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  KINOPLAN für Monat September 2015


Woche vom 27.
08. bis 02. 09. 2015



Do 27.8. - So 30.8. um 19.00 Uhr und
Mo 31.8. - Mi 2.9. um 21.00 Uhr Großer Saal


Mama gegen Papa - wer hier verliert, gewinnt    85 min.   

Frankreich 2014 Regie: Martin Bourboulon

Eine rasante Komödie, die angenehm bösen Witz verströmt. - "Ich hasse ihre Kinder" sagt der Babysitter und ward nie mehr gesehen. 15 Jahre ist das Paar nun schon zusammen und über zwei anstrengenden Jobs und drei nicht minder anstrengenden Kinder ist das Feuer in ihrer Beziehung erloschen. Friedlich beschließt man also, sich Scheiden zu lassen, im Guten natürlich, man ist ja nicht eines von diesen Paaren. Ein kleines Problem gibt es jedoch: Beide haben berufliche Angebote, diese würden nicht gehen, der Kinder wegen und so gibt Florence schließlich nach. - Bis sie ihren Noch-Ehemann mit einer sehr jungen, sehr hübschen Krankenschwester ertappt und der Rosenkrieg beginnt.




Do 27.8. - So 30.8. um 21.00 Uhr und
Mo 31.8. - Mi 2.9. um 18.30 Uhr Großer Saal


Kafkas - Der Bau    110 min.   

D 2015 Regie: Jochen Alexander Freydank

Für sein Kinodebüt hat Jochen Alexander Freydank die Interpretation einer Kafka-Erzählung gewählt: Aus dem Tier, das seinen Bau perfektioniert und dennoch immer stärker unter Ängsten leidet, wird hier ein Mensch, der sich von der Außenwelt abschotten will. - Axel Prahl spielt diesen anfangs normal wirkenden Mann, dessen Sicherheitsbedürfnis zur Manie wird. Im Gegensatz zu Kafkas Werken ist der Held hier jedoch nicht allein, er und seine Neurosen sind nur der winzige Teil einer tödlich erkrankten Welt. Mit Intelligenz und Logik steigert Freydank seine Geschichte zu einer bedrückenden, optisch eindrucksvollen Endzeitfantasie mit subtilem Witz. Darsteller: Axel Prahl, Kristina Klebe, Josef Hader, Devid Striesow, Robert Stadlober




Mo 31.8. - Mi 2.9. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

300 Worte Deutsch    98 min.   

D 2014 Regie: Züli Aladag   Wunschfilm

Eine pointierte, treffsichere Multikulti-Integrations-Komödie ist Züli Aladag mit „300 Worte Deutsch“ gelungen. Vorurteile und Klischees von beiden Seiten der deutsch-türkischen Beziehungen werden entlarvt und ganz nebenbei ein Plädoyer für Emanzipation gehalten. Besonders Hauptdarstellerin Pegah Ferydoni als Frau zwischen zwei Welten prägt den Charme des Films. Darsteller: Pegah Ferydoni, Christoph Maria Herbst, Christoph Letkowski, Nadja Uhl





Woche vom 03.
09. bis 09. 09. 2015



Do 3.9. - So 6.9. um 19.00 Uhr Großer Saal


Frau Müller muss weg    87 min.   

D 2014 Regie: Sönke Wortmann   Tipp

Frau Müller ist Lehrerin, und sie muss weg, weil sie nicht genügend gute Noten vergibt - finden zumindest die versammelten Elternverteter. Schließlich entscheidet das nächste Zeugnis darüber, ob die Kinder den Sprung aufs Gymnasium schaffen... Basierend auf dem erfolgreichen Theaterstück von Lutz Hübner verwandelt Sönke Wortmann eine Grundschulklasse in die Kampfarena elterlicher Eitelkeit. Mit einem herrlich aufgelegten Ensemble (allen voran Anke Engelke als Business-Mom) inszenierte er eine "Komödie über einen Elternabend", die sich als erhellende,  beißende Satire entpuppt über den Druck an den Schulen, der heutzutage auf allen Beteiligten - Schülern, Eltern, Lehrer - lastet. Und läßt dabei erfreulicherweise die (engagierte) Lehrerseite mal gut aussehen.- Darsteller: Anke Engelke, Gabriele Maria Schmeide, Justus von Dohnanyi u.a.




