. Es sind kraftvolle und bizarre Bilder, mit denen Jeunet die etwas seltsame Welt zeichnet, in der T. S. aufwächst, und dabei die großen Lebensthemen Abschied und Trauer, Schmerz und Glück mit philosophischer Eleganz in ein vielschichtiges Kindheitsmosaik hineinwebt. Ein wunderbares kleines Schauspielerensemble verschreibt sich den eigenwilligen Charakteren mit Hingabe. Darsteller: Helena Bonham Carter, Callum Keith Rennie, Kyle Catlett, Niamh Wilson, Judy Davis




Do 24.7. - So 27.7. um 21.30 Uhr Großer Saal


Grand Budapest Hotel    100 min.   

USA/D 2013 Regie: Wes Anderson

In der kunterbunten Nonsens-Komödie „Grand Budapest Hotel“ nimmt Regie-Star Wes Anderson („Die Tiefseetaucher“, „Moonrise Kingdom“) den Zuschauer mit auf eine skurrile, temporeiche und überaus kurzweilige Zeitreise in einen fiktiven osteuropäischen Kurort zwischen den Weltkriegen. Der diesjährige Eröffnungsfilm der Berlinale funktioniert als fantasievoll bebildertes Feel-Good-Märchen und beeindruckende Star-Revue. Neben vielen Weggefährten stand auch der Brite Ralph Fiennes erstmals in einem Wes-Anderson-Film vor der Kamera. Witz, Esprit und die für Anderson so typische Melancholie zeichnen die größtenteils in Deutschland abgedrehte Produktion aus. Darsteller: Ralph Fiennes, Jeff Goldblum, Adrien Brody, Tilda Swinton, Edward Norton, F. Murray Abraham, Willem Dafoe, Bill Murray




Do 24.7. - So 27.7. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Rosie    106 min.   

Schweiz 2013 Regie: Marcel Gisler

Achtung, hier kommt Rosie! Und sie ist unwiderstehlich: Mal rotzfrech, mal damenhaft wirbelt sie wie ein Tornado das Leben ihrer erwachsenen Kinder durcheinander. Und alles nur, weil Rosie unbedingt ihre Unabhängigkeit bewahren will. Eine Frau wie ein Vulkan und mindestens genauso unberechenbar – das ist die Steilvorlage für einen toll gespielten Film aus der Schweiz, der ebenso anspruchsvoll wie unterhaltsam ist. Und vor allem prall gefüllt mit Lebensfreude! Schweizer Filmpreis 2013 „Beste Darstellerin“ Sibylle Brunner




Mo 28.7. - Mi 30.7. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Night on Earth    126 min.   

USA 1991 Regie: Jim Jarmusch

Fünf Episoden über Menschen, die zur selben Zeit, irgendwo auf der Erde, in ein Taxi steigen und dabei die seltsamsten Geschichten erleben. - Armin Müller-Stahl als Taxifahrer in New York, der gerade fahren lernt und seine ersten Erfahrungen als Einwanderer mit den New Yorkern macht. - Ein finnisches Männertrio wird nach einer langen Zechtour von der Schicksalsgeschichte des Taxifahrers zu Tränen gerührt. - Roberto Benigni als römischer Taxifahrer, hat mit dem plötzlichen Tod seines geistlichen Fahrgastes seine liebe Not. - Hervorragende Darsteller in einem wunderbar unterhaltsamen Episodenfilm. Weitere Darstellerin: Winnona Ryder




Mo 28.7. - Mi 30.7. um 21.00 Uhr Großer Saal


Fack ju Göhte    118 min.   

D 2013 Regie: Bora Dagtekin

Kleinganove Zeki Müller landet bei der Suche nach seiner Diebesbeute als Aushilfslehrer an einer Schule. Den Lehrerberuf führt er laut eigener Aussage nur nebenberuflich aus und das merkt man schnell: Er bedient sich unkonventioneller Methoden, wie beispielsweise seiner an Schülern erprobten Paintball-Pädagogik, und hat auch sonst keinen blassen Schimmer von den Unterrichtsthemen. Als Neuer an der Schule bekommt er gleich die Problemklasse aufs Auge gedrückt. Mit seinen rabiaten Mitteln und ungewöhnlichen Lehrmethoden mischt er die Chaosklasse und auch die Lehrerschaft ordentlich auf. Mit Elyas M'Barek, Karoline Herfurth, Katja Riemann – Kann man, muß man aber nicht gesehen haben!





Woche vom 31.
07. bis 06. 08. 2014



Do 31.7. - So 3.8. um 19.00 Uhr Großer Saal


Monsieur Claude und seine Töchter    97 min.   

Frankreich 2014 Regie: Philippe de Chauveron   Tipp

Chapeau und Hut ab! Philippe de Chauveron hat aus der Story um eine gutbürgerliche französische Familie und ihre auserlesene Schar internationaler Schwiegersöhne eine Völkerverständigungskomödie gemacht, die so leicht und locker ist wie ein Soufflé und trotzdem scharf und bissig wie eine Chilischote. Dabei geht es um ein durchaus heikles Thema: um den gewöhnlichen Rassismus, der bekanntlich nicht nur an Stammtischen zu Hause ist. Dank des intelligenten Drehbuchs und der passgenauen Besetzung ist daraus ein idealer Gute-Laune-Film geworden – eine provokant witzige Geschichte über die Globalisierung des eigenen Wohnzimmers und ein Highlight des kommenden Kinosommers. Ein absolut großartiger Film! Darsteller: Christian Clavier, Chantal Lauby, Ary Abittan, Medi Sadoun, Frédéric Chau




Do 31.7. - So 3.8. um 21.30 Uhr Großer Saal


Enemy    90 min.   

Kanada, Spanien 2013 Regie: Denis Villeneuve

Eine hypnotische Reise in die verwinkelten und widersprüchlichen Pfade des Psycho-Sexuellen.- In einem exklusiven Nachtclub kündigt sich das traumähnliche Setting des Gesamtfilms bereits an – ein seltsam entrückter Raum, in welchem eine Gruppe Männer in Anzügen gebannt den erotischen Bewegungen einer blonden Stripperin folgen, die unter einer goldenen Servierglocke eine Vogelspinne zum Vorschein bringt. Was zunächst nicht zuzuordnen ist, wird im Laufe der Handlung als variiertes Motiv immer wieder ins Spiel gebracht werden. Zunächst jedoch scheint es die Geschichte von Adam Bell zu werden, einem farblosen und introvertierten Geschichtsprofessor an der Universität von Toronto. Während er seinen desinteressierten Studenten die Strukturen von Macht und Dialektik nahe zu bringen versucht, verstrickt er sich in seinen endlosen Tafelbildern in einem Labyrinth des Kontrollphantasmas, das fast schon in Paranoia kippt. Darsteller: Jake Gyllenhall, Mélanie Laurent, Sarah Gadon, Isabella Rossellini




Do 31.7. - So 3.8. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Violette    139 min.   

Frankreich, Belgien 2013 Regie: Martin Provost

Im Porträt der von Simone de Beauvoir geförderten Schriftstellerin Violette Leduc glänzen gleich zwei französische Darstellerinnen: Emmanuelle Devos als die Leduc, die ihren schriftstellerischen Durchbruch erst 1965 im Alter von 56 Jahren mit ihrem autobiografischen Roman „Der Bastard“erlebte, und Sandrine Kiberlain als deren berühmte Mentorin. Martin Provost hat seinen von Traurigkeit und innerem Schmerz geprägten Film über die Beziehung der beiden Frauen zueinander als ein sehnsüchtiges Streben nach Liebe und Anerkennung angelegt. Die Filmmusik von Arvo Pärt unterstreicht diese Stimmung exzellent.- Emmanuelle Devos triumphiert als bahnbrechende feministische Autorin - ein Film von hypnotischer, sinnlicher Sogwirkung!"/Variety