Do 3.9. - So 6.9. um 21.00 Uhr Großer Saal


Amy    127 min.   

USA 2015 Regie: Asif Kapadia

Amy Winehouse war eine der schillerndsten Figuren der Popmusik. Ihr früher Tod schockierte die Musikwelt. Ausgestattet mit einer phänomenalen Soulstimme  konnte die sechsfache Grammy-Gewinnerin wie keine zweite ihren Liebeskummer in Melodien und Worte kleiden. Doch die legendäre Sängerin mit der Bienenkorbfrisur litt an schweren Drogen- und Alkoholproblemen. Der britische Regisseur Asif Kapadia fasst ihre Geschichte von Aufstieg und tragischen Ende in einen anrührenden Dokumentarfilm. Dabei zeichnet er das Portrait eines verletzlichen, gehetzten, fragilen Menschen, der am Ruhm zerschellt. Seine bewegende Hommage an eine glänzende, geistreiche, temperamentvolle junge Frau rehabilitiert die begnadete Musikerin.




Do 3.9. - Mi 9.9. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Taxi Teheran    82 min.   

Iran 2015 Regie: Jafar Panahi

So verdient wie die Auszeichnung von Jafar Panahis „Taxi“ war seit langem kein Gewinner des Goldenen Bären der Berlinale 2015. Und das hat nichts mit der politischen Situation im Iran oder der eingeschränkten des Regisseurs zu tun, sondern ausschließlich mit künstlerischen Gründen. Panahi lebt in einem vornehmen Viertel Teherans, kann sich weitestgehend frei bewegen und hat es sogar geschafft, seinen Film auf den Straßen der Hauptstadt zu drehen. Anhand verschiedener Geschichten in und um Taxi-Fahrten durch Teheran erzählt er vom Zustand seines Landes. Ein herausragender Film!




Mo 7.9. - Mi 9.9. um 18.30 Uhr Großer Saal


Kiss the Cook    114 min.   

USA 2014 Regie: Jon Favreau

Kochshows im Fernsehen sind seit Jahren ein preiswertes Rezept für fette Quoten. Auf der Leinwand wird gleichfalls gerne gut gegessen, von „Brust oder Keule“ bis zu „Bella Martha“. Nun zieht „Iron Man“-Macher Jon Favreau die Kochschürzen an und besinnt sich als Autor, Regisseur und Darsteller auf seine Indie-Urspünge. Er gibt den ambitionierten Küchenchef, der den Job im biederen Edel-Restaurant an den Nagel hängt, um sich mit einer fahrbaren Grill-Bude selbst zu verwirklichen und mehr Zeit mit seinem Sohn zu verbringen. Hübsch angerichtetes, fluffiges Comedy-Soufflé mit reichlich Kitschkalorien - und einer Starbesetzung als Sahnehäubchen. So wird Genuss-Kino zum Kino-Genuss: Eine leckere Alternative zum Hollywood-Fastfood. - Darsteller: Jon Favreau, John Leguizamo, Scarlett Johansson, Dustin Hoffman, Robert Downey Jr.




Mo 7.9. - Mi 9.9. um 21.00 Uhr Großer Saal


Ein Sommer in der Provence    104 min.   

Frankreich 2014 Regie: Rose Bosch   Wunschfilm

Eine leichte Sommerkomödie, die stimmungsvolle Bilder und sympathische Darsteller zu bieten hat und diese in eine an Klischees nicht unbedingt arme Geschichte packt. Einmal mehr geht es um Konflikte zwischen Jung und Alt, prallen Vorurteilen aufeinander, um am Ende doch einem allgemeinen Wohlgefühl zu weichen.- Wenig erfreut ist Paul (Jean Reno), als seine Frau Irène mit den Enkeln auf dem Hof in den Bergen der Provence auftaucht. Doch auch die Kinder sind wenig begeistert von der Vorstellung, ihren Sommer in der Ödnis eines abgelegenen Gehöfts zu verbringen. Doch ihre Eltern haben sich gerade getrennt, die Mutter weilt für ein Praktikum in Kanada und so lernen die Kinder doch noch ihren Großvater kennen





Woche vom 10.
09. bis 16. 09. 2015



Do 10.9. - So 13.9. um 19.00 Uhr und
Mo 14.9. - Mi 16.9. um 21.00 Uhr Großer Saal


Gefühlt Mitte zwanzig    97 min.   

USA 2014 Regie: Noah Baumbach

Älterwerden ist nichts für Feiglinge. Als ein gut situiertes New Yorker Künstlerehepaar ein junges Hipster- Pärchen kennenlernt, stellen beide ihren bisherigen, vermeintlich spießigen Alltag in Frage. Auf einmal fühlen sich die Mittvierziger wieder wie Mitte Zwanzig, was bei ihren alten Freunden doch so manche Irritation auslöst. Der Film zeigt ein Gespür für die tragikomischen Befindlichkeiten einer von Optimierungswahn und Selbstverwirklichung getriebenen Generation. Amüsante Seitenhiebe auf den Film- und Kunstbetrieb inklusive.- Darsteller: Ben Stiller, Naomi Watts, Adam Driver, Amanda Seyfried, Adam Horovitz - "...sehr, sehr witzig. ...mit seinen schnellen, pointierten Dialogen erweist sich Baumbach erneut als würdiger Woody-Allen-Nachfolger." / ZEIT online




Do 10.9. - So 13.9. um 21.15 Uhr Großer Saal


Slow West    84 min.   

GB/NZL 2015 Regie: John Maclean

Wenn ein schottischer Regisseur vor der Kulisse Neuseelands mit einem australischen Hauptdarsteller einen in Colorado angesiedelten Neo-Western dreht, dann darf man durchaus gespannt sein.- Erzählt wird in von einem jungen Mann, der seiner großen Liebe hinterher reist und dabei von einem geheimnisvollen Fremden begleitet und beschützt wird. Trotz zahlreicher Western-Zitate findet der Film zu einem eigenen, surrealen Ton mit düsterem Subtext und viel Road-Movie-Charme. Darsteller: Kodi Smit-McPhee, Michael Fassbender, Ben Mendelsohn, Caren Pistorius




Do 10.9. - Mi 16.9. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Learning to drive – Fahrstunden fürs Leben    90 min.   

USA 2014 Regie: Isabel Coixet   Tipp

Isabel Coixet, bekannt für ihr Talent, die Geschichten von Frauenfiguren an einem Scheidepunkt ihres Lebens mit viel Feingefühl für Zwischenmenschliches zu schildern, widmet sich in ihrem neuen Film erstmals dem Genre der Komödie. Im Mittelpunkt steht die 50-jährige New Yorkerin Wendy, die für sie völlig überraschend nach 21 Jahren Ehe von ihrem Mann verlassen wird. Nach dem ersten Schock wird klar, dass sich einiges in ihrem Leben ändern wird. Viele Dinge, die zuvor ihr Mann erledigt hat, muss sie nun selbst in die Hand nehmen. Als sie zufällig dem indischstämmigen Sikh Darwan begegnet, der als Taxifahrer und Fahrlehrer arbeitet, lässt sie sich überreden, Fahrstunden zu nehmen. Der sanftmütige Inder erweist sich nicht nur als guter Fahrlehrer, sondern auch als lebenskluger Berater in den Krisen des täglichen Lebens, die Wendy jetzt zu meistern hat. - Mit charmanten Hauptdarstellern und flotten Dialogen ein Film voller Esprit. Mit Patricia Clarkson, Ben Kingsley, Grace Gummer u.a.




Mo 14.9. - Mi 16.9. um 18.30 Uhr Großer Saal


Monsieur Claude und seine Töchter    97 min.   

Frankreich 2014 Regie: Philippe de Chauveron

Chapeau und Hut ab! Philippe de Chauveron hat aus der Story um eine gutbürgerliche französische Familie und ihre auserlesene Schar internationaler Schwiegersöhne eine Völkerverständigungskomödie gemacht, die so leicht und locker ist wie ein Soufflé und trotzdem scharf und bissig wie eine Chilischote. Dabei geht es um ein durchaus heikles Thema: um den gewöhnlichen Rassismus, der bekanntlich nicht nur an Stammtischen zu Hause ist. Dank des intelligenten Drehbuchs und der passgenauen Besetzung ist daraus ein idealer Gute-Laune-Film geworden – eine provokant witzige Geschichte über die Globalisierung des eigenen Wohnzimmers. Ein absolut großartiger Film! Darsteller: Christian Clavier, Chantal Lauby, Ary Abittan, Medi Sadoun, Frédéric Chau





Woche vom 17.
09. bis 23. 09. 2015



Do 17.9. - So 20.9. um 19.00 Uhr Großer Saal


Die Frau in Gold    110 min.   

GB / USA 2014 Regie: Simon Curtis   Tipp

Nach wie vor stellt der NS-Kunstraub ein unbewältigtes Kapitel dar. Eindringlich beleuchtet das bewegende Drama diesen Teil beschämender Vergangenheitsbewältigung. In dem auf Fakten basierenden zermürbenden Rechtsstreit um die Rückgabe des berühmten Jugendstil-Portraits „Die Goldene Adele“ von Gustav Klimt brilliert die britische Grand-Dame und Oscar-Preisträgerin Helen Mirren als rechtmäßige Erbin und Holocaust- Überlebende Maria Altmann. Seinen Spannungsbogen verdankt Regisseur Simon Curtis erhellender Justizkrimi gegen das Verdrängen und Vergessen hauptsächlich dem fast biblischen Kampf David gegen Goliath. Denn unbeirrbar pocht seine Hauptprotagonistin jahrelang auf Gerechtigkeit gegenüber der ignoranten Alpenrepublik. Darsteller: Helen Mirren, Ryan Reynolds, Daniel Brühl, Katie Holmes, Justus von Dohnányi, Tom Schilling, Moritz Bleibtreu




Do 17.9. - So 20.9. um 21.30 Uhr Großer Saal


Escobar – Paradise Lost    114 min.   

Frankreich/Spanien 2014 Regie: Andrea Di Stefano

Aus ungewöhnlicher Perspektive erzählt der Schauspieler Andrea Di Stefano in seinem Regiedebüt „Escobar – Paradise Lost“ von der Faszination, die der Drogenbaron Pablo Escobar trotz seiner Brutalität auslöste. Mit konsequentem Blick von Außen erzählt er von Pablo Escobar, der in den 80er Jahren zum mächtigsten Drogenboss der Welt wurde. Über 30 Milliarden Dollar soll sein durch Kokainhandel erworbenes Vermögen betragen haben, er versorgte die halbe Welt mit Kokain, aber bedachte als selbst ernannter Robin Hood auch die arme Landbevölkerung Kolumbiens mit Schulen und Krankenhäusern. Und so beginnt auch der zwar auf Tatsachen basierende, im Kern aber fiktive Film. Mit erstaunlicher Dynamik entwickelt sich der Film zu einem spannenden, rohen Thriller. Darsteller: Benicio del Toro, Josh Hutcherson, Claudia Traisac




Do 17.9. - So 20.9. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Es ist kompliziert...!    88 min.   

GB 2015 Regie: Ben Palmer

In kaum einem anderen Genre sind feste Regeln und Gesetzmäßigkeiten so weit verbreitet wie in der romantischen Komödie. Ein kleiner Glücksfall ist diese britische RomCom, in der ein Blind Date unter falschen Vorzeichen beginnt und sich in einen turbulenten, witzigen und sehr charmanten Streifzug durch London verwandelt. Die Anziehungskraft zwischen Simon Pegg und Lake Bell, die ihre Rollen mit großer Spielfreude ausfüllen, wirkt wie so vieles hier authentisch und glaubhaft. „Es ist kompliziert...!“ könnte mit diesen Qualitäten selbst RomCom-Gegner überzeugen.




Mo 21.9. - Mi 23.9. um 18.00 Uhr Großer Saal


Still Alice    99 min.    Weltalzheimertag

USA 2014 Regie: Richard Glatzer & Wash Westmoreland

Für ihre Hauptrolle in diesem Alzheimer-Drama erhielt Julian Moore den Oscar 2015 als beste Darstellerin. Der einfache Stil der Verfilmung, die gradlinige Erzählung eines geistigen Verfalls lassen die Darstellung Moores noch kraftvoller erscheinen.- Alice (Julianne Moore) arbeitet als Linguistin, führt mit dem Biologen John (Alec Baldwin) eine glückliche Ehe und hat drei Kinder. Zur Feier ihres 50. Geburtstages ist die gesamte Familie versammelt, alles scheint in bester Ordnung, doch einige Tage später bemerkt Alice ungewöhnliche Veränderungen: Beim Joggen vergisst sie für einen Moment wo sie sich befindet, kleine Vergesslichkeiten nehmen plötzlich zu. Die Diagnose ist niederschmetternd: Alice leidet an einer seltenen Form von Alzheimer, die auch Menschen erfassen kann, die eigentlich noch zu jung sind. Besonders tragisch ist, dass es sich um eine vererbbare Form der Krankheit handelt.




Mo 21.9. - Mi 23.9. um 20.30 Uhr Großer Saal


Die Gärtnerin von Versailles    116 min.   

Großbritannien 2014 Regie: Alan Rickman   Wunschfilm

Mit der opulenten Verfilmung einer feinfühligen Romanze, seziert Regisseur Alan Rickman auch die gekünstelte Blasiertheit des europäischen Adels. Stringent setzt sein sensibles Erzählkino um eine starke Frau auf den Reiz des Unausgesprochenen, die Symbolik von Blicken und die leisen Zwischentöne. Nicht zuletzt die hervorragende Besetzung mit der Oscar-Preisträgerin Kate Winslet und dem belgischen Shootingstar Matthias Schoenaerts macht sein empfindsames Historiendrama sehenswert. Nur schade, dass es ausgerechnet seine faszinierende Hauptfigur so nie gegeben hat. Die berückende Kulisse englischer Schlösser und Gärten am Ende des 17. Jahrhunderts sorgt zudem für einen fulminanten, entspannenden Augenschmaus.




Mo 21.9. - Mi 23.9. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

About a Girl    105 min.   

D 2014 Regie: Mark Monheim

Eine Dramödie mit Ironie und Melancholie, Gefühl und vielen Filmideen und vor allem einem ungewöhnlichen Tempo und rabenschwarzen Wortwitz.- Die 15jährige Charleen hat wenig Spaß am Leben und beschließt, ihrem Dasein ein Ende zu bereiten. Doch dem Vorbild allerlei Rockstars nachzueifern erweist sich als schwierig: Der Selbstmordversuch, der vielleicht gar keiner war, scheitert und das maulfaule, notorisch mürrische Mädchen landet beim Psychiater. Der ist allerdings auch nicht so ganz normal - wie überhaupt das gesamte Figurenpersonal von "About a Girl" einen mehr oder weniger großen Sprung in der Schüssel hat. Sehr gefallen wird der sympathische Film dabei vor allem einem erwachsenen Publikum, das die Wirren der Teenager-Zeit schon überstanden hat. - Darsteller: Jasna Fritzi Bauer, Heike Makatsch, Aurel Manthei u.a.





Woche vom 24.
09. bis 30. 09. 2015



Do 24.9. - So 27.9. um 19.00 Uhr und
Mo 28.9. - Mi 30.9. um 21.00 Uhr Großer Saal


Der Chor – Stimmen des Herzens    103 min.   

USA 2014 Regie: François Girard

In den USA ist der „American Boychoir“ eine echte Institution und mindestens so bekannt wie hierzulande die Regensburger Domspatzen oder die Wiener Sängerknaben. Unter der Führung eines strengen, aber gerechten Chorleiters (Dustin Hoffman) lernt ein rebellischer 12-Jähriger in der Gemeinschaft des Chors eine für ihn bis dahin unbekannte Welt kennen. Dabei bleiben Konflikte selbstverständlich nicht aus. Dennoch baut der kanadische Regisseur François Girard („Die rote Violine“) seinen Film zielstrebig zum klassischen Wohlfühlfilm auf. Vor allem der Enthusiasmus von Dustin Hoffman ist ebenso ansteckend wie ein Garant für gute Unterhaltung. -Darsteller: Garrett Wareing, Dustin Hoffman, Kathy Bates, Debra Winger




Do 24.9. - So 27.9. um 21.30 Uhr und
Mo 28.9. - Mi 30.9. um 18.30 Uhr Großer Saal


Das Märchen der Märchen    125 min.   

Italien 2015 Regie: Matteo Garrone   Tipp

Was für die Deutschen die Gebrüder Grimm sind, ist für die Italiener Giambattista Basile: Dessen Märchensammlung Das Pentameron inspirierte auch die Grimms und ist nun Anlass für Matteo Garrone, sich nach Mafia mit einer Märchenwelt zu beschäftigen, in der er diverse Geschichte zu einem exzentrischen, bunten, bizarren Film verknüpft, der viel über die Obsessionen und Oberflächlichkeiten der modernen Welt erzählt. Drei neapolitanische Märchen aus dem 17. Jahrhundert vereint zu einem stilsicheren, grausam-schönen Reigen der menschlichen Abgründe und der Magie.- Darsteller: Salma Hayek, Vincent Cassel, Toby Jones, John C. Reilly




Do 24.9. - Mi 30.9. um 20.00 Uhr Kleiner Saal

Am Ende ein Fest    93 min.   

Israel/ D 2014 Regie: Sharon Maymon und Tal Granit

Wie gut sich gerne verdrängte Tabus für Komödien eignen, hat zuletzt Til Schweiger mit „Honig im Kopf“ bewiesen. Ähnlich erging es dieser Komödie um Sterbehilfe, die in ihrer Heimat zu einem der erfolgreichsten Filme der letzten Jahre avancierte und beim Festival von Venedig den Publikumspreis abräumte. Erzählt wird von einer Gruppe Senioren, die ihrem todkranken Freund seinen Wunsch erfüllen wollen, in Würde zu sterben. Bald wollen immer mehr Sterbewillige mit der selbstgebastelten Suizid-Maschine der Rentner ihre Qualen beenden, was freilich zu allerlei Gewissenskonflikten führt. Voller Empathie nähert sich die berührende Komödie souverän dem heiklen Thema, trifft stets den richtigen Ton und hält mit wahrhaftigen Figuren glänzend die Balance zwischen Traurigkeit und Humor – selbst ein schwules Coming-Out unter Senioren ist hier nebenbei noch drin. Bewegendes Kino, das gekonnt das Herz des Publikums trifft!